Band 
Erster Theil.
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24
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24 Antwerpen»

Antwerpen , (Franzvon). SDeti-Juan.

— — (Hugo von) einer der ersten Oelfarben-maler. Noch zu Baldrnucci's Zeiten sah man inder Kirche St. Maria nuova zu Florenz eine Tafelvon seiner Hand. Guicciardini und vasari thundieses Künstlers Meldung. Obgleich er für einenBrügger gehalten wird, scheint es doch sehr glaub-lich, daß er mit dem Obigen der gleiche Mann sey,indem gemeldte Schriftsteller nur des Antwerpers,nicht aber des letzten,, der doch ein eben so geschick-ter Maler und sein Zeirgenoß war, gedenken.

— — (Martin von) ein niederländischer Ma-ler, legte sich auf das Kupfersiechen und schickteseine Blätter häufig nach Italien . Es ist fast nichtzu zweifeln, er habe auch Holzschnitte verfertigt.

I. I^I. Vermuthlich ist er M. Schoenvon Ralenbach.

— — (von) den Beynamen dieser Stadt führ-ten Borgbefe, Joachim Buecklaer, EgidiusEoigner, Caspar Erayer. — Loinazzo führt auchunter diesem Namen zwey niederländische Maler,Johann und Heinrich, an. — Ein Wilhelm vonAntwerpen, vielleicht pauludanus, ist unterdem Art. Wilhelm Ceurius zu suchen.

Anyzi (Augusiin August). S- Anizi.

Anzireville ( ) ein deutscher Bildhauer,

wird für des Johann da Bologna Schüler gehalten.Xerie etc. VII. 3 i.

Apaturlus AIabandaeus, ein geschick-ter antiker Scenenmaler, vereinigte aber seine Kunstnicht mit einem guten Geschmacke. Als er zu Tralliseine Schaubühne machen sollte, stellte er anstatt derSäulen Statuen, Centauren u. s. f. die das Ge-bäud unterstützen, nebst vielen andern lächerlichenund übelangebrachten Zierathen vor.

I.. VII. 0 . 5 .

Apellas, ein antiker Bildhauer, dessen Arbeitmeistens in anbetenden Weibspersonen bestand. /Ä-mr» ll. XXXIV. L. 8.

Apelles, der berühmteste Maler des Alter-thums, war aus der Jnsul Coo gebürtig. Er lerntebey Ephorus und Pamphilus, und blühete unter derRegierung des großen Alexanders. Das allgemeineGerücht, welches diesen Künstler über alle andernMaler erhebt, scheint zu beweisen, daß er unter denAntiken alle Theile seiner Kunst auf den höchstenGipfel der Vollkommenheit gebracht habe. Wasaber seine Werke vornehmlich charakterisier, ist dasAngenehme und das Zierliche. Er hatte eine leichte,edle und liebliche Manier, und mit Einem Wortedasjenige, welches das Herz rührt und den Geist be-belebt. Dieser Talent ist um so viel kostbarer als erselten ist, welchen die Natur alleine gewährt, undder bloße Fleiß nicht erwerben kann. Apelles be-saß überdieß ein großes Genie, eine fertige Erfin-dung , eine geistreiche und geschmackvolle Zusammen-setzung. Die Natur schien seinen Pinsel zu führen;er wußte alle Ausdrücke, alles das Zärtlichste bis aufdie geringste Abwechslung der Farben vorzustellen.Obwohl er sich nach der antiken Manier nur viererleyHauptfarben bediente, war sein Colorit dennoch ver-ständig, natürlich, lebhaft und glänzend. Niemandkonnte die Composition eines gewissen Firnisses,dessen er sich bediente, errathen; dieser hatte, nachdes Olimus Berichte, dreyerley wesentliche Eigen-schaften; er machte nämlich die Farben viel glätter,markigter und zärtcr; er war dem Auge angenehm,und verwahrte das Gemäld vor dem Staube. DieArt, mit welcher er sich dem Protogenes, einemMaler zu Syracusa zu erkennen gab, kann unter die-sem Art. nachgelesen werden. Apelles hatte die Ge-wohnheit, seine Gemälde vor der Thüre seiner Werk-stätte öffentlich auszusetzen, und das Urtheil der Vor-beygehenden hinter einem Teppich anzuhören. EinesTages fand ein Schuster etwas an dem Schuh einerFigur auszusetzen, und der Maler verbesserte solches;der Schuster ward über das richtig befundene Urtheilso dreist, daß er sich unterstand, auch andere Dinge

