Band 
Erster Theil.
Seite
73
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B i a n ch i.

V>anä)i (Peter Anton), des Baccio zweyterCrh», arbeitete um röüo. zu Genua in der Bau-kunst. §op,a«i p. Zoo.

— — (Philipp'!, Maler zu Venedig . Manzahlt den untern Theil einer Altartafel in der dasigenCanneliterkirche unter seine berühmteste Bilder. Esstellt einige Heilige vor; der obere Theil ist von Her-mann Stroiffl. — Bosch INI führt in seinen Rei-men S. 5 si- einen Carlerro Lianchi, PhilippsSohn an, der auch in der Malerey berühmt wurde.

— — (Simon), Bildhauer von Florenz , ar-beitete meistens zu Venedig , wo sich viele von seinenSterken befinden. Er blühcte im XVI. Jahrhundert.

II. 523 .

— — (Thomas). S. Lancilotto.

— — ( ) genannt Vertone, Maler zu

Neggio , verfertigte das Bildlich der H. Maria, wel-ches in dieser Stadt verehrt wird, nach einerZeich-innig des Loclius da Novcllara, der vielleicht seinLehrmeister war. weitere L» ia Bittura III. 325.

Blanchlni (Balthasar). S. Bianchi.

— — (Dominicus), genannt Rosserri undsein Bruder *vincenz, geschickte Musivarbeiter,von welcbcn man einige Stücke in der St. Marcus-kirche zu Venedig sieht. Sie blüheten um i 535 . —Johann Anron, des vineenzen Sohn, arbeitetein gleicher Kunst und in eben dieser Kirche um i557,Sansovlno. — * Ein vierter Bianchmi war um1,06. pabstlicher Baumcilrer zu Rom . A'. >/oto«re.

Bianco (Anton), malte in der CollegiatskircheS t. Laurentius zu Mailand die Empfänglich Mariaund das Bildlich des H. Franciscus. Er lebte um1,-20. /.atrmcia.

— — (Christoph). S. Blaue.

— — (del). S. Blailchl.

— — ( ) Maler aus Piemont, von wel-

chem man in der Drcyfalligkeitskirche zu Turin denLauf Christi und Hagar mit Jsmael in der Wüstesteht. 7 ia>to//.

* Bianconi (Carl), Kunstliebhaber zu Bo-logna , lernte bey dem jünger» Hercules Graziani.Er legte sich zu seinem Zeitverlricb auf das Kupfersehen. Von ihm kennt man um 1760. nach einer Zeich-nung von R.la Fage die Höllenfahrt des Eneas u. s.w.

* B > ancuccl (Paul), Maler von Lncca, lerntetey Guido Rcni, und bemühcte sich immer, seinerPlanier zu folgen, indem er mit einer guten Färbungund artigen Erfindungen arbeitete. Seines Mei-sters Gemälde kopirte er mit vieler Geschicklichkeit,und wandte große» Fleiß auf derselben Ausführung.Er starb in seinem Vaterlande i 653 .

* B>ard (Peter), Baumeister und Bildhauerzu Paris, studirte zu Rom nach M. A. Bonarvki. Er-arbeitete nach seiner Zurückkunfl für öffentliche Ge-bäude. Das Basrelief über dem Portale des Rath-hauses , welches Heinrich l V. zu Pferde vorstellt, undDie schönen Figuren, welche das Musicantcnchor inDer Kirche St. Eticnnc du Mont zieren, sind vonseiner Hand. Er st. 1609. 5 ». I. alt, und ward in!dcr St. Paulskirche begraben, piganiol führt seine

»Erabschrift an. Biard etzte auch 12. Blatter nach»Michel-Angel», Julius Romanus u. s. f. — SeiniCokn * Derer, ein mittelmäßiger Bildhauer, ver-fertigte die Ctatüe Ludwig Xlll. auf dem königl.iPlatze; das Pferd aber ist von Daniel Ricciarelli.iCie wurden im Jahre 16Z9. aufgerichtet. Von'Dererzeigtman auch dieStatüen Mars und Venus^i» dem Hotel von Toulouse . Lrrce.

> Diardeau (Peter), Bildhauer von Laval in. der Provinz Anjou gebürtig, arbeitete um >720.

Man sieht von ibm einige Heiligenbilder von gebacke-. ner Erde in der Kirche der kleinen Augustiner zuParis . Hirce.

Vid 0 ttl.

