4 Adams.
Navona aus Marmor verfertigte. Andere Schrift-steller nennen ihn Claudius Francese; daher zuvermuthen ist, er sollte Claudius Adam heissen.Dieser Künstler muß bey seinen Landsleuten ganzunbekannt seyn, und findet man seinen Namenweder bey Gueudeville noch in andern franzö-sische» Scribenten. Es ist nicht zu zweifeln, ersey der vorgemeldten Adams naher Anverwand-ter- Man hat bey Durchlesung der Künstlergeschich-ten öfters den Anlaß das unglückliche Schicksal frem-der Künstler, welche mit einigem Ruhm in Italien und anderswo arbeiten, zu beklagen, indem sie theilsvon den Schriftstellern, besonders den italienischen,unter der allgemeinen Benennung ihres Vaterlandsangeführt werden, theils selbst ihre Namen nachder Mundart derjenigen Nationen abändern, beywelchen sie arbeiten, wodurch sie bey den ihrigenunkenntlich werden, und endlich in Vergessenheitgerathen. Die vielen in diesem Buch angezeigtenArtikel der Fiaminghi, Tedeschi, Francest rc.beweisen dieß. Dti.
* Adams, (James) ein englischer Bau-meister und des folgenden Roberts Zeitgenoß,war ein Mitglied der Antiquarier zu London . Manhat von ihnen beyden gemeinsam eine Beschreibungdes prächtigen Landpallastes des Herzogs von Nort-humbcrland in der Grafschaft Middlesex.
* — — (Robert) ein Schottländer, war Bau-meister des Königs und der Königin von England.Er gab 1764. die Ruinen von des Kaysers Diokle-tians Pallaste zu Spalatro in Dalmatien ingr. Fol.mit 71. Kupfern und englischem Texte heraus. S.den Artikel Clerlsseau.
Adda, (Franz Graf von, ein Herr, welcherin der Kriegs- Dicht- und Malerkunst viele Ge-schicklichkcit zeigte. Zum Beweise dieses letztemdienet ein Altarblatt in der Dominicancrkirche St.Maria delle Grazie zu Mayland, welches St. Jo-hann den Täufer vorstellt, und für seine Arbeitausgegeben wird. p. 182.
* Adler - paticinia, (Philipp) einer derersten Kupferstecher, dessen Zeichen man auf demBildniß eines H. Christophs gefunden, und vonChrist S- 71. angeführt wird. Dieses Blatt istin Holz geschnitten und 1218. datirt. /ÄxMo» 1 .143.
Admiral, (Johann oder Jacob) ein berühm-ter Künstler zu Leyden . stellte in verschiedenen mitFarben abgedruckten Kupferstichen Bildnisse undbesondere Theile des menschlichen Körpers sehrnatürlich vor, die auch deswegen von den Ken-nern gelobt werden; man findet sie in Ruyfchen'sSchriften. Vermuthlich eben dieser Admiral gab1746. eine Sammlung von Insekten, welche er inZo. Jahren aus Frankreich, Holland und Englandzusammengebracht hatte, auf 22. Blattern heraus.Göttmger gelehrte Zeitungen, 17^6-
Admon, ein antiker Edelsteinschneider. Manfindet von seiner Arbeit und mit seinem Namenbezeichnet, einen trinkenden Hercules in Carniolgegraben, Xto§c/r 1.
Adolfs. S. den Artikel Franz Giardoni.Er ist ohne Zweifel A> Gaap.
Adoni, ( ) ein Edelsteinschneider zu Rom ,
um den Anfang des XVII. Jahrhunderts. Seinemeiste Arbeit bestand in, zum Vorbilde der ehelichenTreue, in einander geschlagenen Handen, welchegemeiniglich in Trauringe gefaßt wurden. 6m-p. 5 g.
Adonis , ein Bentname von Cornelius deLunyn.
Adriaanszen, (Alexander) von Antwerpen ,ein braver Maler in Blumen, Früchten, Thieren rc.von welchen er die Fische vorzüglich wohl darstellte,Seine Blumen sind leicht und durchscheinend, under gab seinen Gemälden eine gute Haltung. DieserKünstler blühcte um 1620. /ALca»rx>L II. 365 .
