Band 
Erster Theil.
Seite
3
JPEG-Download
 

Achelom.

Achelom, (Johann van) ein holländischerMaler, arbeitete ,'nr XVII. Jahrhundert in Dien-sten des Großherzogen von Florenz , bey welchemer als Kammerdiener unter dem Namen S-gnorGiovanni berühmt war. Es sollen in der da-stgen Galerie viel schone Stücke von ihm zu sehenseyn. Uffenbach Th. III. S. 56 g. Vielleicht istes Johann Anriquus.

* Achen, (Johann von) von seines VatersGcburtsstadt also genannt; geb. zu Cölln.In der Zeichnung folgte er der Manier des Bar-rholome Spranger; in der Mahlerey dem CasparRems und Alexander Bonvicino, genanntMoretto,zu Veneckig. Er arbeitere für verschiedene Königeund Fürsten , besonders aber für Kayser RndolphII. wodurch er sich einen solchen Reichthum erwarb,daß ihm zu seiner Zeit kein Künstler dießfalls gleichkam. In der Kirche St. Bartholomaus zu Vene-dig wird in einer Capelle ein Gemald von ihm ge-zeigt. Bey diesem Anlaße kann nicht »»angemerktgelassen werden, wie sehr die ausländischen Schrift-steller die Namen dieses und andrer deutschen Künst-ler verderben. Boschini und seine Fortsetzer nen-nen ihn Fanachen: In dem )xirratro di vene-?ia heißt'er Fauchen; die Franzosen schreibenseinen Namen gemeiniglich Dac u. s. w. vanAchen gieng von Venedig gen Rom und Floren;,hernach kehrte er wieder gen Venedig . Der Chur-fürst von Bayern berief ihn nach München , dieAltartafel seiner Degräbniß-Capelle zu mahlen,auf welcher er die Entdeckung des H. Kreutzes vor-stellte : Man bewundert in derselben die Zusam-mensetzung und Färbung. Seine Zeichnung istrichtig, und der Ausdruck seiner Köpfe gleichtöfters des Correggio Manier. Er starb in kai-serlichen Dienste» zu Prag um rüoo. Die Sa-deicr, I. Müller, I. Saenredam, L- Kilian, rc.haben unge ähr 44 - Blätter nach seinen Erfindun-gen in Kupfer gebracht. Sandrark. I. 276.

Achlnetti. S- Guccio.

Uchtschelkings (Lucas) eio Mahler zu Brüs-sel , lernte bey Ludwig de Vadtvr. Die Bäumeund Vorgründe seiner Landschaften werden wegenihrer natürlichen Zeichnung, gutem Colorit und mei-sterhaften Ausarbeitung gerühmt. Er hielt sichmeistens in seinem Vaterlande auf, und starb da-selbst um 1620. Man siehet einige von seinenGemählden in den Kirchen zu Brüssel, Mecheln ,Brügge , u. s. w Oe§campL l. 26V.

Ack oder Acqui. S. die Artikel Achenund Horr.

Aquarell i( ) lebte um 1640, und mahltezu Neavel in Kirchen und Pallästeu allerhand Ver-zierungen und Perspektive in Gesellschaft eines an-dern nicht sehr gekannten Mahlers, Namens Ho-rn; Scoppa. Acquarelli war auch in Erfindungallerley künstlicher Maschinen für Triumphbogen,Gerüsten in Kirchen bey hohen-Fcstanlaßen unddey Aussetzung des Hochwurdigen Sacraments,sehr geschickt. Domenrci II. 2,4.

Acquasparra, ( ) ein Künstler, von wel-

chem man in der Villa Borghese bey Rom einGemälde siehet, worin das Ringelrcnnen, welchesin dem Hofe des Belveders unter Paul V. Regie-rung gehalten wurde, vorgestellt ist. 7 rt/.

Acraqas, ein antiker Silberarbeiter, erlangteeinen großen Ruhm durch seine mit Jagden ausge-zierte Trinkgeschirre, von welchen man ehemalseinige in des Bacchus Tempel zu Rhodus auf-behielt. /Ü2H 1 ^. XXXII. L. -2.

Acrius priscus, ein antiker römischer Ma-ler, lebte um /V C. 70. unter der Regierung Kay-ser Vespasians, der ihn in Gesellschaft Corneliuspinus einen neulich aufgeführten Tempel mit Ge-mälden auszieren ließ. M»i»§ H. XXXV. e. 10.

