Band 
Erster Theil.
Seite
72
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72 Bezzicalttve.

Botschafters einen sehr kostbaren Sarg oder Neli-quienkastcn für den Leichnam des H. Cyri, aus Cry-siall, mit silbernen Zierathc» von unvergleichlicherArbeit verfertigte.

Bezzrcaluve. S. Bazicaluve.

* B laglO (Julian di). S. den Art. AntonFederighi.

* Bianchi (Andreolns). E. den Art. Hugoda Vertova.

* — — (Baccio, d i. Bartholome), Malerund Kriegsbauineister von Bologna, diente in Spa-nien unter Philipp l V. Er verfertigte daselbst Ma-schinen, welche die Kräfte der Natur zu übertreffenschienen. Baccio starb zu Madrid um rbbo. 60. I.alt. Diese Nachricht giebt tvrlandi, ohne einenGewährsmann anzuführen. Sopran» x». 299. hin-gegen sagt: Dieser berühmte Baumeister, von Como gebürtig, habe sich zu Genua haushablich nieder-gelassen, wo die Herrschaft ihm den Bau des neuenMeerhafens und der Stadtmauern vertraute Nochzählt man unter seine vornehmsten Gebäude dreyPalläste der Familie Balbi, und das große Jesuiter-collegium. Er st. 1 ( 157 -

* — — (Balthasar), geb. zu Bologna 1614.lernte Anfangs das Kupferstechcu bey I. BaptistEoriolano, der ihn aber nicht ferner unterweise»wollte, weil er besorgte, es mochte seinen eigenenSöhnen nachtheilig seyn. Balthasar begab sich alsoauf die Malerey, vergesellschaftete sich mit Jo-hann paderna, und folgte des Augustin MetclliManier, der ihm seine Tochter verheyrathete. Ermalte Verzierungen und Perspektive, und arbeitete»n Diensten der Herzoge von Manlua und Modena .Balthasar starb in dieser letzter» Stadt 1679. /ci-§i»a /n'ttrice 111. 65 .

* — -- (Cajetan), Kupferstecher, arbeiteteum 17Z0. zu Mailand . Seine Blätter sind meistensBildnisse von Mailändern.

— — (Carletto). S. den Art. Philipp Bi-anchi, seines Vaters.

— — (Caspar), Bildhauer, von welchemman hölzerne Statüen auf dem zweyten Altare derChorhcrreukirche St. Johannes zu Brescia sicher.Atture etc. ch Lincia.

— — (Franz), genannt Frari , Maler von

Modena , verfertigte mit einem angenehmen Colorit,zierlichen Stellungen, natürlichen Bewegungen undgroßen Compositionen so vortrcfliche Werke, daß sienoch heut zu Tage berühmt sind. Boschini beschreibtden Character dieses Künstlers so, daß er in der ve-netianischen, leichten, reinlichen und hurtigen Ma<nier wohl erfahren gewesen, vedriani und Lance-lorro halten ihn für des Anton Correggio Lehrmeister,/rarist. i 5 io. 6Z. I. alt; er hinterließ, in Ermang-lung von Leibeserben, den Armen sein ganzes Ver-mögen. p. 5 g. — Ein anderer /ranz

Bianchi, Maler zu Mailand , von welchem manin der Pfarrkirche St. Sebastianus daselbst ein histo-risches Blatt findet, blühete um 1720. /.atnKlia.

* — — (Friedrich), Maler von Mayland,lernte bey Julius Cesar Procacciui . Derselbe warschon von seinem 17. Jahre an, da er drey Fresco-gemälde indem Kreuzgange des Barfüßcrklosiers ver-fertigte, mit vielem Ruhme bekannt. Spalherhinmalte er sehr Vieles für verschiedene Kirchen undPalläste seiner Vaterstadt u. s. w. Bianchi arbei-tete mit einer geistreichen, starken, wohl componir-ten und schönen Manier; er hielt sich um >710. zuTurin auf, und arbeitete daselbst sowohl als zu Asti in einigen Kirchen mit I. Baptist pozzi, einemOrnamentmaler. 6«a»ie»tr.

— — (Horaz ). S. Blanc.

— — (Jacob de). S-GiacopinoLancilotro.

