Band 
Erster Theil.
Seite
79
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Uidischeron starb,eine kosBildnißdyk; desGwinn:rf u v. a.

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Bleyker.

Bleyker (Gerard). S. I. Jacobs.

*Bleyswyk(F.), Zeichner und Kupftretzerin Holland um 1720. Man hat von ihm Verzierun-gen, Vignetten u. s. w. Erarbeitete auch nach F.van Mieris, A. Toornvliet rc.

* Bloc (Conrad), Stahlschneider, von wel-chem Bizor k. 97. eine Schaumünze anführt, wor-auf die Brustbilder Erzherzog Alberts und seiner

!» Gemahlin Isabella, Jnfantin von Spanien , zusehen sind.

Block (Daniel), Maler von Stettin in Pom-mern , lernte bey Jacob Scher. Er arbeitete an denkönigl. Höfen Dänemark und Schweden . DieserKünstler hatte im 81. Jahre seines Alters das Un-glück , durch eine Fenersbrunsi alle seine Haabe zuverlieren, und starb vor Gram 1661. — Unter sei-nen Söhnen ward * Benjamin i6Zi. zu Lübek ge-boren. Er gieng 1669. in Italien , und hielt sichmeistens zu Neapel, Rom und Venedig auf. DasBildniß des berühmten Jesuiten P. Kirchers, wel-ches er sehr kenntlich gemalt hatte, vcrschaste ihmzu Rom viele Arbeit, indem sich viele Standesper-sonen von ihm schildern ließen. Nach seiner Zurück-knnft in sein Vaterland heyrathete er i 06 j. die Künst-lerin Anna Earherina Fischer. Er arbeitete dieübrige Zeit seines Lebens zu Nürnberg und zu Regen-spurg. Benjamin malte für die dasige neue Pfarr-kirche die Geschichte des Gichtbrüchigen, und, weiler selbst mit diesem Uebel behaftet war, stellte er sichinner dem Bilde des Kranken vor. Die KupferstecherKilian, Sandrarr, Wolfgang u. s. f. haben nachihm gearbeitet. — * Adolph, Daniels zweyterSohn, malte Feldschlachten, und der dritte, Ema-nuel, Bildnisse und leblose Gegenstände. San-drart I. 7Z. und AercaM/iL II. 447-

— — (Jacob Reugers), von Gouda gebür-tig , lernte nebst der Malerey auch höhere Wissen-schaften. Die Mathematik führte ihn auf das Ar-chitektur- und Perspectivmalen. Rubens lobte seineKunst, und hielt ibn hierin für den größten Meister inNiederlanden . Er verstand auch die Kriegsbaukunst,mit welcher er dem König in Polen und nachherdem Erzherzog Leopold diente. Bey der Festung Wi-noxberge stürzte sein Pferd mit ihm ins Wasser, wo-durch er sein Leben unglücklich verlor. Er blüheteum ihio. I 345 . — Johann Block,

Kunstgießer, wird von Cluad S. 4 ^ 3 . angeführt. —Johann Block. S. Roerren. — Isaac Blockmalte viele Geschichten in der großen Rathsstubc zuDanzig . Er st. 1620.

Bl 0 ckland; Beyname von Anron Monrfort.

Blodeling. S Blooreling.

Bloem. S. Bloemen.

* Bloemaerr (Abraham) Maler von Gor-cum, kopirtc in seiner Jugend die Zeichnungen desFranz Floris ; hernach lernte er aufsistnen Reisen beyJoas van der Beer, Hieronymus Franck, GeeritSplinther und Vithoeck; er ward aber mehr durchsein glückliches Genie, als durch eine tüchtige Unter-weisung ein Maler. Sein Ruhm wurde durch ganzDeutschland bekannt, wo seine Fabeln, Historien,Landschaften, Thiere u. s. f. seine große Geschick-lichkeit und die Fruchtbarkeit seines Geistes anzeigten.Er starb zu Utrecht issj7. 80. 1 . alt Bloemaerr er-fand mit großer Fertigkeit; seine Zusammensetzungist reich und angenehm, seine Gewänder sind verstän-dig in Falten gelegt, und seine Ausarbeitung ist leicht;er hatte auch die Wissenschaft von Licht und Schat-ten vollkommen inne. Seine Gemälde sind gemei-niglich mit lebensgroßen und angenehmen Figurengeziert. Man beschuldigt ihn, daß er die Natur nichtsorgfältig genug zu Rathe gezogen, sonder zuweilenaus bloßer Uebung gemalt habe Seine Zeichnungrichtet sich nach dem Nationalgeschmacke. Man hatvon ihm selbst, von seinen Söhnen Cornelius undFriedrich, dann von I Müller, I. Matham, denduPaas, den BolswertS, Sacnredam, Swanen-burg u s.w. H7 5 . Blätter nach ihm. Abraham hatte

