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Bellotti.
Aussichten von Dresden , und 6. vonKönigstein undPirna , auf so viel große Blätter mit einem gutenmalerischen Geschmacke. Seine Nadel ist spielendund angenehm. I. Brostolon hat nach ihm die öffent-lichen Feyerlichkeittu der Stadt Venedig auf 12 Plat-ten geliefert.
* Bellorri (Joh. Baptist), Maler zu Ve-
rona , lernte bey Andreas Voltolino und Anton Bcl-lucci, bey welchem er seine Kunst vervollkommnete.Er hielt hernach selbst eine Schule, und arbeitetemit allgemeinem Beyfall für Kirchen, Privathäuserund ausländische Städte um 1718. ^ ,04.
und p. 12.
— — (Michelangelus), Geschichtsmaler zuMailand , wo man in der Klosterkirche St. Mariadi Carravaggio eine Tafel von ihm steht, welcheverschiedene Heilige des Tnnitanierordens vorstellt.Er besaß das Geheimniß, alte und verdorbene Ge-mälde wieder herzustellen, von welchem er 1726.eine ruhmwürdige und nützliche Probe an dem be-rühmten Abendmal des Leonhard da Vince in demSpeisesaal des dasigen Dominicanerklosters mit beß-tem Erfolg abgelegt hat.
(Peter), Maler von Volzano, lerntebey Michel Forabosco. Er befliß sich zu Venedig einerdamals unaewohnten feinen und wohlausgearbeite-teu Manier. Bellorri malte sehr schöne Bildnisse,mit welchen er sich bey dem damaligen Cardinal Ot-roboni, nachher Pabst Alexander VIII. und bey demChurfürst in Bayern große Gnade erwarb. Er ar-beitete auch für den Herzog von Mantua , und fürverschiedene andere Fürsten . Man sieht von ihm einmittelmäßiges historisches Gemäld in der Sala delScrutinio des herzog!. Pallastes, welches die Zer-störung der Festung Margaritino vorstellt. Der spa-nische Herzog von Ucedo war sein Schüler und gabihm monatlich ün.Duploneu für seine Unterweisung,und täglich ein Gericht von seiner Tafel Er starb zuGarignano am Gardasee i7«o. 74. 1 . alt. Die aus-schweifenden Einfalle dieses Malers und die ihm zu-gestoßenen Abenthcucr sind so zahlreich, daß sie einganzes Buch füllen würden. Selbst sein in demVHuseo Florenrino III. 19t befindliches Bildnißist ein Abdruck seines Charakters.
— — (Seraphin), ein Künstler zu Mailand um 1780. Nach seinen Zeichnungen ward dieKapelleder Geburt Maria in der Kirche dieses Namens mitMarmor, vergnldetem Kupfer und kostbaren Stei-nen prächtig geziert, /.atrmäa.
* Bellucci (Anton), Maler zu Venedig , lerntebey Ovminicus Difinico. Nachdem er seine Stärkemit einem schönen Colorit in Altarblattern zu Vene-dig , Verona und andern Orten öffentlich erwiesenhatte, gieng er nach Wien , wo er die Ehre hatte,Kaiser Joseph I - Hofmaler zu werden Die dasigefürstlich-lichtensteinische Galerie ist mit vielen De-ckenstücken von seiner Hand geziert. Er hielt sich langean dem churpfälzischen Hofezu Düsseldorfauf, kehrteendl'ch j„ sein Vaterland zurück, und starb in demKirchspiele Soligo des trevisanischcn Gebiets 1726.72. I. alt. Eines seiner Bilder thut in der Cathe-dralkirche zu Venedig durch sein vortrcfliches Hell-dunkel eine so große Wirkung, daß ihm blos einmehrberühmter Name fehlt, um unter die beßtenWerke Italiens gezählt zu werden. Von ihm kenntmanauch eingeetztcsBildniß des Correggio. skknreoBorentmo IV. gä.
— — (Joh. Baptist), geb. zu St. Mannsi 5 vü, lernte bey Anlaß seiner Heyrath mit der Toch-ter des Hieronymus Geuga, eines Malers und Bau-meisters von Urbino , diese Künste, welche er unge-achtet seines Alters so wohl begriff, daß er in Dien-sten des Großherzogs von Loskana die Befestigungder Stadt Pistoja zu Stande brachte, die Bollwerkezu Pisa vermehrte, auch die Mauern und Außenwerkeder Stadt Florenz wieder herstellte. Bey diesem An-laß schrieb er ein Buch von Festungen. Bellucciward in dem Kriege von Monte Alcino durch einenFlintenschuß verwundet. Er gab dem Marggrafen
von Marignaua Anleitung, die Festung von Siena zu erobern, worfür er zur Belohnung eine Haupt-mannsstellc bey dem Fußvolk erhielt. Bey Belage-rung der Festung Aivolo enpfieng er bey Stellung derStücke an dem Haupt eine Wunde, an welcher er48. I. alt starb, und ward zur Beerdigung in seineGeburtsstadt gebracht. III. 5 ro.
