ir Alexander.
Glück erbebte den Agarhocles, einen Töpfer, aufden königlichen Thron, und erniedrigte diesen Ale-xander, einen Königssohn, so sehr, daß er seinenUnterhalt mit der Handarbeit suchen mußte. ?irr-
iar'c/rr».
Alexander, ein atheniensischer Maler, vondem man unter den Ruinen der Stadt Herculanum ein Grau in Grau aufMarmor gemaltes und mit sei-nem Namen bezeichnetes Stück hervorgegraben, wel-ches in der Sammlung des Königs beyoer Sicilien zuPortici aufbehalten wird. Vo^a^e ä'uu kran-9018 eu Imlie. VII. 84.
— — ein antiker Edelsteinschneider, stellte aufeinem Sardonier den Cupido, welcher einen Löwenbezwingt, nebst zwey Nymphen sehr schön vor.-No§cü x°. 6. Sein Sohn Cluintus wird vonWllickelmann in: lVlonumenti, Nrsttsto pre-Ilminare p. 78. angeführt. Man findet seinen Na-men auf einem zerbrochenen Sardonier, auf wel-chem man nichts weiter als die beyden Beine einesMannes bis auf die halben Schenkel stehet.
— ein italienischerMaler, lernte bey Jo-hann Nanni von Udine . Ward von Kapser CarlV. nach Spanien berufen, wo er mit Julius,seinem Mitschüler, in den vornehmsten Pallästenarbeitete. Verschiedene von ihren Werken werdennoch in dem Schlosse Alhambra an Getäfel, Sälen,Galerien:c. gesehen und bewundert. Beyde gien-gen in ihr Vaterland zurücke, und starben um i 53 o.5.
Alexander, ein französischer Bildhauer, ar-beitete um 1760. zu Paris und war ein Mitglied derZlcademie S. Lucas. Ein Kupferstecher gleichenNamens arbeitete zu gleicher Zeit und in gleicherStadt nach P. I. Cazes rc. Dann ist dieses auchder Beyname des A. Ubelescht.
Alexandrts (Alexander de). S. Alesfandris.
Alexanor, ein antiker Bildhauer, Machaons Sohn und des Aesculapius Enkel. Baute seinemGroßvater zu Ehren einen Tempel. 1 .. XI.
Alexts, ein antiker Bildhauer von Sycion ge-bürtig, lernte mit Argius und Asopodorus bey demPolycletus. /Äm'r-L 1 ^. XXXIV. L. 8.
— — (Galeatius). S. Aleßi.
* Als ( ) machte sich um die Mitte des
XVIII. Jahrhunderts mit der Miniaturmalern) zuWien berühmt. Frankfurter gelehrte Anzeigen,
1775. x°. 34.
Alfani, (Dominicus di Paris ) ein Maler zuPerugia , lernte bey Peter Vannucci, genannt Pe-rugino, und suchte die vortrcfliche Manier seinesMitschülers, des Raphael Sanzio , nachzuahmen,bey welchem er sich zu Rom einige Zeit aufgehal-ten hatte. Man sieht von ihm ein Marienbild inLer Kirche St. Augustinus zu Perugia . Er starbum 1620. im 37. Jahre seines Alters, /^co/r p. 62.
— — (Emanuel). Von diesem Künstler, derum 1730. blühete, sieht man in einer Kapelle derKirche S. S- Celso und Giuliano in Baucht zuRom ein Gemälde, welches die H. Maria Mag-dalena vorstellt. Trti.
— — (HorazdiParis) desDomiNl'cusBru-der, lernte auch bey Peter Perugino. Er studieresieissig nach Raphaels Werken und arbeitete in sei-nem Vaterlande in Del- und Frescofarben. Seinevornehmsten Bilder sind in der Kirche St. Fran-ciscus zu sehen, deren eines in der Kapelle delGonfalone die Vermählung der H. Cakharinaund zwey andere die Mutter Gottes mit etlichenHeiligen, und die Geburt Christi vorstellen. Erstarb um 1666. 62. Jahre alt. /'arro/i p. 73.
Alfanz ( ) ein Bildhauer zu Wien , lernte
bey Balthasar Permoser. Er arbeitete zu Berlin ,wo er die zwey Löwen verfertigte, welche das Gar-tenportal an dem Pallaste des Grafen von WaM
Alghisi.
in der Wilhelmsstraße zieren. In eben diesem Gab-ten sieht man zehrn Vasen von seiner Arbeit. Be-schreibung von Berlin rc. S. 5 gi.
