Band 
Erster Theil.
Seite
7
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Agostini.

Volke dem Alcamenes, als seinem Mitbürger,zugesprochen ward; zwar nicht weil seine Arbeitjene übertraf, sondern aus Neid, da der Pöbelnicht gestatten wollte, daß ein Fremder den Siegdavon trüge. Agoracrirus verkaufte dann seineVenus mit dem Bedinge, daß dieselbe niemals zuAthen ausgerichtet werden sollte, und nannte sieNemesis. Noch kannte man von ihm die Bild-säulen der Jtonrschen Minerva und des Jupiters imTempel dieser Göttin. Er bluhete um die 88. Olym-piade. /Nnr'AL ft. XXXV. L. 5 .

* Agostini. S. Sanragostini.

Agosriniano (Fra Ccsare). S- Eesar.

Agostino, (Caspar d') ein Maler und Bild-hauer zu Siena , arbeitete um i s)»o. an dasiger Dom-kirche pecci.

Agrate, (Anton) ein Architecturmaler zu May^land, von welchem 172g. eine von den Kapellen derKirche St- Maria del Carmiue gemalt wurde. Dieganze Angustiner-Nönnenkirche St. Maria dcgliAngeli zu Brescia ist von der Hand dieses Künst-lers geziert, wozu Carl Carloni die Figuren gemalthat. Hnirmsta.

Agraro; Beyname von Marc /errerio.

* Agresti, (Livius ) einMaler vonForli,lerntebey Peter Buonacorsi, genannt Perino del Vaga .Er gieng mit dem Kardinal von Oestreich nachDeutschland , und verfertigte daselbst Verschiedenes.Nach seiner Rückkehr arbeitete er zu Rom in demVatican für Pabst Gregorius XIII. Unter vielenseiner Altarbläkter findet man drey in der Spithal-kirche zum H. Geiste, woselbst er sich zur Ruhesetzte, und sein Leben um 1H80. beschloß. In sei-nen historischen Erfindungen war er »»gemein reich,und in allen Theilen der Malerey erfahren. SeineZeichnung ist sehr richtig, und er zeigte überhauptein erhabenes Genie I. B. Cavalleriis, G. Al-bcrti, C. Cork rc. haben einiges »ach ihm gestochen.

LaZ/ro»i p. 18.

Agr i'cola, (derHeilige) BischofvonChalonsan der Saone, war in der Baukunst erfahren. Nachseinem Angeben sind die dasige Cathedral- und vieleandere Kirchen erbaut worden. Agricola ließ dieseKirche herrlich von Marmor mit schönen Säulen,Musivarbcit und Gemälden auszieren, woraus er-sichtlich ist, baß man schon dazumal in Frankreich auf die Zierathen mit gesehen habe, um solche mitder Festigkeit und Dauer glücklich zu vereinigen.Er lebte um d. I. (iuu. Grüble«.

* — — (Christoph Ludwig) von einer vor-nehmen Familie in Regenspurg geb. 1ÜH7., wardein vortreflicher Landschaftenmaler, welcher dieNatur zur Lchrmeistcrin wählte, ganz Europa durch-reiste und die besten Kunstkabinette mit seiner un-vergleichlichen Arbeit bereicherte. Er starb in seinemVaterlande 1719. Es ist wohl kein Vorfall, denjemals ein Künstler in Landschaften vorstellen kann,welchen Agricola in seinen Gemälden nicht ausge-führt hätte. Am liebsten hielt er sich zu Neapel und Augspurg auf. Nachrichten von Lünst-lern u. s. f. l. 112.

— — (Georg) ein geschickter deutscher Mecha-niker, wirb von Loniazzo angeführt.

— — ( ) ein Künstler z» Berlin , verfer-

fertigte um 1768. Zeichnungen von Landschaften,Feldschlachten, Vögeln, Blumen und Früchten,die er mit großem Fleiß in Wasserfarben ausführte.

Agrippa , (Camillus) ein Baumeister vonMayland, lebte um 1H70. und wird von Beman-nt unter den Künstlern, die an der Peterskirchezu Rom gearbeitet, angeführt.

Agtschellings. S. Achrschellings.

