Band 
Erster Theil.
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78
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78 Blanchin.

geraubt, und verursachte, daß man ihm keine gros-sen Werke anvertrauen durfte, die er wohl angefan-gen, aber niemals würde vollendet haben . 7 r'ic/rm'«H t.p. üb.

Blanchin (Johann), Formschneider, verfer-tigte die Stöcke zu des s). ssucecon Nraitö inporspective okligiro. S. P. Bcea.

* Blanchor (Gencvicve), genannt Godon,lernte bey I. Baptist Sankcrre, dessen Gemälde zukopiren ihre einzige Bemühung war. st'^iAer^vr/.'e.

BlaIIck ( ), deutscher Baumeister, zeigte

Proben seiner Geschicklichkeir an dem schonen Hausevon Pflug, welches er in Dresden aufführte. Marsperger S. sd-s.

BlaIIcus (Joh. Paul). S. Braucht.

B l a II d i n. S. den Art. Adam, seines Lehrers.

Blankhos (Joh. Temiiz, d. i. Anton), ge-'iiannt Jan Maar, d. i. Camerad, Maler vonAlcmaer in Nordholland , lernte bey Arnold Tecr-ling, Peter Schyuburg, und endlich bey Cesar vanEverdingen. Er that eine Reise nach Rom , wo seineWerke beliebt und gesucht waren; aber er hielt sichnicht lange daselbst auf, sondern durchreiste vieleLander, ohne sich irgendwo festzusetzen. Blankhofwar der bcßte Seemaler; seine Gemälde sind sowohl gefärbt und machen eine so verständige Wir-kung, daß man die Winde pfeifen, und den Don-ner aus dem Gewitter brüllen zu hören glaubt.Wann er seine Werke alizuflcißig ausarbeitete, soverringerte er ihren Werth; sie haben weniger /(euer,und verlieren so zu sagen die Scharfe ihres Verstan-des. Dieser Künstler starb um ib/u. /,2.I, alt; manweiß aber nicht, ob zu Hamburg oder zu Amsterdam .

DMMchIL II. P»g.

Blau scher. S. Blancher.

Blanseri (Victorius ein Turincr, malte in derAugustiner -Noniienkirche St Pclagia daiclbst dreyAltarrascln. L-Mo/i. Vielleicht ist es Blancherer.

* Blaiambert ( ), französischer Maler,

der um 1760 zu Paris arbeitete. Seine Werke be-stehen in Theaterstücken, die, ob sie gleich öftersaus 6—/ Figuren zusammengcietzt, dennoch so kleinsind, daß man sie in Ringe faßte.

Blas» (Peter), Bildhauer, verfertigte r/s 5 .das an der Vorderseite des Triciinio Lconiano bei-der Kirche St. Johann von Lateran angebrachteWappen von Pabst Bencdict XrV. mttica

e »wncrim.

* Blasser (Niclaus), Bildhauer und Bau-

meister von Abbeville gebürtig, machte die meisteBildhauerarbeit, welche in der Euthedral- und an-dern Kirchen zu Amicns bewundert wird. Er besaßden so seltnen Talent, die Natur getreu nachzubil-den , und behandelte Marmor und Steine mit unge-meiner Geschicklichkeir und Leichtigkeit. Er wußte ih-nen das Harte durch leichte und durchsichtige Gewän-der zu benehme». Alles, was er arbeitete, bekamunterseiner Hand Zärtlichkeit, Leben und Bewegung.Die Umrisseseiner Statuen sind schon und wohl aus-gedrückt; die Glieder sind verständig gezeichnet. Dieser Künstler st. wüb. Johann t'Lnfanc hat nach sei-nen Zeichnungen ö. Blätter von Grabmälern samtseinem Bildmß in Kupfer gebracht. p. 206.

* Bleck ers ( ), von Harlcm gebürtig, ist

als ein guter Geschichls- und Bildnißmaler bekannt,dessen der Dichter, Johann Vondcl, mit Ruhm ge-denkt. Er arbeitete in Haag und zu Amsterdam . Manfindet in seinen Werken Feuer, Genie und eine großeRichtigkeit in der Zeichnung. Eines seiner beßtenBilder ist der Triumph der Venuö, und ward fürden Prinzen vonOranien gemalt. Er lebte um 16/0.

II. 3 ö 8 Er ist vielleicht derjenige Cor-nelius ober I. (v. Llecker, von welchem maugeetzte Landschaften und Geschichten nach C. Poe-lcmbuig u. s tv. von ibäL. findet. Christ fuhrtS. 121. sein Zeichen an.

B l e n s e n d 0 r f.

