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Rolle zuschreiben solle», mit der die sie vormahls ge<spielt hakten; so unhaltbar ist jeder Enthusiasmus.
Da Vinci'S Abendmahl von Morghen war erstvor einigen Tagen öffentlich geworden, stand in allenKupferstichbuden voran, und war noch das Kunstge-spräch der Stadt. Ich lobte es, David aber wolltenicht in mein Lob einstimmen, der Kupferstich seyschlecht, sagte er, und gebe gar keine Idee von demgroßen Gemählde, das er unter die vorzüglichsten derWelt sehe, habe auch nicht »ach dem Originale ge-macht werden könne», weil man dort von den Füßenunterm Tische gar nichts mehr sehe. Wenn Mahlerwie David kein großes Wohlgefallen an Kupferstichenhaben, so ist daö wohl zu begreifen, denn auch derbeste Stich steht gar zu weit hinter dem, wa« sie ineinem so vorzüglichen gemahlten Bilde sehen. — Ersehte Lenardo als Mahler noch über Michelangelo ;die Kränkung, sich diesen vorgezogen zu sehen, habeden Lenardo aus Italien »ach Paris getrieben, wo ersich zu sehr dem Vergnügen überlassen, daher manauch so wenig Arbeit von ihm sehe. — Er verschwen-dete sein Leben in Versuchen, sagte ich (nach Fuseli ),und David fügte hinzu, seine Schönheit und sein Uni-versal-genie haben ihn immer von beharrlicher Ar-beit abgezogen.
Als ich des großen von oben beleuchteten Saalesdes Museums erwähnte, wo die Bilder von größermUmfange aufgehangen sind, rühmte er vor allem aus