Band 
Erster Theil.
Seite
36
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z6 Avice.

nach des F. Terzo Zeichnungen in Kupfer gebracht.Dieses Buch erschien zu Znspruk von 1269. bisi5/Z. 8uppl.

* Avice, (Ritter Heinrich von) ein französi-scher Liebhaber, zeichnete auf königl. Befehl dieKrünungsceremonie Ludwigs XIV. zu Rheimsnach der Natur; sie ward von Johann le Pautreauf drey große Kupferplatten geetzt und erschienr 655 Dieses Werk ist sehr selten geworden. Avicehat auch die Anbetung der Weisen nach N. Poussingestochen, /cke'e §e«e>a/e p. Ho.

Aviler. S. Daviler.

Avitus , (derHeilige) Bischof;»ClermontinAuvergne, baute die Kirchen Notre Dame du Port,S Gene; de Thier, und stellte die baufällig gewor-dene Kirche S. Anatolien wieder her. /^/ibie» V. i6g.

Aulanius Evander, ein alheniensischerBildformer und Schnitzlet. Er ward von Marc Antonius nach Alexandria geführt, und kam vondort mit andern Gefangenen nach Rom , wo er eineEtatüe der Diana, die Timotheus verfertigt hatteund in dem kaiserl. Pallaste stand, ausbesserte. Erlebte >1. L. 20.

Aulizek, (Dominicus) geb. i/ZH.zuPoliczka,einer Stadt in dem Königreiche Bohmen, lernte zuLeutomichel bey Franz Balkak, und arbeitete zu Wien bey Joh. Georg Leutner Er reiste darauf nachFrankreich , England und endlich »ach Rom , wo erin der Acabeniie S. Lucas in der Poussierkunst denersten Preis, und darauf von Pabst Clemens XII l.den Ritterorden vom goldenen Sporn erhielt. Au-lizek verfertigte daselbst einige große Bildhauerar-beit. Durch einen Betrüger, der sich für einen Bi-schof von Ungarn ausgab, büßte er auf seiner Heim-reise sein ganzes Vermögen, das in 1200. Guldenbestand, ein. Endlich kam er durch Vorspruch eini-ger Gönner als Modellmeister in der Porcell-ünfabrikzu Nymphenburg in churbaycrscheDienste. Er machtenicht allein sehr schöneModclle von Thon und Wacbs,sondern auch acht Fuß hohe Statüen für den dasigcnchurfürstlichen Garten u. s. w. Lunstzcrrung 177s.S..

* Aulus. Von diesem antiken Edelsteinschnei-

der zeigt man einen griechischen Reuter, einen vier-spännigen Wagen, die Brustbilder der Diana, desEsculapius und des Ptolomaus Philopator in Sar-donier geschnitten 8t<,5cü ih-29 Minkelr

mann führt auch in seinen a«trc/ii 8°.

Ü8. den Kopf eines jungen Fauns an.

Avogadro, (Peter) Maler zuBrcscia, vonwelchem man in verschiedenen Kirchen seiner Vater-stadt historische Tafel» findet ^rero/cko.

Avolara. S. perer Mignard, seinenSchwiegersohn.

Avondt, (Peter van den) ein niederländischerLandschafter, dessen mit Figuren siaffirte Gemäldein vielen berühmten Cabinetten zu sehen sind. Ermalte auch Figuren in D. Vinkcnbooms Landschaf-ten. Avondt lebte um i 65 ». Man findet Kupfer-stiche nach seinen Werken von Hollar, Moujyn,Eteinweghe rc. Er hat auch selbst geetzt.

Avonrsrer, d. i. Abendstern; ein Bent-name von Daniel Gyder.

Aurelius. S. Zlrelliu«.

Auria, (Joh.Dominicus von) ein vortreflicherBildhauer zu Neapel , lernte bey Johann Merliani,genannt de Nola. Man findet Vieles von seinerArbeit in verschiedenen Kirchen dieser Stadt. Einesseiner vornehmsten Werke ist der schöne SpringbrunnMedina, den Eosmus Fonsaga seither mit einigenBilder» und Zieralhen vermehrt und auf dem Platzevor dem neuen königl. Pallaste aufgerichtet hat.d'Aurla st. ih8ö. Oomemct II. 1H6.