Belly (Jakob), Maler und Kupferetzer vonChartres, lernte bey Simon Vouet . Er arbeitete zuRom , wo er neben Anderm die farnesische Galerienach Hannibal Carraccio auf 02. Blattern in Kupferbrachte. Sein Zeichen ist. A L. R. Belly lebteUM 1600. /e Oomte III. 29 s
* — — oder Billy (Vincenz), Kupferste-cher und Kunsthändler, gab neben Anderm zwoSammlungen von heiligen und weltlichen Geschich-ten, die eine von 25 . die andere von 26. Blät-tern, mit ( 7 . bezeichnet, die er für Arbeit vonHannibal und Augustin (sarraccio verkaufte.VNarierre versicherte, es sey vielmals Marc An-ton Bellavia, welcher solche gezeichnet und geetzthabe. tl. Bibliothek schöner WissenschaftenXVII. 241.
* Belinond (Johann), Maler und Kupfer-stecher von Fossano , lernte die Zeichnung bey seinemVater, und die Malerei) zu Bologna bey JosephMaria Crespi. Er kopirte daselbst verschiedene Ge-mälde alter Meister und radirte nach einigen Altar-blattern. Alsdann gieng er nach Paris , wo er un-ter Loren; Cars das Kupferstecher mit dem Grab-stichel lernte. Der König von Sardinien ernannte ,'h,rzu seinem Kupferstecher und verordnete ihm eiuJahr-geld. Dieser Künstler verfertigte viele Arbeit; abersein Fleiß schwächte ihm das Gesicht dergestalt, daßer um r 769. außer Stand kam , feme Kunst zu üben.
xättrrcr 11 l. ZZZ.
Belrraffo (Joh. Anton). S. Boltrafio.
Beltrame (Jacob), malte in einem Zimmerdes Zeughauses zu Venedig eine Tafel, die H. Jung-frau Maria, St. Marcus, und die Gerechtigkeitmit etlichen Bildnissen vorstellend. önMcffm. —VNarc Belrrame, Bildhauer, verfertigte dasGrabmal Christophs Juanovich, eines Chorherrn,der 1688. starb. Es ist mit etlichen Bildern und einemvorkreflichen Brusibilde des Verstorbenen geziert,und in der Kirche St. Moses zu Venedig aufgerichtet.
Beltramellr (Ciprian). S. B- Barell,.
Beltramino, einer der ältesten Maler zuBologna , wird von Malvasia I. öZ. nach einemSinngedichte des Malpiggl, angeführt.
Bekrran (Hermann Dominicus), Bildhauerund Baumeister von Viktoria in Spanien , studirtsin Italien . Er arbeitete an Auszierung des königl.Klosters Escurial, trat in den Jesuitcrorden undbesorgte dessen prächtige Gebäude. Er starb in hohemAlter um 1Ü90. iX'o. 28.
Beltran 0 (Augustin und Joseph), Gebrüder,Maler zu Neapel , lernten bey Maximus Stanzioni.Augustin heyrathete die berühmte Malerin, AnnaRosa, die er wegen eines, wiewohl falschen, Ver-dachts der Untren ermordete. Er mußte sich des-wegen in Frankreich flüchten, kam aber „ach derAussöhnung mit seiner Frauen Verwandten nachNeapel zurück, und arbeitete für verschiedene Kir-chen. Man sieht aus seinen Gemälden, daß er desGuido Reni Manier nachzuahmen gesucht habe. Er-st. E 5 . — Joseph malte drey Tafel» für die Ka-pelle St Salvatore d'Otta der Kirche St. Mariala nuova zu Neapel. /)oMem'cr III. m. n j.
Belvedere (Andreas), ein vortrcflicherFrüchte- Blumen- und Vöge.'malcr zu Neapel ,lernte bey Paul Porpora und I. Baptist Ruoppoli.Er zeigte in der großen Menge seiner Arbeit eineneben so großen Verstand, und begleitete den LucasGiordano in Spanien , wo er bey Carl II. sich sehrbeliebt zu machen wußte, und viele Gemälde für die