Band 
Erster Theil.
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46
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46 Barber.

Barber, (C ) ein geschickter Miniaturmaler,war 1770. Mitglied der königl. Künstleracademie zuLondon Bibliothek schöner WissenschaftenXIV. 69-

Barberi (Peter). S. Barbieri.

— — (Phisipp) malte die Tafel des erstenAltars in der Kirche Madonna della Quercia zuRom , welche den Tauf Christi vorstellt. Trti.

Barberini, (Joh. Baptist) Bildhauer zuBologna , verfertigte die sehr reichen und prächtigenVerzierungen der Orgel und des Sacrainentgehäusesin der größten Kapelle der Kirche St. Petronius ,nach der 'Zeichnung und unter der Aufsicht des I.Jacob Monti. Er arbeitete auch für die Kirchen zuMantua . ^coro. Onüro/i.

Barberis, (Ludwig) Baumeister, führte 1764.die Vorderseite der Carmeliterr Barfüßerkirche St.Theresia zu Turin auf, und arbeitete auch in andernKirchen dieser Stadt. Lai-toii.

* Barbery, (Ludwig) französischer Kupfer-stecher, arbeitete nach Peter Mignard, N- dePlat-emvntagne u. s. w. Auch gab er einen Plan von derStadt Paris in 14. Quartiere eingetheilt, aufzweygroßen Blattern. Gandellini nennt ihn AnronBarberi.

Barbet, (I.) französischerDaumeister, nachdessen Zeichnungen Abraham Bosse 1V2Z. eineSammlung von Altaren und Kaminen gestochen.

Barbrani, (Andreas) MalerzuRavennaumMan sieht von ihm in zweyen Kapellen derJesuiterkirche zu Nimm» die Bildnisse der H. H. Lu-dovicus von Gonzaga und Franciscus de Regis. Ph.Mvrghen hat nach ihm gestochen. A/m-c/reLr/L

— — «Johann Baptist) von Ravenna , maltedaselbst in der Kirche St. Franciscus zwey Lateinauf die Altäre St. Andreas und St. Josephus, wel-che für sein beßtes Werk gehalten werden. ie«tr.

Barbia »r 0 (Bartholome). S. den Art. Bla.silis Citti.

Barbiere; (del) Beyname von AlexanderFei.

----- (Damian oder Dominicus) ist auchunter dem Namen Dominica Florenrino bekannt.Ein Maler und Bildhauer von Florenz , giengin Frankreich , wo er die Gyps- und andere Bas-rcliefarbeit des Pallastes zu Meudon nach des Pri-maticcioZeichnungen verfertigte. Er arbeitete in denkönigl. Pallastcn unter der Aufsicht seines Lehrmei-sters, Mr. Rosso, und ward für seinen beßten Schü-ler gehalten. Seine zierliche» Kupferstiche zeigen,daß er ein vortrefiicher Zeichner gewesen sey. Äot-tMi III. 267. und p. id.

Barbieri, (Franz) genannt Sfrisaro undda Legnano, lernte bey Bcrnhardin Gandino,mit welchem er nach weniger Zeit gemeinschaftlicharbeitete. Nachher folgte er des Peter von CortonaManier. Er hakte einen lebhaften Verstand und wareingeschickter Maler in Figuren , Landschaften undPerspectiven; auch war er in den geist- und welt-lichen Geschichten, in der Fabellchre u. s. f. wohlbewandert. Seine Gemälde in Oel- und Frcsco-farben sind unzählig, und würde er den größtenKünstlern seiner Zeit den Rang streitig gemachthaben, wenn seine Zeichnung richtiger gewesen wäre.Er starb zu Verona 1V98. 75. Jahre alt.

^äclir. x. ih.

Barbieri, (Joh. Baptist) Maler zu Bo-logna um rhho. S. den Art. Joseph Magnavacca,seines Schülers.

— — (Joh. Dominicus) Baumeister vonParma, lernte bey Franz Galli Bibiena. Nach sei-nem Angeben ist der Comödiensaal des herzoglichenPallastes zu Mailand 1717. neu erbaut worden;derselbe ward wegen seiner schöne», und für die Zu-

Barbieri.

schauer bequemen Einrichtung sehr gerühmt.tuaria.

