40 Bahren.
Bahren, (Philipp van) ein Geistlicher, warOberaufseher der Bildergalerie des Erzherzog Leo-polds Er war ein vortreflicher Blumen- und Mi-niaturmaler um 1670. Sandra» II. 77.
Bajardo, (Joh. Baptist) Maler zu Genua ,dessen Zusammensetzungen regelmäßig, die Zeichnugrichtig und die Färbung angenehm ist. Seine A-beitwurde für öffentliche undPrivatgebäude stark gesucht.Obwohl dieser Künstler anfänglich arm war, berei-cherte er sich durch seine Arbeit Er st. 1667. an derPest. p. 210.
* Bailie, (Wilhelm) Officier in englischenKriegsdiensten und Kunstliebhaber, von welchemman 49 - artige Blätter in Rembrandts Geschmackehar Unter diesen findet man eine schöne Kopie derberühmten Landschaft von Rembrandt , die unterdem Namen der drey Bäume bekannt ist, und eineandere holländische Landschaft aus dem Cabinettedes Grafen von Bure, welche die vorige noch über-trift. Seine übrigen Blätter sind meistens nachZeichnungen von den beßten niederländischen Mei-stern geetzt. Er lebte um 1720. Laxa».
* Batiken, (Bernhard) Kupferstecher vonAntwerpen, studirte zu Rom , wo die Künstlerbentihm den Zunamen Hemel ertheilte. //onbraLe» III.10Z. A. B- Baleau-
Bail! reul ( ) Vater und Sohn, etzten um
1740 einen allgemeinen Plan von der Stadt Paris ,in zwanzig Quartiere eingetheilt. 6n»äe//r«r.
Batllurv. S. Balturv und Ballt».
* Barllv (David) perers, eines ziemlich guten
Malers Sohn zu Leyden, lernte auch bey Jacob vanGeyn, Adrian Verbught und Cornelius van derVoort. David ward in Bildnissen, besonders indenen die er mit der Feder zeichnete, berühmt Erst. 16Z8. 54 .1 alt. Waumans, Euyderhof, Dan-kerts, Eavry, van Delft u s. f. haben nach ihmin Kupfer gestochen. Er selbst radirte nach den Ma-nieren von A. Lcmpesta, I. Callot und St. dellaBella. I. Z89.
* — — (Jacob) geb. zu Gracay in der Pro-vinz Berry 162g. war ein berühmter Miniaturma-ler und arbeitete in Paris . Von ihm kennt manBlumen, Früchte, ZierakhenundLhi re. Erbesaßdas Geheimniß, auf allerhand Stoffen zu malen.Man sagt auch, er habe den Farben eine solche Starkezu geben gewußt, daß sie die härtest n Steine durch-drungen, wovon er eine Probe auf einem vier Zolldicken Marmorblatt zeigte; aber die Schärfe derhierzu gebrauchten Materialien haben ohngeachtetaller angewandten Vorsorge (indem er sich bey die-ser Arbeit einer gläsernen Maöque bediente) seinenTod befördert, der 1679. erfolgte. S. den ArtikelzJiclaus Tormoli. Bailly harte eine Wohnung inden Galerien des Louvre und war ein Mit.,lied derkönigl. Akademie. S. le Clerc, A. Westerhout u s. w.haben nach ihm gestochen; und er selbst soll ebenfallsgut in Kupfer geetzt habe». — * Sein Sohn Vlic-laus, weicher in der Zeichenkunst Unterweisung gab,war Bewahrer der königlichen Gemälde, in welcherStelle ihm sein Sohn * Jacob folgte. — F. Bailly,vermuthlich dieses letztem Sohn, verwaltete diegleiche Stelle. Er hat einen Catalogne von den königl.Gemälden, welche in dem Pallaste Luxemburg ge-zeigt werden, hcrausaegeben — * zJiclaus hateine Sammlung von Aussichten der Gegenden vonParis in Kupfer geetzt. BFam'o/.
Bakereel, (Egidius und Wilhelm) Gebrüder,Maler von Antwerpen , waren in ihrer Arbeit undS.tten ganz ungleich. Der eine malte Landschaften,der andere Figuren; der eine liebte den Pracht, der an-dere die Einfalt; einer starb zu Anwerpen, der anderezu Rom . Sie stammten von einer Familie, die sichjederzeit den Künsten gcwiedmet hatte. Sandra»zählte zu seiner Zeit um sieben bis achte diesesNamens zu Rom . Egidius und Wilhelm blühe-ken um den Anfang des XVII. Jahrhunderts. Wil -
Baldi.
