6g Bellagamba.
Schwamme auf die Platte gedrückt wäre. Seine an-genehme Manier schickt sich besser zu kleinen als zugroßen Stücken. Belagerungen, Feldschlachten,Seestücke , Landschaften, Jagden, Ruinen, Thiere,Zierathen u. s.w. sind die Gegenstände seiner Arbeit.Sein Werk ist sehr zahlreich und wird von Joinbert,der sein Leben und seine Kupferstiche umständlich be-schreibt, mit Jnnbegriff derjenigen Blatter, in wel-chen etwas abgeändert ist, auf 1276. Stücke geschätzt.In Vllarierres Catalog wird dieses Werk auf i 54 o.Stücke angegeben, die um 920. Livres verkauft wur-den. Die Originalzeichnung von dem feyerlichenEinzüge des polnischen Gesandten zu Rom , die dieserKünstler i6ZZ. geetzt, ward aus gedachter Kunstver-lassenschaft um goo. Livres verkauft. /.acoMÜe.
Bellagamba (Johann), Maler vonDouay,lebte im XVI. Jahrhundert. Er wird von Guic-ciardini und vasari angeführt.
Bellairdi (Jvh. Baptist), Bildhauer zu Mai-land , verfertigte für die dasige Domkirche die Sta-tüe des Erzengels Michaels , und in dem Chor einBasrelief, welches die Geburt Christi vorstellt,/.atr-aria.
* Be Hange (Jacob), Maler und Kupfer-etzer aus Lothringen , lernte bey Claudius Henrict,und arbeitete einige Zeit zu Paris unter SimonVouet.Er besaß ein gutes Colorit und ein »»gemeine Lebhaf-tigkeit in seinen Figuren. Aus den Gemälden derherzoglichen Galerie kaun man die Schönheit seinesGenie ersehen. Seine Blatter sind sehr fleißig aus-geführt, und in dieser Betrachtung lobenswürdig.In seinen Figuren trift man etwas Gefälliges an,und die Massen des Lichts sind gut ausgetheilt. Hin-gegen werden die schlechten Stellungen der Köpfe,die unrichtige Zeichnung der Hände und Füße, dasfalsche Verhältniß der Figuren, und überhaupt dieunregelmäßige Zeichnung mit Recht getadelt. Erwird für einen der ersten gehalten, die sich bey histo-rischen Kufcrstichen des Etzwassers bedient haben.M. Merlan, I. Callot und einige andere habenseiner Manier, dergleichen Gegenstände zu behan-deln, gefolgt. Man hat ungefähr 5c». Blätter vondiesem Künstler. Auch Abraham Bosse hat nachseinen Zeichnungen geetzt. BeHange ward in denRitterstand erhoben und blühete um 1660. Lrrerr-üerü/ie lll. 114.
Bellangö oder Beilenge ( ), Maler
und Mitglied der könjgl. Acadcmie zu Paris, ^ lebteum 1766. Seine Gemälde, welche Blumen, Früchte,Vasen u. s. f. vorstellen, sind mit einer bezauberndenWahrheit ausgeführt. Lnjvontro» etc.
* Beilanger (I. A.), Kunstliebhaber zu Pa-ris um 1760. "Er hat die biblische Geschichte derfünf Brodten und die Schule von Athen in Kupfergeetzt. In diesen Blattern scheint er den Geschmackder sogenannten kleinen Meister sich zum Muster ge-wählt zu haben. Die Zusammensetzung, die vonseiner Erfindung ist, ist sehr verwirrt, ohne einigeBeobachtung des Helldunkels; gleichwohl rühmtBasan diese Stücke wegen des guten Geschmacksund Richtigkeit in der Zeichnung.
Beilano (Jacob). S. vellano.
Bellavia (Marc Anton), ein Sicilianer,wird für einen Schüler des Peter Berctini von Cor-tona gehalten, weil er mit den übrigen Lehrlingendieses Meisters um die Mitte des XVII. Jahrhun-derts in Rom gearbeitet hat. S. den Art- vincenzBellp. trrrai'ieirtr.
Bellavira (Jnnocentius), Perspectivmalerzu Verona , lernte bey Simon Brenkana- Er thatsich in Perspektiven für die Schaubühne hervor, undauch seine Stafeleygemälde werden hoch geschätzt.Er arbeitete einige Zeit mit vielem Ruhme für dieSchaubühne zu Berlin, und gieng von da nach Ko-penhagen . Dieser Künstler lebte um 1720. /bLLoN->.