Aguero, (Denedikt Emanuel d') ein Malerzu Madrid , lernte bey I. Baptist del Mazo. Erwar vornehmlich in Landschaften berühmt, welche

Airola. 7

er mit sehr schönen Figuren und Historien zierte.Man findet von seiner Arbeit vornehmlich in denköniglichen Pallästen Aranjuez und Buenretiro. Erstarb um 1670. im 44 - Jahre seines Alters, ^e-/a^co i44-

Aholiab, ein Jsraelit aus dem Stamme Dan,arbeitete mit an der H. Stiftshütte. Er wird L-ro-L. Zi. v. 6. angeführt.

Aicard 0, (Johann) ein Baumeister von Cunioin Piemont. Derselbe sah sich die Stadt Genua zuseinem Wohnplatz und zur Ausübung seiner Kunstaus, wußte sich bey jedermann beliebt zu machenund ward bey allen Anläßen, wo es um öffentlicheoder Privatgebaude zuthun wak, zu Rath gezogen.Die Republik selbst vertraute ihm den Bau seinerFruchtmagazine bey der Pforte St. Thomas, unddie Wasserleitung von Calzolo, die von 18. Meilenher über Berge geleitet werden mußte; andererseiner aufgeführten Gebäuden zu geschweige». Ersiarb zu Genua vor ikiW.

— — (Joh. Jacob). Von seinem Vater Jo-hann in der Baukunst unterwiesen, machte er sichdiese Gelegenheit so zu Nutze, daß er dessen hin-terlassene Arbeit, unter welchen vorgebuchte Was-serleitung sich befand, fortsetzen konnte. Fernerbauteer die Salzmagazinc der St. Markuskirche gegen-über. Die königliche und die Kaufmannsbrückenwurden von ihm erweitert; auf die erste setzte ereinen, mit vonreflichen Bildern von Marmor ge-zierten Brunnen, dessen Wasser den großen Schif-fen wohl zu statten kommt. Erst. nmil) 5 c».

* Argen, (Carl). Friedrich Angst und JosephMyldorfer, Maler; Makhäus Donner, Balt-hasar Mol und Jacob Schiererer, Bildhauer,waren von i/hi. bis 1724. Profestores der MalersAcademie zu Wien . Joh. Adam Loescher beklei-dete daselbst die Stelle eines Lehrers der Baukunst.Hagedorn S. 028.

Alguanl , (FraterMichel) Carmeliter-Ordenszu Bologna , Doctor der Theologie in der Facultatzu Paris , und achtzehnter Genera! seines OlDenö >auch unter verschiedenen Regierungen pabstlicherRath und Verfasser einiger Schriften. Derselbewar zugleich ein vortreflicher Bildhauer, wie sol-ches an einigen Monumenten und kleinen Bildernin der Carmeliterkirche St. Martins maggiore inBologna zu sehen ist. Man sagt, daß, gerade wieer mit seiner Bildhauerarbeit beschäftiget war, dieZeitung eingetroffen, er sey in die Zahl der Car-dinäle aufgenommen worden. Er starb um ijoo»p. 42t.

* Alk man n, (Wilhelm) ein Engländer, legte

sich auf verschiedene Wissenschaften und schoneKünste, unter welchen auch die Malerey war. Erstudirle nach den berühmtesten Meistern der italiä-nischen Schulen und erlangte hierdurch eine genaueKenntniß der verschiedenen Manieren. Nach dieserrichtete sich der Herzog von Kinston, sein Gönner,in Anschaffung vieler Gemälde, die Aikmaml fürdiesen Herrn in Italien aufkaufte. Er st. 174h.F. Milvus, G. White rc. haben nach ihm in Kupfergestochen. /ftoreutmo D. IV. p. 291.

Aimo, (Dominicus) genannt vangnano,ein Bildhauer zu Bologna, arbeitete zu Rom undzu Loretto. Man hält die marmorne Statuen derH. H. Dominicus und Franciscus in der KircheSt. Petronius zu Bologna , und eben so das Dild-niß Pabst Leo X. auf dem Capitol zu Rom fürseine Arbeit. Er lebte um GZo. ME/sti p. 55l.

AlllZ- S. Heinz.

Airola, (Angela Veronica) eine edle Genue-scrin und Ordenöfrau des Klosters St. Barcolo-meo dell' Olivella, lernte die Zeichnung und Ma-lere» bey Dominicus Fiasella. Sie malte für ihrKloster und für einige andere Kirchen ihrer Geburts-stadt, neben Andern, ein schönes Altarblatt, wel-ches in der Kirche Jesus-Maria von ihrer Arbeit