Buch 
1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
Entstehung
Seite
205
JPEG-Download
 

losoph — wenn es auch der Zeno nicht ist, so ist esdoch der Edelsten einer aus seiner herrlichen Schule,oder ein Gottverwandter Cyniker — ist mit solcherWahrheit dargestellt, und die zur Natur gewordeneSelbstüberwindung, Weltverachtung und ernste Ruheder strengen Vernunft, so rein und ohne allen Scheinegoistischer Eitelkeit seinem ganzen Wesen aufgedrückt,daß es mir ist, ich sehe eine dieser Zierden der Menscheheit vor mir, und das IJnviiv âiôrioxu xcil fiuthjTÙçlufißtivn, da« man dem Zeno vorwarf, gern begreife.Am liebsten aber 'denke ich mir darin den heiligenEpictet, den Sohn der Armuth und den Freund derGötter, der in Geduld und Enthaltung die Weisheitdes Lebens setzte, und so männlich that, was er lehrte.

Da heute ein öffentlicher Tag war, und der Zu,sammenfluß der Kunst, und Neugierigen sich immervergrößerte, so zog ich mich zurück, und ging nach der'Nationalbibliothek hin, wo ich aber sehr höflich aufMorgen bestellt wurde, weil sie heute nicht offen wäre.Diese Höflichkeit im Abweisen ist hier allgemein, undweit angenehmer als das verächtliche Anschnarchen,welches ich schon oft erfahren habe, wo aus übelver,standener Wichtigkeit, oder schlechter Bezahlung, oderlanger Weile Wärter und Wachen unmuthig waren.Hier darf man alles fragen und alles sagen, wenn esnur mit gute» Worten und In anständigem Tone ge,