Aertgen van Lcyde.
Adrianus, römischer Kayser. Derselbe übtemehrere Künste und Wissenschaften; unter die-sen waren auch die Maler- Bildhauer- und Gieß,Künste. Er verfertigte Bilder in Marmor undErz, malte auch mit Fleiß und Ruhm Fruchtstücke.
Adrianus. S. Andreani.
Aebli (Matthäus) von Glarus , lernte ohneandere Anleitung als durch bloßes Zuschauen beyeinem gemeinen Pittschierschneider, der auf öffent-lichem Jahrmarkt arbeitete, diese Kunst im 24. Jahreseines Alters. Aus Mangel nöthiger Instrumen-te brauchte er Anfangs eine Schusteralse, wo-mit er etwas in Messing grub; auf dessen glück-lichen Erfolg schaffte er sich schicklichere Instru-mente an, die er zum Theil selbst verfertigte. Die-ser geschickte Künstler, der nicht das Mindeste aufPapier zeichnen konnte, lieferte gleichwohl Siegelund Pettschafte in Stahl und andern Metallen,die sich mit den schönsten vergleichen lassen. Ermachte auch als Medailleur eine Probe, indem ersein eigen Bildniß in Stahl schnitt und für seinPettschaft brauchte. Aebii starb um 175». in derBlüthe seiner Jahre. IVnEm. 7 /e/v.
Mrc.
Aegl'ueta, ein antiker Bildformer und ge-schickter Gießer, war des Pasias Bruder.
1.. XXX V. 6. 2.
Aelsheimer. S- Elzheimer
* Aelst, (Evertvan) geb.zuDelst 1632. Malteleblose Gegenstände; als todte Vögel, Kräuter,Blumen, Harnische, Sturmhauben rc. mit einerguten Färbung und einem zarten Pinsel; daherseine Gemälde, wiewohl sie nichts Wichtiges vor-stellen, jederzeit sehr wohl bezahlt wurden. Erstarbi 658 . II. 70.
*— — (Niclaus van) ein Kupferstecher vonBrüssel, arbeitete um i 55 o. zu Rom , wo er Ge-bäude und Bildsäulen aus dem Alterthum theilsselbst in Knpfcr stach, theils anderer KupferstecherArbeit im Verlag hatte. Er arbeitete auch nachG. Ghisi und andern Meistern. Christ führt seinZeichen S. 329. an.
— — (Wilhelm vail) Everts Bruders-Sohnund Schüler, den er übertraf. Er malte Blumenund Früchte, insonderheit Trauben in größter Voll-kommenheit. Seine Färbung ist schön; seine Blu-men sind leicht und natürlich. Er hielt sich vierJahre in Frankreich, und sieben Jahre in Italien auf, wo er bey Cardinalen und andern großenHerren in Ansehen stand. Vilhelm kam 1626.in sein Vaterland zurück, ließ sich zu Amsterdam haushablich nieder, und starb daselbst 167g. Dr§-cKMjvL II. 277.
----- (van) ein Beyname von peterRoeck.
Aenea, (P.) ein holländischer Kupferstecher,arbeitete um 1680. in Echwarzkunst. Man hatvon ihm Bildnisse rc.
Aeneas-V r c us. S. vico.
Aenvanik, ( ) der Name eines unbekann-
ten Mahlers, welcher sich auf einem Gemälde derFürstl. Lichtensteinischen Galerie befindet: Es stelltGläser, Trauben, Austern rc. vor, und ist mit einervortreflichen Manier ausgeführt. Rr«ti S. 112.
Aep, d. i. Äff, ein Spottname von FranzZZeeldemaker.
Aepolion, ein antiker Edelsteinschneider, vondessen Arbeit der Kopf des Kaysers M. AureliusAntoninus bekannt ist. S. Xro§r/r 2.
Aeratostbenes, ein Baumeister von Siena blühete mit VitruviuS . A. ^»toüre.
Aerrgen van Lexde. S. Claessoon.