Bloeleling. 79

vier Söhne die seine Kunst übten. 1. * Adrian reistein Italien , wo er sein Talent sehr erweiterte und sicheinen großen Namen erwarb. Man sieht bey den Be-kiedictinern zu Salzhurg sehr schöne Gemälde vonseiner Hand. Dieser Künstler hatte daselbst das Un-glück, in einem Zweykampf auf der Stelle todt zubleiben. 2 * Cornelius, geb 160Z, verwechseltenach einiger Zeit die Malerey mir dem Grabstichel,den er unter Crispin du Paas führen lernte, Umr 63 o. arbeitete er mit I Theodor Matham zu Paris an den Blättern zu deml'omple äe IVIuses von Fa-verrau. Er übte hernach diese Kunst zu Rom bis'ansein Ende, welches in hohem Alter erfolgte, indemer, nach Gandellini, r68b. noch lebte. Man hatvon ihm eine große Menge mit dem Grabstichel ver-fertigter Blätter, die er eben so reinlich als richtigund angenehm in dem Geschmack »nd der Manierverschiedener Künstler auszuführen wußte. Er ver-band auch die Geschicklicbkeit, den Grabstichel zugebrauchen, und die Schraffierungen erforderlich an-zulegen, mit dem Talente Schatten und Licht nachden Regeln der Kunst mit so vielem Verstand anzu-bringen, daß man in seinen Werken eine besondereStärke wahrnimmt. 5 . * Friedrich, sein jüngsterSohn, legte sich auch auf das Kupferstechen. Manhat von ihm ein schönes Zeichenbuch von 1 ig. Blat-tern, und die zwölfMonate nach seines Vaters Zeich-nung. Er und sein Vater haben einige Platten insHelldunkel mit geetztcn Umrissen verfertigt. ^'Hein-rich war der älteste unter seinen Brüdern, aber inder Kunst der schwächste; denn er wußte die gute Un-terweisung seines Vaters nicht gehörig zu benutzen.Er starb um 1647. DeLcrEps I. 246 u. s. f.

* Bloemen (Julius Franz), genannt Gri-zonre, Maler von Antwerpen , dessen Lehrmeisterunbekannt ist Er gieng nach Rom , wo er sich hans-hablich niederließ, und in der niederländischen Künst-lergesellschaft aemeldten Beynamen bekam, weil erdie Horizonte sonderlich wohl malte. Seine Maniergleichet des Caspar Dugher, welches glauben macht,daß er bey seiner Ankunft zu Rom sich seines Unter-richts bedient habe. Er betrachtete die Gegenden vondieser Stadt als so viele Gemälde, die er von ge-schickten Meistern verfertigt sicy vorstellte^ I« seinenMerken sieht man vornehmlich Tivoli und dessennächst umliegende Oerter, Wasserfalle, aus densel-ben aufsteigende Dünste, durch Nebel und Staub-regen scheinende Regenbögen, welches alles er biszum Tauschen vorzustellen wußte. Fremde, und be-sonders die Engländer, kaufen seine Landschaften inhohem Preis auf. Erst 17,8. 92 J.alt. Man stehtin dem Gartenpallaste des Pabsts in Montecavallozwey Gemälde von seiner Hand. Er hat auch einigeBlatter von seiner eigenen Erfindung gestochen;etliche andere sind von B. Guelard u. s. f.

III. 358.

— — (Nolbert van), genannt Cephalus,des vorigen Bruder, that eine Reise nach Rom , aufwelcher er aber seine Kunst nicht sonderlich verbes-serte, sondern bey seiner niederländischen Manierblieb. Er machte seine Heimreise zu Fuß, und Klo-ster waren auf derselben seine Gasthöfe. xJolberrmalte Bildnisse und kleine historische Tafeln. Erst. 1746. 7 - 4 - I. alt. (?oo/ II. 46Z.

* — — lPeter van), genannt Srendardo,beyder obigen Bruder, hielt sich einigeJahre zu Rom bey seinem Bruder Jul Franc, auf Er kam in seinVaterland zurück und starb daselbst 17,9. 7«. J.alt.Seine Gemälde sind von sehr reicher Zusammense-tzung Fildschlachten, Caravanen, Pferdmarkte,römische Märkre u. s. f. sind die gewöhnlichsten Ge-genstände seiner Arbeit. Seine Zeichnung ist richtig,seine Kleidungen sind von gutem Geschmack, undmeistens morgenländisch. Er malte die Pferde sehrwohl; die Gründe seiner Landschaften sind mit ver-fallenen Gebäuden, zerbrochenen Basreliefs undStatuen ausgeschmückt, und von guter Färbung.Dieser Maler hat auch in Kupfer geekt.

III. 069 . " ^

Bloereling. S. Blooreling.