Band 
Erster Theil.
Seite
47
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Bar.bieri.

Barbiert, (Vickorius) Bildhauer zu Florenz ,lebte um -74». Man bemerkt unter verschiedenenWerken dieses Künstlers eine in Marmor gearbeiteteAbnehmung vorn Kreuze , die er der Klosterkirche dellaLrinila mit dem Bedinge schenkte, daß er seinerZeit seine Ruhestätte dabey bekommen möchte. Oo»-llrrr x. roZ.

Barca (Johann). S-den Art. Franz JgnaZOefele, seines Schülers.

— — (Joh. Baptist) einMankuaner, kam inseiner Jugend nach Verona , die Malerey zu erler-nen , in welcher er sich so hervorthat, daß er in denRitkerstand erhoben wurde. Er ließ sich daselbst Hans-hablich nieder, und arbeitete für öffentliche und Pri-vatgebände um die Mitte des XVIl. Jahrhunderts.-CoÄL0 blo..y 7 -

— — (Joseph) berühmter Baumeister zu Mai-land , baute die dasige Kirche St. Romanus.

— — (PeterAnton), pellegriir pellegrint,Martin Bassi, Do» Lorenzo ein Baruabit, Ja-cob dellaporra, Ptoiomäus und Hieronimus Rai-nald,', Honorars Lunght, LcliusBuzto, AntonMaria Corbetta, Hicrouymus Sssto und FranzMaria Riecht»,o. Alle diese Baumeister verfertig-ten Zeichnungen und Modelle zu der Facade derDomkirche zu Mailand , welche größtentheils in einerzu diesem Baue gehörigen Galerie aufbehalten wer-den; unter diesen ward nach vielen Derathschlagun-gen des P. pellegrint Entwurf beliebt und aus-geführt. Barca schrieb dann Anleitungen und Re-geln für die bürgerliche und Kriegsbaukunst, dieMalerey, Bildhauerkunst und Pcrspectiv, welche>620. zu Mailand in ablaug Folio gedruckt sind.

Barch erra, (Andreas) Bildhauer zu Neapel ,lernte bey Dominicus d'Auria. Man sieht von ihmin der königl. Kirche St. Maria la nuova die Sta-tuen der H. H. Franciscus von Assis und Antonsvon Padua aus Holz geschnitzt, welche sehr hochgehalten werden. Er blühere um rb»u.

II. 1 g 3 .

Barer, (Anton) ein Vicentiner, arbeitete nebstAdolph Gaap von Angspurg und A„gelus Sca-rabello von Este an den metallenen und vergoldetenThüren der Reliquieukasicn der Kirche St- Autoniuszu Padua . ^o§ettt p. j6.

Barco, (Alonso dcl) Landschaftsmaler zuMadrid , lernte bey Joseph Aukonilez Er malteseine Blatter meistens ohne vorher eine Zeichnungdavon zu machen, und besaß in der Erfindung einegroße Fertigkeit. Dieser Künstler st. - 685 . (,o. I.alt. /Äa5co kcB -iiu.

Bardi, (di Bclto) ist der Familienname vonDonarello und seinem BruderS""onFlorenti»o.

* Bardon, (Michel Franz d'Andrö) Malervon Aix in Provence , lernte bey I. Baptist Vanloo.Er arbeitete zu Paris und malte für die Capuziner-kirche anx Marais den englischen Gruß und dasAbleiben der H Maria; auch für die NonnenkircheSt. Thomas von Villanuova die guten Werke diesesHeiligen. Bardon ward 1737. Professor-Adjunc-tus der königl. Academie. Nachher begab er sich nachMarseille , wo er eine Academie aufrichtete, undderselben beständiger Director wurde. Man hat vonihm einen Versuch über die Malerey und Bildhauer-kunst (2. Bd. 76h.): Das Leben des Carl Van-loo: DicGrundregeln derZeichenkunst, und eine Uni-versalgeschichte in Absicht auf die Künste, welche indrey Banden 1769. gedruckt ist. I. Balechou hatnach ihm eine Geburt Christi gestochen. /)a«re/ictr-aire.

* Bardrvell, (Thomas) Dildnißmaler zuLondon , gab 1756. eine Schrift von der Ausübungder Malerei) und Perspecliv in Hto ans Licht. JohnFaber hat nach ihm in Echwarzkunst gearbeitet.

Bartte. 4 ?