Alfaro, (Don Johann de) von Corduagebür-tig , lernte bey Anton del Castillo und Diego Dekas-quez. Er malte sehr schöne kleine Bildnisse, histo-rische Stücke und Landschaften. Man sieht von sei-nen öffentlichen Gemälden in dem Oratorio der Kar-meliter außer der Stadt Cordua eine Geburt Christi,und in einer Kapelle des Kayserlichen Collegiums zuMadrid den Schutzengel, welche sehr hochgeschätztsind. Alfaro starb um 1680. in der Blüthe seinerJahre, X". 167..
Alfelr. S. Arrvele.
Alfiano, (Epiphanius de) von Valombrosägebürtig, Prior des Klosters zum H. Geist zu Flo-renz . Ein Kunstliebhaber, der um 1600. nach F.Vanni u. a. geetzt hat.
* Alfieri, (N. Graf von) von Asti in Pie-mont, war um 1760. Baumeister des Königs vonSardinien . Derselbe hat die schöne Reitschule zuTurin , die Galerie und die.Orangerie des König-lichen Schlosses Venerie gebaut, und das LustschloßStupinigi bedeutend vermehrt. Volkmann
* Akgardi, (Alexander) ein Bildhauer undBaumeister von Bologna , lernte bey Julius Ce-sar Conventi, folgte der Carracci Manier , undward einer der berühmtesten Künstler seiner Zeit.Seine beßte Arbeit ist das vortrcfliche Basrelief inder St. Peterskirche zu Rom , welches die Ge-schichte des H. Leo mit Attila vorstellt. Die vor-dersten Figuren dieses Stücks sind ganz, und dieHintern halb erhoben. Die Zusammensetzung ist sehrschön und mit so viel Feuer als Klugheit angeord-net; die Manier ist groß und natürlich, der Cha-rakter seiner Zeichnung ist sehr richtig, die Köpfesind schön und wohl ausgedrückt, die Figuren vonzierlichem Styl und die Gewänder wohl gefaltet,zeigen das Nackte sehr gut und sind mit einer gros-sen und flachen Manier ausgearbeitet. Pabst Jnno-cenz X. ließ ihm dafür 10,000 Thalec auszahlenund beehrte ihn mit dem Christusorden. Algardi starb zu Rom i 654 - 56 . Jahre alt, und ward inder Kirche seiner Nation begraben. Seine Manierwar fertig, fruchtbar und sehr verständig, so daßer hierin keinem Bildhauer seiner Zeitweichen durfte.-Man sieht auch von ihm zu Bologna eine Gruppe,die Enthauptung des Apostels Paulus vorstellend,und in den Gärten des Königl. Schlosses Aran-juez in Spanien sind zween Springbrunnen miteinigen Gruppen metallener Figuren von seiner Ar-beit geziert. Die Jtaliäner nennen ihn il Guidone i Marmi. Es ist aber zu bedauern, daß erseine beßte Zeit mit Modellen von Kreiden undWachs zubringen mußte; daher er sich oft beklagte,man suche sogar ihm den Namen eines Bildhauersstreitig zu machen. Einige tadeln seine öfters ge-manierte Gewänder; zuweilen aber sind sie schönund edel. Dann verdient er auch großen Ruhm inkleinen Genien, von welchen man eine Menge inModellen von seiner Erfindung sieht. Von seinerGeschicklichkeit in der Baukunst zeugt der vortref-liche Pamphilische Gartenpallast Belrespiro vor derPorte St. Pancrazio zu Rom . Endlich radirte Al-gardi i6/,6. mit Simon Guillain die Handwer-ker und Ausrufer der Stadt Bologna nach des Han-nibal CaraccioZeichnungen. Metelli, Poilly, Frey,Peroni rc. haben hinwieder nach seinen Werken inKupfer gearbeitet. Le/iori x. 248.
A lghisi, (Galassus) ein Civil- und Kricgsbau-meister von Carpi, schrieb ein Bnch von Festungs-werken, welches er 1670. KayserMaximilian II. zu-eignete. Die Niederländer wußten sich dieses Werksbey Anlegung ihrer Festungen sehr wohl zu bedienen,vasari gedenkt dieses Künstlers in der Lebensbe-schreibung des Hieronymus Earpi. Er rühmtsein vortrefliches Genie, und urtheilt aus seinen Zeich-nungen , Alghisi würde weit Mehreres in der Bau-