Blbiena; Beyname von I. Maria Galliund seinen Nachkommen.

Bicari (Franz), ein mittelmäßiger Maler zuBologna , wird von Malvasra I. 58 i unter dieSchüler der Carracci gezahlt. — Dieser Schriftstel-ler führt auch II. 391. Ludwig Bicari, einen Zierratheumaler an. Dieser lernte bey Bartholome Cesi.

* Bicchierai (Anton), Maler zn Rom umi/ 3 o. Von seiner Hand findet man in einigen Kirchendieser Stadt schöne Deckenstücke und Anderes. Trtr.

Bicchierajo (Cesari del), Schüler des An-gelas Bronzino zu Florenz , arbeitete daselbst unterseiner Aufsicht für den großherzogl. Hof um i 5 vo.wettere /a I. iso.

Bicchio (Joh. Baptist), Maler von Savona ,lernte bey I. B. Paggi Man sieht ein Altarblattvon seiner Hand in der Hauptkirche seiner Geburts-stadt mit 1667. bezeichnet, welches verschiedene Hei-lige vorstellt. Er ahmte in demselben die Manier sei-nes Meisters so genau nach, daß, ohne diese Jahr-zahl , man es ohne Schwierigkeit für des Paggi Ar-beit halten würde. 7 V. L. p. i 35 .

Bicci (Fr,), ist durch ein Blatt nach LudwigCarraccio, das die Flucht in Egypten vorstellt, be-kannt.

— (Loren;), geb. zu Florenz 1400, sagtvasari; allein dieß muß viel früher gewesen seyn,weil sein Lehrmeister Spinello in diesem Jahre gestor-ben ist. Man findet auch, daß Bicci schon iH"9>in die Maler-gesellschaft aufgenommen worden. Erwar der letzte, welcher der alten Manier des Giottogefolgt. Loren; malte mit solcher Fertigkeit auffrischen Mörtel, daß denen, die ihm zusahen, schwin-delte, und veränderte seine Figuren nach dem Wil-len derer, für die er arbeitete. Seine Zeichnung istrichtig und sein Colorit lebhaft; seine Frescogrmälde,ob sie gleich Wind und Wetter ausgesetzt sind, habensich doch bis auf unsere Zeiten gut erhalten. Er warder erste, der in der Kirche St. Maria del Flore malte.Dieser Künstler st. 1)62. und hinterließ zwey Söhne,Bicci und isteri, die er in seiner Kunst unterwies.Dieser letztere fieng an, die alte Manier zu erwei-tern und einen bessern Geschmack einzuführen, wieman solches an den Gemälden der Kirche St. Micheleund St. Maria dalla Grazie zu Arczzo, auch an eini-gen andern zu Florenz sehen kann; er würde auchvermuthlich in der Kunst noch weiter gekommen seyn,allein erstarb bloß 36 . I. alt. Ilottarr I. 167. und(Enta p. 2-j.

* Bichard (Joh. Baptist). S. den Art.I. Carl Fraricois.

Bicheur (Ludwig le), Perspectivmaler undProfessor dieser Kunst in der königl. Maleracademiezu Paris , in welcher er sich ein rühmliches Anden-ken erwarb. Er schrieb eine Abhandlung über gemeldteKunst und st. 1666. ie Oomte 111. 101.

* Bichi (Johann), Maler. C. Blocmaert hatnach ihm das Bildniß Kaiser Ferdinand 111 . gesto-chen. Er ist vielleicht I. Baptist Bicchio.

B ickx (Christian), ein niederländischer Maler,von welchem man in der Drcsdnergalerie ein Bild fin-det , an dessen Ausführung Vliclaus van verendaekund p. T- Theil gehabt. Bickr malte wahrschein-lich darin das Wildpret und das Küchengeschirr.

Didaur ( ), Bildhauer zu Lyon , von wel-

chem man schätzbare Arbeit in den Kirchen dieserStadt zu sehen bekömmt. Er lebte um die Mitte desXVII. Jahundcrts. HeLcri/llio» rie in cie Lr/on.

Bidotti (Ritter), Maler, von welchemman in einer Kapelle der Kirche St. Maria Cottarlandina zu Lucca ein Bild, die Geburt Christi sieht.Man findet darin viel Gutes; die Figuren sind wohlgruppirt; der Kopf des H. Josephs ist besondersschön t'oc/ri» 11. 97. Dieser Künstler ist vermuth-lich Paul ttiuidorro.

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