Apollonides»

ohne Grund zu tadeln, worüber ihm Apelles das zumEprüchwort gewordene: Xe 8utor Ultra crepiüari»zurief. Dieser Künstler war Alexander des GroßenMaler, der ihn öfters in seiner Werkstatt besuchte.Nach dem Tode dieses Monarchen gieng er zu demKönig Ptolomäus in Egypten ; er mußte sich abervon dort wegen einer falschen Anklage (daß er näm-lich nach dem Leben des Königs getrachtet) flüchten.Er begab sich nach Ephesus , und von dem Hasse ge-gen den Ptolomäus und seine andere Feinde begeistertverfertigte er das Bild der Verleumdung, ein vor-treflich und überall berühmtes Gcmähld. Zu des pli-nius Zeiten hatte man noch von diesem Künstler einsAbhandlung von der Malercy in drey Büchern, wo-rin er die vornehmsten Geheimnisse seiner Kunst be-schrieb und einem seiner Schüler, Perseus , zueig-nete. Apelles hat auch in der Bildhauerkunst ge-arbeitet und die Statüe der Cynica, einer TochterArchidamus, des Königs zu Sparta , verfertigt.

Aphrod lsi'us , ein antiker Bildhauer vonTrallis. l.. XXXVi. L. io. meldet, daß

die kaiserl. Pallaste mit den vortreflichsten Statüengeziert waren; einige derselben verfertigten Erarerusin Gesellschaft desOprhodorus, polydecrus mitHermolaus, und ei» anderer pyrhodorus mitArrhemon. Aphrodlsrus aber arbeitete für sichallein.

Apollo oder s) hoebus; ein Bentname vonFranz de wir.

Apollodoro, (Franz) genanntPorcia,warzu Padua sehr berühmt wegen seiner Geschicklichkeitim Bildnißmalen. Er malte den größten Theil derzu seiner Zeit bey dasiger hohen Schule sich aufhal-tenden Gelehrten, und lebte um das I. ifigo. i?r-4 o//r II. 260.

Apollodorus, ein antiker Bildformer, warein sehr strenger Kunstrichter seiner eigenen Arbeit,indem er viele wohlgemachte Bilder, wenn sie nichtvöllig nach seinem Sinne geriethen, in Stücke zer-schmicß; daher er der Unsinnige genannt wurde.Silanion verfertigte die Statüe dieses Künstlers ineiner solchen Stellung aus Erzt S. auch den Art.Androbulus. ZÄUM I.. XXXIV. 0 . 8.

— — ein Baumeister zu Damasco, lebte unterder Regierung des Kaisers Trajanus, und erwiesseine Geschicklichkeit an einigen öffentlichen Gebäu-den. Er baute eine steinerne Brücke von 21. Bogenüber die Donau , und den großen trojanischen Platzzu Rom , .auf welchem er die große Säule, die denNamen dieses Fürsten trägt, aufrichtete Apollodorrus brachte den Trojan durch seine allzufreymüthigeReden wider sich auf, der ihn 0 .1Z0. unter einemerdichteten Vorwande umbringen ließ. LacvMÜe.

— — ein Maler zu Athen , lebte in der 94.Olympiade (I. d. Welt 35 g 6 ). Er war mit einemlebhaften und durchdringenden Verstände begabt,welcher ihn zu Erfindung neuer Schönheiten in derKunst leitete, und auch der erste, der eine gute Ma-nier im Colorit mit einer richtigen Zeichnung verband.Er besaß das Geheimniß, die Natur in allem ihremGlänze vorzustellen, und brachte die Kunst, Lichtund Schatten gehörig auszutheilen, auf einen sehrhohen Grad der Vollkommenheit; daher er derSchattenmaler genannt wurde. Man schreibtihm die Erfindung des Pinsels, und einer Stachel-schrift wider Zeuxis zu; diese war noch zu des pli-nius Zeiten vorhanden. Laro/nöa.

Apollodorus, ein antiker Edelsteinschneider,von welchemSrosch NS10. das Brustbild einer hülf.reichen Minerva anführt.

Apollonides, ein antiker Edelsteinschneider.Man findet von seiner Arbeit in der Sammlung, dieder Baron Grosch herausgab, NS n. u. 12. einenliegenden Ochsen auf einem Sardonier, und eine ste-hende Diana auf einem Ametist geschnitten, vorge-stellt ; beyde sind von einer vortreflichen Arbeit. Win-ckelmann führt in der Beschreibung des Cabinets