*— (Joh. Baptist), des Baccio Sohn,übte Anfangs seines Vaters Kunst, nachher lernte

Bianchi.

er mit leichter Mühe das Bildhauer». Er verfertigteeinen Bacchus von Marmor, den er in Frankreich sandte, wo er sehr gerühmt wurde. Auf dem gros-sen Altar der Cathedralkirche zu Genua sieht man vonseiner Arbeit die Statüe der H. Maria mit einigenEngeln umgeben, in Erzt gegossen. Auch Mailand besitzt mehrere Arbeit von ihm. Die Bekanntschaftmit J. Baptist Erespi veranlaßte ihn, seine Kräfteauch in der Malerei) zu prüfen, und er brachte einigegute Bilder zu Stande. Er starb zu Genua an derPest » 65 ?. Man zählt unter seine Werke die Ergän-zung vieler Stücke a» dem berühmten farnesischcnOchsen zu Rom . M. G- Roffi hat ein Blatt davongeliefert. äopErip. Zoo.— pozzogedenkt N°. i 5 o.Joh. Baprift Bianchi, eines geistreichen und ge-schickten Baumeisters und Bildhauers, der zu Ve-rona gearbeitet habe; da aber weder seines Lehr-meisters noch seines Zeitalters erwähnt wird, so istes auch ungewiß, ob diese Nachricht zwey oder nureinen Künstler betreffen.

* Bianchi (Joh. Paul), Kupferstecher zu Mai-land um 1620. Er arbeitete nach Dominicus Fiasella

u. s. f.

* — — (Joseph), malte in dem Oratorio St.Michael zu Mailand das Bild der H. Maria, undlebte um 1720. Latrmcka.

* — — (Isidor), genannt der Rirrer Jsi-doro, geb. zu Campione i» der Landvogtey Lauis1602, lernte bey dem Ritter Mazzucchelli, und setztesich zu Mailand , wo mau von «einer Arbeit ein Al-karblatt in der Kirche St. Remigius sieht, welchesChristus am Kreuze mit Maria und Johannes abbil-det. Torre führt auch noch andere öffentliche Ge-mälde von diesem Meister an Er ward nach Turin berufen, die Gemälde seines Lehrmeisters auszuar-beiten; dieses that Isidor mit so glücklichem Erfolg,daß ihn der Herzog von Savoyen zum Ritter des St.Mauritiusordens ernannte. Man zählt unter seineMeisterstücke eine Kapelle in Madonna dci Monte zuVarese , wo die Auferstehung Christi von entzücken-der Schönheit ist Dieser Künstler starb zu Mailand um 1690. Füßi IV. 5 g.

— — (Lucretia ), Balrhasars Tochter, lernte

bey Franz Stringa. Sie kopirte mit gutein Ge-schmack und schönem Colorit. Diese Künstlerin arbei-tete Vieles für die Herzogin von Modena und ver-schiedene vornehme Damen zu Rom . Diele von ihrenGemälden kamen in England. Sie lebte noch mn»700. II 7,87.

— — (Marc), Baumeister von Rom , erneuerteum »755. die Kirche St Petrus Coelcstimis zu Mai-land . Tat/mste».

— — (Peter), Mnsivarbeiter zu Venedig umi 55 o. Man sieht von seinen Werken in der Cathe-dralkirche zu Orvieto . Rro-fttti c. VI.

* — — (Peter), Maler zu Rom , lernte beyJacob Triga, I. Baptist Gauli und Benedict Luti.Schon in seinen Lehrjahren, da es um das GrabmalPabst Paul 111 zu thun war, wagte er es, nebenmehr als dreyßig Nachwerbern dieser Arbeit, umden Vorzug jn streiten. Er machte deßwegen eineZeichnung, die den Preis erhielt. Zufolge dem Ver-langen des sterbenden B. Luti, bracht' er das vonjenem angefangene Gemald des H. Eufebius zu Ende,welches so wohl aerieth, daß man ein zweytes vonseiner eigenen Erfindung verlangte, in welchem Dr^anchi die H. Maria mit dem Kinde und die HH.Dominicus und Franciscus abbildete. Sein leb-hafter Geist machte ihn zu allen Gattungen der Ma-lerey geschickt. Geschichte, Landschaften, Bildnisse,See- und Thierstücke; alles malte er mit gleicherStarke. Von seiner schönsten und kräftigsten Ma-nier ist ein Deckenstück auf Tuch in einem Zimmer desPallastes Colonna. I. Frey hat nach seiner Zeich-nung das Titelkupfer von des Mercari Netallo-tkecs gestochen; Anderes Bugati, Markinet u. s w.Er st. »729. 45 . I- alt.

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