Heini kernte bey Vandyk. Er malte die GeißlungChristi und das Bild des H. Bruders Felix für eineKapelle der Cavuzinerkirche zu Antwerpen , und ver-fertigte viele Kirchengemälde für die Sradre Brüssel ,Mecheln, Brüggen u. s. w Seine Werke sind sehrschätzbar. l. 268.
— — (Jacob) Maler zu Antwerpen i 655 istals der erste Lehrmeister von Abraham G.noel be-kannt. — Ein Maler dieses Geschlechts (vielleichteben dieser» lernte bey P. P. Rubens . Er wird inin dem Artikel Jacob Huysman, seines Schülers,angeführt.
Bakhuyzen. S. Backhuysen.
Bakker. S Baker.
* Balassi, (Marius) Maler zu Florenz , lerntebey Jacob Liqozzi und nach dessen Absterben bey Mär-chens Rosselli und DominicusPaffignano. Ergiengmit diesem letztem nach Rom , wo er viele Arbeit ver-fertigte; unter dieser bemerkt Tiri zwey berühmteGemälde in den Kirchen St. Cajo und St. Antoniodi Padova, genannt della Concezione. Balassithat in dem Gefolge des Herzogs Octavius Piccolo-mini eine Reise in Deutschland . Nach seiner Zu-rückkunft malte er denH. Franciscns, der die Wund-male Christi empfängt, welches Bild besonders schönund hochgeschätzt ist. Er st. 1667. 65 . Jahre alt.
/Herrtüw III. 65 .
Balbulus; Deyname von Norkerus.
Baldassare (einige schreiben unrichtig Bal-dassorne); Veyname von B- Peruzzi.
Balde-Green. S. Baldmig.
Daldelll (Baldino). S. Baldinelli.
Bald,, (Accnrsius) Bildhauer von Monte S.Savino, verfertigte die Statüen des Heilandes undzweyer Engel zu Auszierung des Hauptaltars in derSpithalkirche St. Maria della Ecala zu Siena .IVccr.
— — (Anton). S- Baldo.
— — (Bernhard ober Bernhard!«) schriebAnmerkungen über den Virruv; ein vorkreflichesWerk voll guten Geschmacks. Man hat seine An-merkungen über diesen Schriftsteller mit einiger an-dern Gelehrten ihren zusammen gedruckt, wovonman die Ausgabe von van Laer (Folio, Amster-dam 16^9 ) für die bcßte hall. Der Marchese B-Galiani hat diesen Baldr anzuführen vergessen.
— — (Dernhardin) malte in verschiedenen
Kirchen zu Bologna , wie solches »n dem 0
ch'n»§Ku»a.'o zu finden. Er lebte um das Ende desX VI. Jahrhunderts, und sammelte Künstler-nach-richten, welche zu des Ltialvafia Zeiten noch inHandschrift vorhanden waren. I 5 ^ 4 -
— (Lazarus) Maler von Pistoja, lerntebey Peter Beretini zu Rom . Er war fruchtbar inErfindung. il und kühn in Führung des Pinsels, vonwelchem er hin und wider rühmliche Merkmale inRom hinterließ. Pabik Alexander VII. ließ dieGalerie des Pailastes Monte Cavallo durch ihn ma-len , und in der Kirche St. Johann von Lateran eineKapelle, in welcher man eine richtige Zeichnung,Harmonie, Annehmlichkeit (Vn^uerxn) und einestarke Färbung miteinander vereinigt findet. Diekleine Kapelle der Kirche St Johannes ante Porkamlatinam, welche ganz von seiner Hand bemalt ist,wird für eines seiner deßten Werke gehalten. Bald»schrieb einen kurzen Begriff von dem Leben des H.Lazarus, eines Mönchen und Malers, welchem er,als seinem Beschützer, eine Kapelle aufbauen ließ,wozu er das Alkarblatl selbst gemalt hat. DieserKünstler ward zum Ritter gemacht und starb;» Rom 1705. 79. I. all. C Alet, B. Balcv, C- Bloe-maerk u. s. f. haben nach ihm gestochen. I« S-Lhomafsms Sammlung von den Biidhauerwerkcn