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alten Opera comique hatte, worin die Franzosen ehe-dem unübertrefflich waren, leichten Gesang, komischeIntrigue, fröhliche Handlung, und die Naivetät, nichtder Natur aber einer liebenswürdigen jovialischenSorglosigkeit, die man hier dem arkadischen Leben füreigenthümlich hält, und die von plumpem Spaße gleich-weit entfernt ifl, als von der Langweiligkeit »euidyl-lischer Unschuld. Aber die zwey andern Stücke warenPossenspiele, die mir dieser Bühne unwürdig schienen.In dem ersten trat Friedrich der Große auf, der, wieder Calif in Tausend und einer Nacht, Abends in denStraßen seiner Hauptstadt herumgeht, (nach seinerGewohnheit, wie meine Nachbarn sagten) um zu hö-re», was die Leute von ihm reden. Er wurde mitmöglichster Nachäffung in der Kleidung und Stellungvorgestellt, sogar das nachlässige Tobaknehmen wurdenicht vergessen, aber — welch ein lahmer Friedrich!Indessen versicherte man mich, que le Prince Henry,qui était son oncle, avait été frappé de la ressem-blance, als er dieses Stück hier gesehen, und daß erdem Schauspieler ein großes Geschenk gemacht habe.Ich war aber nicht von dem Gout dieses Prinz Hein-richs, und hätte den abgeschmackten Kerl, der eö wa-gen durfte, den großen König in diesem Mißbilde dar-zustellen, vom Theater hinunter stoßen mögen. Solchesinnliche Nachahmungen i»s Häßliche sind dem Zweckder Schaubühne ganz zuwider, die ihre Helden, wennsie nicht lächerliche Personagen sind, verschönern, nichtHegner's Werke. Bd. i. 14