* Bleeck (Peter van) , ein holländischerSchwarzkunststecher, der um i/6«, zu London starb.Man hat von ihm: Griffen und Johnson, eine ko-mische Scene nach seiner Erfindung; das Bildnißdes berühmten Franz O.uesnoy nach Vandyk; desRembrands nach ihm selbst; der Ellen Gwinnnach Lcly; eine H. Maria nach van der Werf u v. a.nach verschiedenen Meistern.

* — — (R.), geb. in Haag 16/n, lernte beyDaniel Haring und bey Theodor van Schuur. Erlegte sich auf das Bildnißmale», und weil er in sei-nem Vaterland nicht genug Arbeit fand, machte erverschiedene Reisen nach London , wo er unter dendeutschen Kaufleuten bekannt wurde, für die er vieleBildnisse verfertigte; endlich setzte er sich mit seinerzahlreichen Familie daselbst. — Unter dieser befandsich ein Sohn, der aucy ein guter Bildnißmalerwurde. Vielleicht ist er obbemeldicr perer vanBleeck. /Ä« 600/ I. Z/rj-

BIei 11 ( ), ein geschickter Landschafts- und

Bildnißmaler, arbeitete um ilKi«. z» Paris . Er warbesonders in Frauenziiiimerbildnisseii sehr glücklich,welches ihm um so viel leichter war, als er an seinerTochter eines der schönsten Gesichter beständig vorAugen hatte, /e Lomte III. 12a.

Blondes ( ), Geschichtsmaler, von wel-

chem mau in den Kirchen zu Löwen und zu Mecheln einige Tafeln findet. Seine Zusammensetzungen sindziemlich gut, aber sein Eoioril ist ckwaS schwer undnicht der Natur gemäß. e ue

B! en d 111 ger (Joh. Georg), Maler zu Nnrn--berg, lernte bey Franz Ermels. Er malte schöneLandschaften und zuweilen Bildnisse. B. Vogel hatdes I- E. Locffelhol; seines nach ihm in Schwarz-knust gearbeitet. Er starb in seinem Vaterland«:

7 t- I- alt. l ab. Z/.

* B l es (Heim ich van), in Italien Civetra,

d. i. Bauziem, genannt, Maler von Dome beyDinant gcbürtig. Er übertraf den Joachim Pate-nter, seinen Zeitgenossen, in Landschaften; mau fiu-der in denselben viele Mannigfaltigkeit und herzhaftePinselstriche. Seine Werke sind i» Italien unter demNamen der Landschaften mir dem Bauzletn be-kannt , und sehr gesucht. I» der Kirche Stt Nazaround St. Eelso in Brescia sieht man eine GeburtChristi von seiner Hand gemalt und 5 . historischeLandschaften in dem Saale der Zehn des herzoglichenPallastes zu Venedig . Dieser Künstler biuhete umi 5 iu. I. 02.

* Blesendorf (Samuel und ConstantinFriedrich ), Gebrüder, eines Goldschmieds undeiner geschickten Schmelzmalcrin Sohne zu Berlin .Er malte sehr schöne Bildnisse in Oclfarbcn, arbei-tete auch sehr wohl mit dem Grabstichel »1 Kupfer;seine Manier gleicht des Peter van Gunst. Er wareiner der ersten Professoren der dasigcii Maleracadc-iiiie mit einem Gehalc von i«oo. Nlhlr. Man findeteinige von seinen Bildnissen in lOuffendorfs Ge-schichte von Schweden . Sem Meisterstück ist dasBildniß Markgraf Joh. Friedrichs von Anspach undseiner Gemahlin Eleonora Erdmuth Louise, Prin-'zcffin von Sachsen-Eisenach , welches Blesendorfnach einem von Caspar Nctschers schönstcnGcmäldengestochen; sie sind bcyde in einem Garten bey einan-der sitzend abgebildet. Er starb in der Blüthe seinerJahre um 1/06. — Consiantln Friedlich, seinjüngerer Bruder, malte in Miniatur, Wasser- undDeisarben; er arbeitete auch mit der Nadel und demGrabstichel in Kupfer. Man steht von ihm einigeBlätter in Begers Thesaurus. Blesendorf wärin der Künstieracadenuc zu Berlin Professor der Geo-metrie und Pecspeclio Er führte ein sehr unordent-liches Leben, welches ihn unglücklich machke; gleich-wohl erreichte er ein sehr hohes Alter und starb umi/ 5 ss — * Ihre Schwester war im Schmelzmalcnund i» der Musik geschickt. Die Fürstin von Memzitos nahm sie deßwegen mit nach Rußland , und sieist in Petersburg gestorben. Heineken« rJach-richten 1. iä-