A n t i q u u ö.
drien. — Ein anderer Autiphilus, welchen plisnius mit Obigem vermischt, war gleichfalls be-rühmt. Dieser Schriftsteller gedenkt eines Knaben,der Feuer anblast; einer Werkstatt« von Weibern,welche Tapeten wirken; eines Ptolomäus auf derElephantenjagd, und, welches für sein vornehmstesStück gehalten wurde: Eines Faunen mit einer Pan-rherhaut gekleidet, welcher die Hand vor die Stirnehalt, um die Augen vor der Sonne zu bewahren.
XXXV. E. ri. — Ein dritter Antiphi-lus, Bildhauer und Baumeister ; arbeitete mit lMe-gacles und Ppkhaus an dem carthaginensischenSchatzhause, nahe bey Sycion, an welchem mandie Staküc des Jupiters von einer ausserordentlichenGroße und ungemeincr Schönheit, nebst einigen denSyracusern abgenommenen Beuten, sahe.
Lnu/nc I.. VI.
Antiquus, (Johann'! ein Geschieh ts- und Bild-nißmaler zu Breda, geb. zu Groningen 1702., lerntebey Gerard van Been, einem Glasmaler, und beyI. Abel Wassenbergh. Johann reisete mit seinemBruder Lambert, einem guten Landschaften- undZierrarhenmaler in Italien , wo er sechs Jahre inDiensten des Großhcrzogs zu Florenz arbeitete, undin dieser Zeit vier Reisen nach Rom machte, wo eralle Merkwürdigkeiten abzeichnete, auch zum Mit-glieds beyder Acadcmien aufgenommen wurde. Nachdes Großherzogs Absterben kam er in sein Vaterlandzurück; dort malte er die Kuppel des fürstl. Garten-saals zu Breda , und ward zum Hofmaler angenom-men; in diesen Diensten verblieb er neun Jahre, ver-fertigte viele Arbeit, und starb zu Breda i? 5 o. /(u»600/ II. 507.
Ant i (rares, Baumeister zu Athen , von wel-chem virrnvius meldet, er habe mit Caleschros,Anrimachides und porinos, das Fundament zueinem Tempel des olympischen Jupiters auf Befehldes Pisistrates gelegt. Diese Künstler blüheten in der69. Olympiade.
Anrisrius. S. Labes.
Anriveduro. S. Gramarica.
Ankörne, (Johann) ein Baumeister und Ge-neral-Feldmesser des Departements von Mez, gabdie Zeichnungen zu verschiedenen öffentlichen Gebäu-den" Neben andern, baute er um 1762. für den Chur-fürsten von Trier das schöne Schloß Philippsfreudzu Wirklich. Dieser Künstler schrieb eine Abhand-lung von der Baukunst, die 1768. Trier 4 °.gedruckt ist.
— — (Sebastian) Kupferstecher von Nancy gebürtig, arbeitete mit A. Hcrissct, Aveline, Euru-gue, Thomaßin, Flipart, Crcpy, Jacob, Duflos,Chateau, M M. Hortemcls, Eochin, Audran, M.I. Rcnard, Fonbonne, Dubos , Resmond an einemWerke, betitelt: Verzsilles immortaliss etc. II.Bände 4 °. Paris 1720. /stse ZE-a/c etc. p.
— — Buchdrucker und Formschneider zu Metz,ist in dem Art. Luclaus Caron angeführt.
Anron, (Georg David) Professor der Geome-trie, Architektur und Perspectiv der 17H1. neuerrich-teten Zeichnung- undMaler-AcademiezuKoppenha-gen: I. Salonion Wähler, Michel Cordes, undErnst Heinrich Loeffler, Lehrer der freyen Zeich-nung. Der Oberste von der Infanterie, Hofbaumei-ster und Kirchenaufseher Niclauö Eigrrved warDi-rector dieser Academie, und die Mitglieder derselbenwaren damals: Der Hofbildhaucr le Clerc, derHofmaler Carl Gustav pilo, der HofkupferstechcrI. Martin preißler, und die beiden HofbildhauerSimon Carl Stanley und Joh. Christoph pezolr.
Anton, (Martin) ein Priester, von welchemman in der vatikanischen Büchersammlung ein Bre-vier in Handschrift mit vortreflichenMignaturgemäl-Len geziert, zeigt. Er verfertigte solches um 1^87.für Matthias Corvinus, König in Ungarn . Blainsville III. iZZ.
