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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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189
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wollte mir die zum Sprüchwort gewordene Größe derGriechin nicht aus dem Sinne; omnibus Audroma-clie visa est spatiosior aequo, sagten die Alten; undda hätte sich wohl in jeder Rücksicht die Raueourtbesser zu dieser Rolle bewährt gefunden. Zm übrigenmag diese in ihrer Jugend vortrefflich gewesen seyn,aber jetzt scheint es ihr zu gehen, wie vielen altern,den Poeten und Künstlern, daß der Geist zu Manierwird.

Am Ende wurden noch Orest und Andromache aufgerufen, sich sehen zu lassen, und als dieses nichtsogleich geschah, heulten und schrien und stampften dieZuschauer auf eine Art, die eben nicht von schönemEnthusiasmus zeugte, bis endlich Talma und VolnatöHand in Hand auf die Hälfte des Theaters kamen,sich tief bückten, und dann der Vorhang unter hefti-gem Geklatsche fiel.

Nun begriff ich auch, warum den Franzosen Stel-len aus ihren Dichtern, besonders aus dem Racine,so geläufig sind, wie unö heilige Sprüche oder alteSentenzen. Bey der unbegrenzten Bewunderung, diesie für ihre Nationalschaubühne haben, müssen ihnendiese für ihre Ohren so harmonischen Verse, und die-ser classische, für ihren Geschmack so poetische, Stylals das Höchste seiner Art erscheinen, und ihnen durchdie ausgebildete, die Sprache in ihrer Vollkommenheit