* Barella, (Augusti'n und Niclaus) Raths-baumeister zu Bologna , von welchen Ascoso ver-schiedene öffentliche Werke anführt. Auguftlir bautedie prächtige Theatinerkirche zu München , an wel-cher man allein die überhäuften Zierathen von Stucco tadelt. Bianconl Brief V.

Bare!!, (Joh. Baptist). S. den Art. Jo-hann Accursi.

Barene van Brüssel; Beyname von Bernhardvan Drley.

Barellt (Bernhard,'») und Elprian Bei-tram eil i, zween picmontesische Bildhauer, arbei-teten für die Dreyfaltigkeitskirche zu Fossano in Piermonk. Lrrto/t.

* Barenrsen, (Theodor) Maler zu Amster-

dam ; sein Vater, der ihn unterwies, ward wegenseines schlechten Gehörs der Taube Barenr ge-nannt. Er malte die » 555 . zu Amsterdam entstan-dene gefährliche Aufruhr für das Nathhaus seinerGcburtsstadk. Sein Sohn machte eine Reise inItalien, und hielt sich sieben Jahre zu Venedig auf,wo er die Unterweisung und Freundschaft Titiansgenoß. Er malte zu Amsterdam den Sturz Lucifers,welcher sehr hoch geschätzt wurde, der aber i» demBildersturm bis auf eni Stück, welches noch erret-tet ward, zu Grunde gieng. Man zeigt Bildnigevon seiner Hand, welche ganz nach Titians Maniergemalt sind. Heinrich Golzius bat in i 58 g. ein gros-ses Blatt gestochen, welches eine Gesellschaft vonVenctianern beyderley Geschlechts nach Titians Ma-nier vorstellt. Die Unterschrift zeigt an, daß es vonTheodor Bernard von Amsterdam gemalt sey. Esist aber nicht zu zweifeln, daß dieses Stück von Ba-renrsen sey; denn dieses holländische Wort bedeutetBernhards Sohn. Ucbrigens stimmt die kenn-bare italiänische Manier und bcmeldte Jahrzahl mitdieser Meinung völlig überem. Theodor starb zuAmsterdam 1592. 58 . I. alt Johann Sadeler hatsieben Blätter nach diesem Muster in Kupfer ge-bracht. I. » 55 .

* Bargas, (M.) etzte um den Anfang desXVI l l. Jahrhunderts viele Blatter in Kupfer, un-ter welchen zwey große historische Landschaften nachP. Bouk sich befinden.

Bargone, (Jacob) Maler zu Genua , lerntein der Schule der Gebrüder Andreas und OctaviusEemiiii. Eine überaus feine Manier zu zeichnen,nebst einer großen Fertigkeit in Erfindungen, mitdenen er seine Gedanken in kecken, wohlgezcichnetenund zierlich gefärbten Gemälden ausdrückte, verlei-teten einen neidischen Maler, diesen vortrcftichenKünstler, durch einen beygebrachte» Trunk vergiftetenWeins scinerVernnnft zu berauben; in diesem erbärm-lichen Zustande mußte Bargone um den Anfang desXVll. Jahrh, sein Leben beschließen. XozwaMp. 2g.

Barier, (Franz Julian) eines Goldschmiedsund Schmclzmalers Sohn zu Paris , lernte dasEdelsteinschncidcn aus sich selbst, und arbeitete fürden König. Seine Werke bestanden in Köpfen nachAntiken, in Bildnisse» nach dem Leben. in Figuren,Thiere» und ganzen Compositionen, die er mit vie-lem Fleiße hohl und erhoben ausarbeitete. Er warseines Werkzeuges so Meister, daß er fast unsicht-bar-kleine Figuren ganz deutlich zu schneiden wußte;indessen mangelte eS ihm an einer festen Zeichnung.Barier st. 174h. 6b. I. alt. 6irwür»e//r p. 72.

* Barigionl, (Joh. Anton Maler zu Rom .B- Farial, I. Frey, A Westerhont u. f. w. habennach ihm historische Blatter und Bildnisse gestochen.

* — — (Philipp) Baumeister zu Rom um

172», lernte bey Matthias Rossl Titi beschreibtverschiedene öffentliche Gebäude dieses Künstlers,unter welche auch das Grabmal der sogenanntenKönigin von England, Maria Clementina Eodiesky,in der St. Pcterskirche gezahlt wird. I. öäc>.

* Barile, ' Johann) Maler und Vildschnjtzlervon Florenz , verfertigte das Schnitzwerk der Thüren,