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seltensten sind, so rein wir uns auch gestimmt wähnenmögen, und eine »»merkliche Analogie, eine dunkleErinnerung unsern Verstand so oft leiten kann, alsunser» Willen. Wir tragen nicht nur unsern Kopf,sondern auch unser Herz den Erscheinungen entgegen,und so gibt uns, Gott sey Dank, die Hütte einesEinsiedlers oft mehr zu denken, als die Säulenord-nung deü LouvreS, ja die Erde oft mehr als der Him,mel, und selbst in der strengsten Analytik weht derGeist noch wie und wo er will.
Eben so elend und abgeschmackt, als die Ehren-Meldung der Kanonenkugeln vom 10. August an denTuiiericn, kam mir jetzt die an einem Fenster des Lou<vres aufgestellte Schandschrift auf Karl IX. vor, welchesagt, daß er von hier aus mit einem Karabiner aufsein Volk geschossen habe. Hier schoß also der Königauf sein Volk und dort das Volk auf seinen König;eins ist so sauber wie das andre. Welch ein Geschmack,die Schandflecken der Nation den Leuten durch Denk-mähler ins Gedächtniß zu rufen; ist es nicht schon zuviel, daß die Geschichte davon sprechen muß! — Aberman wollte das Königthum verhaßt machen, und be-ging die Ungerechtigkeit gegen die Geschichte, aus demLeben böser Könige die schrecklichste That herauözuhe-en, um sie zum Scheusal aufzustellen, und hingegendie Statue des guten Heinrichs umzuwerfen und das