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Vorrede.
^ch habe bey dieser neuen Ausgabe des allgemeinen Künstlerlexicons,weiches, nebst dem ursprünglichen Hauptwerke lind seinen drey Supple-menten, noch viele hundert theils ganz neue Artikel, theils Berichtigun-gen in steh faßt, meinen Lesern nur sehr Weniges zu sagen. Gerne wä-ren meine Verleger und ich auf dem Pfade, von Zeit zu Zeit bloße Er-gänzungen zu liefern, fortgefahren: Allein billichdenkende Besitzer meinerbisherigen Arbeit, müßen aus eigner Erfahrung am beßten im Standeseyn zu urtheilen, wie beschwerlich, eckelhaft, ja zuletzt zum Gebrauch fastunnütz solche gehäufte Zusätze sind, und werden sich darum nicht einbre-chen können, dem einzig um ihretwillen so lang aufgeschobenen Entschlüsse,selber ihren unparthcyischen Beyfall zu gebetn Denn, daß keine niedrigeGewinnsucht uns darzu verleitet habe, wird der äußerst mäßige Preisbesser, als alle eitle Protestarion, bezeugen.
Was mich bey Fortsetzung meiner Bemühungen, diesem Werke denmöglichsten Grad der Vollkommenheit zu geben, stets am meisten in Ver-legenheit gesetzt hat, war noch immer die Vorstellung der Ungleichheit derAbsichten bey den Liebhabern; da man nämlich/ den einen zu gefallen,auch solche Künstler anführen muß, die von andern, vielleicht nicht ohneGrund, gering geachtet werden; wodurch denn (obgleich nach meiner Ue-berzeugung sehr übereilter Weise) bey Vielen das ganze Unternehmen ver-ächtlich geworden.
Sollte man sich, besonders über die vielen kleinen Artikel von Kupfer-stechern, die ja eben nicht allemal im strengsten Verstände unter die Künst-ler zu rechnen sind, beschweren, so bedenke man hinwieder, daß ich fürKunstliebhaber und Sammler von allen Arten geschrieben habe, und Michschreiben mußte.