Acursi, (Johann) Joh. Baptist BareUl,Vsslarchejini, Caspar lJadi und Ventura, waren

Adams. A

von dem XI. bis zum XVI. Jahrhundert berühmteBaumeister zu Bologna , I. p. 28.

Adam, (Caspar Balthasar) ein jüngerer Bru-der der nachfolgenden L- S. und pJ. S. Wardvon dem König in Preussen nach Berlin berufen-wo er als Hofbildhauer verschiedene Werke verfer-tigte, besonders aber zu Potsdam und Sanssouci sich hervorthat. Nach seines ältern Bruders Ab-sterben erhielt er von dem König Erlaubniß, in sei-nen Familienangelegenheiten eine Keife nach Paris zu thun, wo er seinem Bruder (176t ) im Tod baldnachfolgte. Nachrichten von Rünstlern rc. I. 7.

— — (Hicronimus). S. Odam.

* — — (Lambert Sigisbert ) ein berühmterBildhauer, geb. zu Nancy 1700. Er arbeitete zuParis , und verfertigte, unter vielen andern schönenWerken, zwey Jäger-Nymphen für den König, dieaus einem einzigen Stücke Marmor in der Pro-portion von 8. Schuhen gearbeitet sind. Ausserdieser Hauptstadt findet man in den Künigl. Schlös-sern und andern Lusihäusern, als zu Versailles ,Dellevue, St. Clond, Ncuilly, Grosbois ic, vonseiner Arbeit. Man siehet auch von ihm zu Ber-lin zwey Gruppen, welche die Jagd und die Fi-scherey vorstellen; in diesen bemerkt man seine aus-nehmende Geschicklichkcit- Adam hatte eine Woh-nung im Louvre; er war Professor der Känigl. Aka-demie zu Paris , und starb 1769. Die Knnstlcr-Academien von St. kucas zu Rom und Clemen-tina zu Bologna erwählte» ihn zu ihrem Ehren-mitgliede. Lrice.

— — (Niclaus Sebastian) des obigen Bru-der, geb. zu Nancy 170h. arbeitete zu Paris . Dortsieht man von ihm: An dem Portale der Kircheder Peres de l'Oratoire zwey Basreliefs, wel-che die Geburt und die Sbelenangst Christi vor-stellen: Zwey Figuren an dem Portale der Chambredes Comptes: Die Himmelfahrt Mariä in der Carpelle des Collegiums von Grammont: Die India-nisch-Christliche Religion in der Jesnitenkirche derStraße St. Antoine rc. Andres zu Versailles undSt. Denis. Auch verfertigte er das Grabmalder Gemahlin des Königs Stanislauö von Polen -welches in der Kirche Donsecours nahe bey Nancy aufgerichtet ist. Er war Professor der Königl.Academie Nach den Zeichnungen eines dieserKünstler Adam kennt man eine Sammlung vonantiken griechischen und römischen Bildhauerstücken,welche in den Ruinen der Pallästen Nero undMarias gefunden worden, geezt.

— — (Sigisbert Michel) ein französischerBildhauer, folgte Caspar Balthasar Adam inder Stelle eines Konigl. Preussischen Hofbild-hauers, verließ aber, ohne daß man die Ursachedavon wußte, 177«. seinen Posten, und gieng wie-der nach Paris . M Oesterreich.

— — ( ) ein Papierhändler, Blandin, sein

Schüler, Forcroy, ein Kartenmacher, Flaman,vaseau, Goupp u. s. w. Alles französische Form-schneider, verfertigten mitvielerGeschicklichkeitFor-men zu Tapezerey-Papier. Sie lebten um den An-fang des XVIII. Jahrhunderts, /'a/ü/iau I. 022.

— — Wenn man die Worte sculpsit,oder scultoro auf Kupferstichen findet, be-deuten sie A. Ehisi.

— — von Frankfurt ; ein Beyname des be-rühmten A> Elzheimers.

* — (Peter) ein Musivarbeitcr zu Rom ,lernte bey Philipp Cocchi. Man findet von seinerArbeit in der dastge» St. Peterskirche und an derFacade der Hauptkirche zu Orvietto. Er lebte um

Adams, (Monsü) ein Bildhauer aus Lothrin-gen, arbeitete um rdüu. zu Rom , wo er unter desRitters Bcrnini Aufsicht die riesenförmige Statuedes Ganges an dem prächtigen Brunnen des PlatzesA 2