Beizer.
königl. Zimmer verfertigte. Er starb in seinem Ba-terlaiide 1702. 86. I. alt. Do,»c»ici III. 5 ?o.
Beizer (Zacharias), Kristallschneider, arbei-tete mit Caspar Lehmann an dem käiserl. Hofe znPrag um i5go. Diese zwey Künstler machten soschöne Arbeit, daß solche würdig geschätzt wurde,j» der kajserl. und andern Kunstkammern aufbehaltenzu werden. Sandrart I. 346 .
. * Bembi (Bonifacius ", genannt veneziano,Maler von Vald'Arno, lernte beydem altern JacobPalma, Er traf zuweilen die Manier seines Lehr-meisters so wohl, daß viele Kunstverständige wegenihrer Arbeit im Zweifel stehen. Bembi vereinigtediese mit Tilians und Giorgions Manieren, wodurcher sich sehr berühmt machte. Er blühcte um die Mittedes XVI. Jahrhunderts und starb 62 I. alt. Manfindet eines von seinen Bildern in der Kirche St.Johann Elcmoflnarius, genannt diRialto, zu Ve-nedig , welches Loschmi fälschlich dem DämmnLNazzo zuschreibt. Ein anderes Gemald von ihm,welches die H. Jungfrau nebst vielen Engeln undHeiligen vorstellt, wird in der Kirche St. Mariamaggiore aufbehalten. Man findet darin schöneKopfe; Colorir und Ausarbeitung sind sehr gut. —Sein Bruder Ioh. ^ran; war auch ein Maler.Diese Gebrüder Bembi malten neben Andermin der Hauplkirche zn Eremona auf frischen Kalk.S. den Art. Levilaqua. I. 268.
Bembo (Franz), genannt il verraro. S.den Art. I. Baptist Cambi.
* Bemmel (Georg van), KvilhelmsSohn,lernte auch bey dem altern Joachim von Sandrart .Er malte Landschaften und Fcldschlachtcn; in diesenahmte er des I. Philipp Lembke Manier nach, underwarb sich durch seine Arbeit den Ruhm eines ge-schickten Künstlers. Er starb zu Nürnberg 1720.b j. I. alt. — Seine zwey Söhne, * Derer und« 5 . G- arbeiteten in gleicher Kunst. Der erste malteauch Landschaften und Fcldschlachtcn. Er hielt sicheinige Jahre zu Augspurg auf, wo man Vieles vonseiner Arbeit sieht. Alsdann kam er ebenfalls nachNürnberg zurück, und starb 172Z. 34. 1 -alt. Manhat nach ihnen Landschaften, Geschichte und Bild-nisse gestochen. Doppclmayr S. 234 - und vonSrerren Brief IX.
— (Wilhelm van), Maler von Utrecht ,war einer der beßten Schüler des Cornelius Zaftlce-ven, und that eine Reise nach Rom . Seine schönstenLandschaften sind Aussichten von Italien , worin erdie Wasserfalle sehr wohl anzubringen wußte, die eralle nach der Natur gezeichnet hatte. Er setzte sichju Nürnberg , wo man seine meiste Arbeit findet. Inder Austhcilung Schattens und Lichts hat niemandder Natur besser gefolget als er. Nach Doppelmaprstarb er 1708. 78. 1 . alt. Derca/nxt II. 285.
Ben (Luik). S. den Art. Hans Been.
Benaglio (Barthvlome), Bildhauer zu Rom »im 1750, von welchem man in der Kirche St. Jo-hann von Lateran ein marmornes Basrelief sieht;dann zwey Gerüchte (Ueuomöes), welche dasWappen Pabst Clemens XII. halten,an demSpring-brunncn Trevi. Dti. — F'ranz Benaglio mallein der Kirche St. Maria della Scala zu Verona , undsoll um ij/6. gelebt haben, /'oriro X". 106. —Hieronymus Benaglio, Maler zu Verona , folgteder alten trockenen Manier des X V. Jahrhunderts,»n welchem er lebte. Man sieht in seiner Geburts-siadknocheinigeGemäldevonihm. ^0220 X°. 5 . —Paul Benaglio, Bildhauer von Neapel , arbeiteteum 175». zu Rom , wo man verschiedene öffentlicheWerke von seiner Hand findet. E. den Art. M.Anastafio. /rti.
