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auch bi« meiste Grazie zu liegen. Aber auch üppigeFreude, Eifersucht, Zorn, Veneration und andre Affec-ten wußten sie äußerst anschaulich zu machen, und den-noch alle ihre Bewegungen, auch dir sprechendsten, im,mer in den Schranken der höchsten Eleganz zu erhal-ten. Dieß ist die Schule des körperlichen AnstandeS,hier findet der leichte Franzose das Ideal seiner ge-fälligen Sicherheit und Gewalt über den Körper, wo-durch er sich so sehr über andre Nationen erhabenfühlt. Aus diesem Garten pflückt die feine Pariser-welt die Blume der Grazien, und streut ihren Samenaus in die empfänglichen Provinzen, ja in ferne Lân-der, auf deren fremden Boden aber sie seltener in ein,heimischer Fülle gedeiht. — Wer wird es dem großenVestris verargen, wenn er, sein unendliches Reich über-schauend, seine Wichtigkeit fühlt, und sich den Unsterb-lichen zugesellt; Er, von dem Königinnen mit Bewun-derung sprechen, und über dessen Anblick die Hirtender Völker ihre menschenbeglückenden Sorger, ver,gessen!
Erschöpft von Durst und Müdigkeit kam ich umZwölfe nach Hause, denn ich hatte in der Oper eineunerträgliche Hitze ausgestanden und auf den Bänkendes Parterres sehr enge und unbequem gesessen.
Des folgenden Morgens ( 26 . May) machte ichmich bey guter Zeit mit einem meiner ReisegefährtenHegner't Werke. Bd. I.