Band 
Erster Theil.
Seite
39
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Badaraccs.

* Badaracco, (Joseph ) genannt Sordo,Maler zu Genua , lernte bey Bernhard Strozzi undI. Andreas Ansaldi Er sah zu Florenz die Ge-mälde des Andreas del Sarto , die ihm so wohl ge-fielen, daß er sich vornahm seiner Manier zu folgen,wie er denn solches in Nachahmung seines Fleißes,Zusammensetzung und Ausarbeitung glücklich insWerk setzte, und dadurch in seinem Vaterland gros-sen Ruhm erwarb. Er starb daselbst 1627. G- Tas>niere hat nach seiner Erfindung eine Charitas inKupfer gebracht — Raphael Badaracco, Jo-sephs Sohn war in der Zeichnung wohl erfahren.

p. 206.

* Badens, (Franz und Johann) Gebrüder.Franz, geb. zu Antwerpen 1671., lernte bey sei-nem Vater und gieug in Italien , wo er sich vierJahre aufhielt, und die Manieren dergrößten Künst-ler in der Composition und Colorit wohl begriff.Sein zarter Pinsel, und dessen meisterhafte Führung,nebst einer glühndcn und gelblichken Färbung, brach-ten ihm den Ruhm zuwege, daß er einer der erstengewesen, der de» guten Geschmack im Colorit beyseinen Landsleurcn eingeführt habe. Er malte Ge-schichte, Bildnisse und Gesellschaften, in welchener die Kleiderwachten seiner Zeit vorstellte, und dievon großer Manier sind. — Sein Bruder Johann,geb 1076- gicng auch frühzeitig in Italien . Er ar-beitete darauf iu Deutschland und erwarb sich mitBlldnißmalen eine» aroßcn Reichthum, ward aberauf seiner Heimreise dessen beraubt und mißhandelt,weßwegen er aus Unmuth sein Leben i 6 u 2 . veklor.De§cu,»zrx 1. 280. u. 292.

* Badiale, (Alexander) Maler und Kupfer-

etzer zu Bologna , lernte bey FlamiiiiuS Lorre. Ge-stochen hat er nach den Zeichnungen seines Lehr-meisters die Abnehmung vom Kreuze, eine MariaMagdalena mit dem Kind Jesus und S. Joseph,mit einer richtigen Zeichnung und leichten Manier.Nadiale malte auch für öffentliche und Privatge-däude. Er ward 1668. 42. I- alt durch einen Flin-temcyuß getödtet. Dieser Maler etzte auch nachA. Carraccio, C Cignani, und seinen eignen Zeich-nungen. xittr-we III. 28.

* Bad'le, (Anton) Maler von Verona , istsowohl wegen seiner Arbeit, als daß er Oheim undLehrmeister des Paul Ealiari gewesen, bemerkens-wcrth. Er st. 1660. 81. I. alt. /risto/ff I. 28h.

Badpev, (Anton) ein unbekannter Maler,von welchem man in der Gullerie des SchlossesSchleißheim N°. 256 . eine kleine historische Tafelbeschrieben findet.

Badolocchio. S. Badalacchio.

Baelen. S. Laien.

Baerstrar. S. Beerstraten.

Bügürd, (Cesar) Bildhauer aus Lothringen ,arbeitete um 1710. zu Paris , wo er wegen seinerVerdienste und aus Hochachtung der große ssesargenannt wurde. Er soll mit einem bewundernswür-digen Geschmacke gearbeitet haben; gleichwohl wirder in Beschreibung dieser Hauptstadt nirgends an-geführt. — Sein Sohn Toursainr unterhielt durchseine Geschicklichkcit den großen Namen seines Va-ters. 6tteuäcvr//e 111. ih/j.

Baglione, (Cesar > eines Malers Sohn vonBologna , that sich in Architekturen, Figuren, Frnch'tcn, Blumen, Thieren und Perspektiven hervor, undmalte in Oel und Fresko mit einer leichten und fer-tigen Hand. Er legte sich mit besondern! Fleißeauf die Landschaft, in welcher er einen guten Baum-schlag, schone Gegenden, Aussichten und Fernan-den anbrachte Zu Parma sollte er in einem seinerWerke Epitzsäulen, Schauplätze u s. f. vorstellen;er gimg zu dem Ende in Pantoffeln und Kappe vonseiner Arbeit weg nach Rom , solche abzuzeichnen.Baglione hatte, als ein spaßhafter Mann, mitden Carracci zuteilen lustige Handel. Er starb zuParma um das Jahr 1690. 1 25 g.