Be naschi. S. Beinaschi-
* Benasech oder Benezer (F ), ein eng-lischer Kupferstecher, von welchem man einige Land-schaften nach Dietrich, Denier, Pillement u. s. w-kennt. Aura».
Benedetti. 6r
Benaro (Sanckus), Baumeister zu Padua ,baute die dasige Pfarrkirche St. Lucia in corintischerOrdnung. l. 232.
Benavides (Vincenz), Maler von Oran inder Barbarcy, lernte zu Madrid bey Franz Ricci.Er hatte eine große Manier, und machte sich durchPerspectiv - und Architecturgemälde so berühmt, daßer zum Aufseher des königl. Theaters zu Buenretiroernannt wurde. Er malte auch gute Figuren, undarbeitete sowohl in Fresco- als in Wasserfarben.Benavides st. 1703. 66. I. alt. X0.220.
* Benckerr (Joh. Peter), Bildhauer vonNeustadt an der Saale in Franken, lernte bey CasparEygcn zu Eichstädt. Er gieng nach Bamberg undin verschiedene benachbarte Klöster; endlich ward ernach Potsdam berufen, wo er Anfangs unter Nahlarbeitete, hernach aber Vieles für den König selbst inCharlottenburg und Potsdam zu verfertigen bekam.Dieser Prinz machte sich das Vergnügen, ihn in sei-ner Werstätte zu besuchen. Er war ein sehr guterKünstler, hielt aber alle seine Figuren zu mager,und ein wenig zu lang. Benckerr starb um 1770.ungefähr 60. I. alt. Nachrichten von RünftlernI. i»8.
Benci (Johann), Maler, arbeitete um » 565 .zn Florenz unter Michel di Ridolfo Ghirlandajo.
5 » ia n l. 141- — vasari führt unterden Academisten zu FlorenzeinenDoininicus Bencian, der ihm nebst verschiedenen andern Künstlern anseinen Werken in dem dasigen herzogl. Pallaste u. a. w.behilflich war.
Bencivenisti oder Cisri di Mone.S. den Art. G. Artaviani.
* Bencovich (Friedrich), Maler aus Sla-vonien, lernte Anfangs zu Venedig ; hernach kamer nach Bologna in Carl Cignani's Schule, in wel-cher er sich den Ruhm eines guten Künstlers erwarb.Er arbeitete einige Zeit zu Venedig für Privatper-sonen Seine lebhafte Einbildungskraft verleitete ihnzu einer ausschweifenden Manier, mit welcher er znMailand und in Deutschland erscheint. Man siehtvon ihm ein Altarblatt in der Kirche Madonna delPiombo zu Bologna , welches den gekreuzigten H.Andrcas nebst einigen andern Heiligen vorstellt. Die-ses Bild ist sehr schön, wohl componirt, und rich-tig und natürlich gezeichnet; die Farbe ist klar undlieblich, die Harmonie wohl beobachtet, und dieSchatten sind stark. Er etzte nach seiner eigenen Er-findung das Bildniß des sel. Peter Gambacorti,Stifters der Congregation St. Hieronymus. Ben-covich lebte um 174«.
* Bendel (Bernhard), ein geschickter Bild-hauer zu Augspurg, welcher in dieser Kunst Pctclgleich geschätzt wird. Er verfertigte die schöne Kan-zel und lebensgroße Figuren für die dasige Jesuiter-kirche, und st. 1786. 38 . I. alt. von SrertenBrief IX.
* Bendler ( ), Landschaftsmalerin
Schlesien, des C. L. Agricola Zeitgenoß und Neben-buhler, den er in der Kunst sogar zu übertreffen sicheinbildete, ob er gleich die Bäume sehr schlecht zeich-nete , und öfters wider die gemeinsten Regeln der Zu-sammensetzung handelte, da er z. B. die Höhen ver-schiedener Gründe unmittelbar übereinander, odereinen Baum des zweyten Bodens in senkrechter Linieüber den Baum des Vorgrunds setzte. Gleichwohlfindet man einige ziemlich guteBilder von seinerHand.
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Benedeire; ein französischerDeyname vonI. Benedicr Castiglione.
Benederri (Andreas. S> Ampruiger.
— — (Joseph), Kupferstecher zu Bologna .Don ihm kennt man historische Blatter nach H. Grarziani, F. Albani , D- M. Fratta u. s. w. üa»äe//irrr.
— — (Maria Euphrasia), Carmeliternonneund Malerin zu Rom , lebte vermuthlich zu Anfang