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Werks, das gewiß bis in seine kleinsten Theile in denreinsten Verhältnissen ausgeführt seyn muß, weil dasAuge bey aller Pracht und Größe doch so leicht dar,auf ruht, und immer mit neuem Wohlgefallen davonangezogen wird; wogegen die andern Palläste zwarauch zierlich, aber ohne Größe und durch zweckloseMannigfaltigkeit verkleinlicht sind.
Auch der innere Plah des Louvre gefiel mir durchseine majestätische Geräumigkeit, worin mir die Leutealle so klein vorkamen, und durch sein schwarzes Alter,thum, hauptsächlich aber durch die Erinnerung an seineBewohner und ihr Thun und Lassen von Charles IX. an bis zu Louis XIII . Zch sehte mich auf einen Steinnieder, und beschwor ihre Geister zurückzukehren ausdem Schattenreiche in diese königliche Burg, und in ih,reu alten Naturen vor mir aufzutreten. Bald Hirteich Karin IX. fluchen, und erblickte die wollüstigenHoffräulein seiner Mutter in leichtsinnigem Reize anden hohen Fenstern. Zch sahe den ehrwürdigen Mi,chel de l'Hospital, dem das Herz für sein Vaterlandblutet, durch diesen Hof reiten, verspottet von jenemGesinde! und gesegnet von jedem, dem Tugend undWeisheit noch etwas galten. Die stolzen Guisen zo,gen prächtig vor meinen Augen vorüber, und vor ih-nen trübte sich der neidische Blick des weichlichen Kö-nigs und seiner Günstiinge. Zch verweilte gerne beymancherley Bildern von Heinrich IV. , am liebsten sahich ihn mit dem edeln Sülly an der Hand menschlich