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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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schieht. Dir Franzosen vertragen alles, nur nicht per-sönliche Geringschätzung, und hüthen sich daher auch,diese gegen andre, am wenigsten gegen Fremde, dieden Merkwürdigkeiten ihres Landes huldigen, blickenzu lassen. Mancher Auslànder, der hieher kömmr, umfeine Manieren zu lernen, sollte sich dieß besondersmerken, weil mancher gerade durch diese auswärts er-lernten Manieren sich zu Hause zur Geringschätzunggegen andre berechtigt hält.

Einen Bekannten, der am andern Ende der Stadtwohnt, konnte ich auch nicht antreffen, ich vertrieb miralso die Zeit mit dem Unbekannten, und machte eineEntdeckungsreise in der Stadt herum. Die Gegend,wo ich mich am liebsten niederlassen möchte, liegt amlinken Ufer des Flusses, zwischen der Neuen und derEiutrachtebrücke; hier hat man eine breite Straße,die Seine und die schönen Gebäude jenseits vor sich;man sieht immer was neues, und doch verhallt da«betäubende Geräusch in der großen Ausdehnung. Dießmuß aber auch ein von reichen Leuten gesuchtes Quar-tier seyn, aus dem hohen Preise zu schließen, den manfür ein kleines Zimmer forderte. Auch sieht man hier,welches den Platz in meinen Augen noch anziehendermacht, einen Kupferstichkram neben dem andern stehen,und ich finde, daß es nicht schwer halten würde, umwenig Geld eine schöne Sammlung alter guter Stückezu bekommen, wen» man nicht ausschließlich auf voll-kommen erhaltene Exemplare und die besten Abdrücke