* Barbieri, (Joh. Franz f Maler von Cento,einer kleinen Stadt nahe bey Bologna , ward in seinerKindheit von einem plötzlichen Schrecken an demrechten Auge schielend, daher er den BeynamenGuercino bekam. Anfangs lernte er bey Paul Zag-noni, einem gemeinen Maler zu Bologna , hernachbey Joh. Baptist Cremonini, und arbeitete in seinerGeburtsstadt mit Benedicl Gennari. Bey den Ca-puzinern sah er das vortrestiche Gemäld des LudwigCarraccio, welches die Heilung des Kranken an demTeiche Bethesda vorstellt, da er denn sich gleich vor-setzte, dieser starken Manier zu folgen, und solchesso glücklich ausführte, daß sein Ruhm aller Ortenbekannt war. Zu Rom wollte Pabst Gregorius X V.den Benedictionssaal durch ihn malen lassen, wel-ches aber wegen dessen Absterben unterblieb. Indem Landpallaste Ludovist sieht man von ihm schöneLandschaften auf frischen Mörtel, und in der St.Peterskirche die große Tafel der H. Petronella. Erarbeitete auch zu Bologna, Reggio, Piacenza undModena, und ward in Frankreich , England undSchweden berufen. Man zählt 106. Altarblätker,Stafeleygcmalde und 10. Zeichenbücher vonseiner Arbeit Der Herzog von Mantua machteihn zum Ritter. Er st. 1666. 76. I. alt, und wardin der Kirche St. Salvator zu Bologna begraben.Dieser Maler hatte einen großen Geschmack in derZeichnung; seine Färbung ist sehr kräftig; er ließseine Lichter hoch einfallen, und bemüheke sich seineBilder durch starke Schatten reizend zu machen;auch gab er seinen Farben durch röthliche Schatteneine gute Harmonie. Gewisse Gegenstände wußteer sehr natürlich vorzustellen. Allein man setzt an ihmaus, daß er in der Richtigkeit der Zeichnung, in derZierlichkeit und in guten Ausdrücken meistens fehler-haft gewesen sey. Die nach seinen Gemälden undZeichnungen verfertigten Blätter belaufen sich auf1H0, worunter eine Menge, die F. Barkolozzi undeinige andere, theils in Italien , theils in Englandnach seinen Zeichnungen geetzt haben, nicht gerech-net sind. Er selbst hat einen St Auronius von Pa-dua und einen St. Johannes geetzt.

II. 229.

— (kucas) von Bologna , lernte bey Ale-xander Tiarini. Er arbeitete mit I. Andreas Castelli,einem Ornamentmaler, und Franz Carbone, einemGeschichtsmaler, in verschiedenen Kirchen und Pal-lästen zu Bologna . Lucas malte darin die Archi-tektur und Perspectiv; er lebte um i 60 v. Ma/rarürII. 212.

----- (Ludwig) Maler zu Bologna , vonwelchem man das Bil^niß des H. Pascalis an deinPfeiler der Kapelle Manrachetti, in der Kirche St.Cacharina in Stra maggiore zu Bologna siehet.

^Lcoro.

— — (Paul Anton) des I.Franzen Bruder,

malte Früchte, Blumen und Thiere mit der größtenLebhaftigkeit nach der Natur. Als er einst Fischemalte, waren selbige so natürlich, daß eine Katzedarauf als auf ihren Raub schoß, und ein lüsternes .Kind streckte seine Hand nach Kirschen aus, dieP.A-auf eine Tafel, worauf Guercino eine Gärtneringemalt hatte, angebracht. Er starb zu größtem Leid-wesen seines Bruders 1649. II. 276.

— — (Peter) Maler von Ferrara , arbeitetein Diensten des Cardinals Casoni, Vicelegacen zuBologna , wo er zum Ehreumikgliede der AcademiaCwnrenkina angenommen wurde. Er gieng mit sei-nem Gönner nach Rom und malte daselbst einigehistorische Tafeln für die Kirchen St. St. Johannesund Paulus, und St. Claudius der Burgunder.Barbieri starb in dieser Stadt um -720. 7 )ti.

— — (Peter Anton) geb. zu Pavia 1662,lernte bey Baptist Ricci und studiere zu Rom . Er-matte 1704 in seiner Geburtestadt die Kapelle St.Maria dell Carmine in der Kirche St. Maria inPerlwa- wettere 5« m /Ätur'K- V. 116.