Aneonello; ein Beyname von A- Mamer-rini, und A- Ricci genannt Barbalonga.
Antropographus. 2Z
* Anroni, (Anton degli). S. Rizzino.
Anron jano, (Anton) Maler von Urbino ,lernte bey Friedrich Baroziv. Man findet von seinerArbeit auf dem Haupkaltar der Kirche St. Thomaszu Genua eine Tafel, welche diesen Heiligen vorstellt,nebst einer andern, worin die H. Jungfrau, St.Johannes der Täufer und St. Nicolaus von Lolen-tino sich befinden; sie sind von gutem Colorir, aberdie Zeichnung ist nicht allzurichtig. Er ahmte dieManier seines Lehrmeisters vollkommen nach undblühete um den Anfang des XVII. Jahrhunderts,p. 296.
Anronians, (Silvius) Formschneider, vonwelchem man ein kleines Buch in iv° von GabrielFaerniis Fabeln sieht, welches i5d7. zu Antwerpen bey Christoph Plantin gedruckt ist. Er hat aucheinige Stöcke zu Johann Gambucs Sinnbildern,die an gleichem Orte i 566 . erschienen, geschnitten./Ä/u'üo» I. 2Z8. u. 626.
Anroniasso, (Anton genannt) Maler zuRom, und Lancilajo von padua , wurden zuAnfang des X VI. Jahrh, unter die beßten Künstler,die zu Rom arbeiteten, gezahlt, vasari gedenktihrer in der Lebensbeschreibung des jungem PhilippLippi.
Anronilez, (Don Joseph) Maler von Se-villa, lernte bey Franz Ricci. Man findet in seinenWerken einen guten Geschmack und eine glühendeFar-bung. Seine Arbeit bestand in Landschaften, Bild-nissen und Geschichten/ von welch letztem in derKirchöSt. Magdalena de Alcala die Empfaugniß Mariaund der gute Hirt zu sehen sind. Er starb zu Madrid 167b. 40. Jahre alt. /^/arco 1-Z8.
Anronini, (JohannBaptist) ein Bildhauer.S. den Art. Anton Alignini.
Anroninus, der Römische Kayser, lerntedie Malerey bey Diognctus. An/mc
— — Römischer Rahtsherr, baute;» Epidau-rus ein Pantheon und einige andere Tempel. Erwird von Pausanias angeführt.
Antonio, (Don) ein Beyname des A- vanHeuvelen.
— — (Fra) von S. Michele del Bosco; einBeyname des A. Afinelli.
— — (Peter) Maler von Cordua, lernte beyAnton Castillo. Zierlichkeit und eine schöne Färbungwaren zwey vorzügliche Eigenschaften seiner Ge-mälde, weiche jedermann bewundern mußte. Seinbeßtes Bild, das die H. Rosa vorstellt, findet manin der Kirche St. Paulus, seiner Geburtöstadr. Erst. daselbst 1H75. tii. Jahre alt. ^eiai>co ih?.
Anron isze, ( Cornelius) von Amsterdam ge-bürtig , war in Vorstellung der Städte ein geschick-ter Maler. Man steht in der Schatzkammer zu Am-sterdam eine Abbildung dieser Stadt, wie sie beyihrer ersten Einschließung in Mauern Ao 1)82. aus-gesehen, und ihZÜ. von diesem Künstler geschildertworden. Dann gab er auch die alte Stadt Amster-dam mit ihren Kirchen, Klöstern und andern Aus-sichten in zwölf Holzschnitten, und eignete solcheCarl V- zu. Man findet diese Blatter noch in denSammlungen einiger Kunstliebhaber. DcLcumxs1. 201.
Anrono;zi, (Franz) Maler, von welchemman in der kleinen Kirche St. Niccolo de Lorenesi zuRom ein Altarblatt sieht. T'rti.
Anrorides, ein antiker Maler, wird von pli-nius H. XXXV. L. 10. mit Euphranor unter dieSchüler des Aristides von Theben gezählt. Er blühetein der 112. Olympiade.
Antreau. S. Autreau.
Antropographus, d. i. Menschenmaler;ein Beyname des Dionysius yon Lolophon.