Aury ( ) ein holländischer Stahlschneider,

verfertigte einen schonen Medaillon, der die Ermor-

Azzalini.

düng der Gebrüder Cornelius »nd Johann de Witvorstellt. Man findet davon Abbildungen in BizorII. 278. und bey Aöhler IV. 261.

* Ausrin, (W 7 > ein junger englischer Kupferste-cher um 1760., von dem man verschiedene Landschaf-ten nach van der Necr, T. Sandby, Waterloo undandern Meistern hat. Aasn» 8uppl.

Ausr via, (Don Johann ab) ein natürlicherSohn Philipp IV. von Spanien, war ein Freundund Schüler des jünger» D- Teniers. Der Prinzlebte sehr vertraulich mit diesem Künstler, und hieltsich öfters in seiner Behausung auf. Damit er ihmnun seine Erkenntlichkeit auf eine wohl eben so selteneArt bescheinte, malte Don Juan des Teniers Sohn,und bezahlte dadurch seine Schuld. Franz Vera,ein spanischer Maler, hatte hinwieder die Ehre,ein Schüler dieses Prinzen zu sey». II. 176.

Aurobukus, ein antikerMaler, war ein Schü-ler der Olympias. I.. XXXV. L. n.

Autor »des. S. Anrorides,

Aurreau, (Jacob) Maler und Dichter zuParis , machte sich in seinem hohen Alter durch einBildniß bekannt, worin er sich selbst in der Figur desDiogenes mit der Laterne und dem Bilbniß drsCar-dinals von Fleury in der Hand vorstellte, wobey dieUeberschrift stand: siuem gusero, llominem, in-veni. Dieser witzige Einfall wurde sehr gelobt undgut belohnt. Autreau schrieb auch einige Gedichteund Lustspiele, die 17H8. gedruckt sind; daher er aufdem französischen Parnasse des H. Ciron du Tillereinen Platz erhieli. Dieser geschickte Mann starb indem Hospithal der Inkurables 17H5. beynahe 89. I.alt. H. S Thomaßin und I. Houbraken habenobgemeldtcs Bildniß gestochen. ^e'molreL ste 7 >r-17^6. P. 1171.

Auvanzo. S. Avanzt.

*Auvray( )ein französischer Kupferste-cher, arbeitete um 1760. zu Basel , nach Junker,Monet u- s. w. Sara» 8uppl.

Aparero, (Joachim) geb. zu Genua um 1600.lernte bey Luzian Borzoni und I. Andreas Ansaldi.Man hält für eines seiner beßten Gemälde eine Tafelin der Klosterkirche St. Brigitta > welche diese nebstandern Heiligen vorstellt; die Färbung ist »»gemeinschön. Er arbeitete Vieles für die Stadt Sevilla ,starb aber in der Blüthe seiner Jahre an der Pest16H9 - Sein Sohn Joseph zeigte von Jugendan eine ganz besondere Neigung, den rühmlichenFußstapfen seines Vaters zu folgen, welches er durcheine richtige Zeichnung und angenehmes Colorit anden Tag legte; erwarb aber durch einen frühzeitigenTod weggerafl. 80p,-am p. 1H7. u. 172.

* Apeochu«, ein antiker Edelsteinschneider,ist durch einen das Bacchusfesi fcyernden Faun be-kannt. 8torcü ^o. 20.

Aplus. S. Aulus.

* A?e ( ) königl dänischer Medailleur um

1760 studirte zu Rom , und stellte sich zween großeMeister, Hedlinger und du Divier, zu Mustern vor;den ersten für die Reinigkeit der Umrisse, de» andernfür Figuren und Haare.

A; i 0 - M 0 rerri, (Marc) ein geschickter Edel-steinschneiber, arbeitete zu Bologna um iboo. Erwird von Bumaldl angeführt. 6i»//ra»r//r p. 27.Andreas Azio, eines Geschlchtmaleis, wird inBeschreibung des königl. Schlosses zu Versailles gedacht.

Az 0 n, ein Qrdensmann und Baumeister, bauteauf Befehl Poes, Grafen von Delleme undAlencon,Bischofs zu See;, die dasige Cathcdralkirche unter derRegierung Pabst Leo IX. ; sie verbrann aber nichtlange hernach, /eübie» V. 21Z.

Azzalini, (Anton Maria) Vorsteher derWasserwerke zu Mantua , hatte die Aufsicht über