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Figuren, in ihren Handlungen mehr Analogie mit denseinigen, und auch in den Nebenwerken mehr Vertrau»lichkeit; und dieß alles mir dem reinlichsten Fleiß, dergewähltesten Beleuchtung, und der schönsten Harmonieder Farben ausgeführt. Was er steht, faßt er sogleichohne Belehrung und mühsames Nachdenken, und ohnesich in die Empfindung hineinarbeiten zu müssen; dahingegen so viele der großen historischen Stücke, dieda herumhängcn, für die meisten Beschauer erst nocheines Commentars über ihre geistigen und materiellenSchönheiten bedürfen. Zudem fragt es sich noch, obes wahr sey, daß diese Niederländer so ganz nur dieerste beste Natur, wie sie ihnen vor die Auge» kam,auffaßten, und ohne alles poetische Verdienst seyen?Dasselbe kündigt sich zwar nicht mit dem Trompeten-ton grandioser Manier an, aber auch die bescheideneFlöte weiß die geheimen Accorde der Seele zu treffen,oft thut es ja der Dudelsack. Gérard Douws wasser»süchtige Frau ist gewiß nicht ohne Dichtungskraft ge»schaffen; seine Familie, wo die Mutter in der Bibelliest, und der Vater zuhorcht, hat er doch mit Em-pfindung so zusammengesetzt; MieriS kleiner Seifen»blaser ist nicht nur das Werk des zierliche» Künstlers,sondern auch einer gebildeten Phantasie; und so seheich noch eine Menge Gemählde ähnlicher Art, die dich-terische Anschauungen der Welt und des Menschenfein und kräftig, wenn schon ohne griechische Formen,auesprechen, vom eleganten Conversationsstücke an bis