Bag «t 1. zg

* Baglioni, (Johann) Maler zu Rom , lernte

bey Franz Morelü. In seinem 16. Jahre malte erin dem vaticanischen Düchersaale und an der H,Treppe verlchiedcne Werke zum größtem Wohlge-fallen der Päbste Sixtus V. und Clemens VIII .Die Gemälde, welche er für die St. Peterskirche ver-fertigte, die Auferweckung der Tabitha (1607.' unddie Fußwaschung (i 62 o.) geriethen in der Compo-sition und Erfindung so wohl, daß er von PabstPaulus V. nebst einer güldenen Kette den Christus-orden erhielt. Die meisten Kirchen dieser Stadtsind mit seiner Arbeit geziert. Er gab 1642. dieLebensbeschreibungen derjenigen Künstler, die von1672-1640. zu Rom gearbeitet, aus Licht, verfer-tigte auch eine Beschreibung der Kunstwerke in denneuern Kirchen zu Rom, die i6Zg. in 8vo gedrucktist. Bagli'om st. 1644. und ward in de.r KircheS. S. Cosma und Damianus begraben. F. Villa-mena, C. Fraucanzano, P. P. A. Robert rc. habennach ihm in Kupfer gearbeitet. p. 284.

— — (Peter) ein edler Peruginer, übtesich in allen Wissenschaften. Er verfertigte sehr vielschöne und sonderbare Zeichnungen zu Gebäuden,nach welchen einige aufgeführt wurden; neben anderndie Kirche der P. P. des Oratorii S. Philippus Neckin seiner Geburtsstadl, samt der Erweiterung undErneuerung ihres Klosters. Er starb 1705. 76. I.alt. / 4 l>>'ro/r p. 221.

Bagnacavallo ; Bcyname der Ramenght.

* Bagnadore, (Peter Maria) von Brescia ,Malte Vieles aus eigener Erfindung sür die Kirchenseiner Vaterstadt, und kopirte das von AlexanderBonvincino verfertigte, aber ganz verdorbene Fns-cogemälde, das Wunderwerk des H. Faustinus, aufdem Platze zu Brescia . Er sammelte viele Zeich-nungen berühmter Künstler, verkaufte sie aber nach-her an Camillus Gonzaga, Grasen von Novellara.

Bagnara, (Don Peter da) regulirter Chor-herr von St. Johann von Lateran, lernte bey Ra-phael von Urbino . Er malte in seiner OrdenskircheSt Maria in Porto die Tafel des H. Laurentius.In einem der Abteyzimmer ist die Kreuzigung Christimit vielen Figuren; i» dem Speiscsaal die wunder-volle Sveisung mit fünf Brodten, und an derDecke vortrefijch schönes Laubwerk Alles von seinerArbeit zu sehen. Er blühete um i 62 o.

Bagni, (Alexander) Maler zu Modena , ar-beitete mit Camillus Gavasctti an den Figuren derDecke in der Kirche Madonna dcll Paradiso. Erwar ein vorrreflicher Zeichner, und lebte um den An-fang des XVIl. Jahrhunderts, p. 127.

* Bagnini, (Carl) Kupferstecher zu Siena ,verfertigte ein allegorisches Blattzu Ehren des Hau-ses Medicis , nach einer Zeichnung von DeifeboBurbarini; nach Anton Ruggicri Moses auf demBerge Sinai u. s. w.

Bägnoli, (Bernhard und Vincenz) Gebrü-der, Bildhauer z» Reggio , verfertigte» die Figu-ren der HH. Evangelisten und einige Zierakhen in dergroßen Kapelle der St. Peterskirche zu Bologna ausMarmor. p. 481-

* — — (Johann) Maler von Florenz , lernte

zu Mailand bey Peter Muster, genannt der RitterTempesti. Er war ein vortreflicher Lhiermaler,und zierte die Gemälde der meisten Künstler seinerGeburtsstadt mit seinem Pinsel. Man sieht auch Vie-les von seiner Arbeit in den großherzoglichen Pallä-sten. Bagnol, malte auch zuweilen Früchte, Blu-men , Bildnisse und Geschichte Er starb um 1712.24. Jahre alt II. 1. g.

Bag 0 lin 0; Beyname von I. Maria sserva.

Bagilti, (Peter Martyr) zierte die KircheS S. Omobono und Aldobrando zu Bologna mitBildhauerarbeit,