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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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darstellende Déclamation ihrer Schauspieler, denenkein verfehlter Laut nachgesehen wird, leicht ins Ge-dächtniß geprägt werden. Dazu kommt noch, daß hierGriechen und Römer, Zuden und Türken alle ausfranzösischem Herzen sprechen, und dadurch so man,chcm schönen Verse eine leichte Accomodation auf dieöffentliche und geheime Geschichte deö Volkes gewäh-ren. Wir Deutsche hingegen, die wohl schon manchesclassische Buch, aber noch keine eigne classische Litte,ratur haben, müssen une in Demuth mit ausländischenQuotationen und Citationen, oder mit alten heiligenund profanen Stellen behelfen, die zwar einigen Schat-ten auf unser vaterländisches Selbstgefühl werfen, je-doch an Schönheit und praktischem Nutzen gewöhnlichjenen nicht nachstehen.

Ein Bekannter führte mich noch in das Cals«des mille colonnes, um auf den weichen Lehnstühlenvon den harten und gepreßten Sitzen des Parterresauszuruhen. Es hat seinen prächtigen Nahmen vonden vielen niedlichen Säulen, womit die Wände rings-um verziert sind, die sich in den großen Wandspiegelnin unendlicher Zahl verlieren. Ein neuer lockenderAufenthalt für die, welche alle Tage herrlich und inFreuden leben wollen; nur kam es mir bedenklich vor,daß an jeder Treppe aller dieser Wohnplähe deö sinn-lichen Genusses ein armer Lazarue liegt, der Euch um