Belkay (du). S. den Art. Srephan de
Riviere.
B e l l i n i a n 0.
* Belle (Alexis Simon la), ein berühmter
Bildnißmaler zu Paris , lernte bey Franz de Troy.Er wußte in seinen Gemälden die Natur mit dem Fei-nen der Kunst genau zu verbinden. Seme Kenntnißgab ihm gemeiniglich Anleitung, die matten und dun-keln Stellen der Gewänder und Beywerke zum Vor-theil eines glänzenden Colorits anzubringen; eineKunst , welche selten ihres Endzwecks verfehlt, demGemälde eine sonderbare und reizende Wirkung zugeben. Erst 17Z4.bn.J.alt. Daulls,Chereau,Tar-dieu, Simoneau u. s. w. haben nach ihm gestochen.S. den Art. Horrhemels. Laräo» 11. i 54 -
— — (Niclaus la), Bildnißmaler zu Paris ,kam in die königl. Akademie 1708. 168. —
Ein älterer Niclaus la Belle ist in dem Artikel Sa-lomon von Gent zu suchen. — * Ein anderer Ma-ler dieses Geschlechts machte sich um 176». durch dieschöne Tafel in der Kirche St. Merry zu Paris , wel-che die Entheiligung einer Hostie vorstellt, berühmt.^Irnanacli cles Lesux i^rts.
Belle (Stephan la). S- Bella.
Belseau. S. den Art. Julius Goulon.
* Bellekins (C> van) schnitt sehr schöneStücke in Perlenmutter, welche hin und wieder inholländischen Kunstcabinetten gezeigtwerden. Uffen-bach III. 64g.
Bellengö. S. Bellangsi.
* Böllers (Wilhelm), ein englischer Land-schaftsmaler, lebte um -768. Man hat von ihmeinige Aussichten von seinem Vaterlands, die vonChatelain, Ravenet, Grignion, Mason, Canot,Müller u. s. w. geetzt sind.
BeHerri (Dominicus), Maler zu Rom , derum 1700. von Carl Maratti gebraucht wurde, dieVerzierungen, Laubwerke u. s. f. an den GemäldenRaphaels in dem vaticanischen Pallaste auszubes-sern. Er malte auch die Architektur an der Deckeder Kapelle St. Bruno in der Kirche St. Mariadelli Angeli alle Lerme.
Bellevois ( ), ein geschickter Seemaler,
arbeitete zu Hamburg , wo er 1684. starb. Dieses istalles, was Houbraken und Dilkingron von diesesMeisters Geschichte wissen; was aber seine Gemäldeberrifr, so ist er in allen Theilen Europens als einguter Maler bekannt. Seine Gegenstände sind Aus-sichten auf Seehäfen, Meerporte, Gestade und diestille und stürmische See; am meisten aber leuchtetseine Kunst aus seinen Prospekten auf die stille Seehervor. Seine Schiffe sind zwar nach der Natur undrichtig gezeichnet; doch fehlt ihnen jene Annehmlich-keit und Eleganz, die man bey den Schiffen desjün-gern van der Beide und Backhuysen's überall antrift.Die Perspektive seiner Seehafen und Gebaudehabenviel Wahrheit, und thun eine angenehme Wirkung.Seine Wolken sind überhaupt hell und mit vieler Be-urtheilung angebracht; sein Colorit ist durschneidend;aber seine Figuren sind unbedeutend, und ihr Aus-druck ziemlich schwach.
Bellt, ist der Familienname des berühmten Va-ter vincenrino. S auch Bellp.
Bellinert (Johann), Maler zu Florenz ,lernte bey Ludwig Civoli, und hatte seine Manier sowohl inne, daß seine Gemälde von Kunstverständi-gen in Rom für seines Lehrmeisters Arbeit angesehenwurden. Von seinen öffentlichen Werken in dieserStadt findet man in der Kirche St. Calixtus denMartyrtod dieses Heiligen. Als Bellmerr wiedernach Hause zurückkehren wollte, halte er das Unglück,das Gesicht zu verlieren. Er blühete um 1600.
/io«r p. 146-
* BelIinian 0 oder Bel! in 0 (Victor oderVictorius), Schüler des Johann Vellino, oder,nach Boschini, des Joh. Baptist Cima. Er maltein der Kirche St. Julianus auf die große AltartafelJesus und Maria sammt den H. H. Florian und Ju-lian ; und in der Schule St. Marcus den Martyrtod