Band 
Erster Theil.
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86
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86 Bolognini.

war in Einfassungen, Architekturen und Perspektivenin Oel- und Wasserfarben sehr geschickt, wußte auchdieselben so sauber auszuarbeiten, daß sie wohl insAuge fielen. Man sieht Vieles von seiner Arbeit zuWien und in seinem Vaterlands. Carl starb zu Crc-Mona 1700. /,2. I. alt.

Bologniiri (Jacob), Maler zu Bologna ,lernte bey seinem Vetter I. Baptist Bolognini. Als erin der Zeichnung sich festgesetzt hatte, suchte er seinegeistreichen Ideen auf großen Tafeln mit starken undwohl angelegten Farben herzhaft zu entwerfen, da erjederzeit heroische Thaten zum Vorwürfe seiner Ar-beit machte, um dieselbigen recht lebhaft vorstellen zukönnen- Man sieht von seinen Gemälden zu Piaccnza,Jmola, Venedig, Rom,Mantua, Prag , und selbstzuCadix. Erstarb in seinem Vaterlands 17Z4- 8 Z.J.alt. Fe/Lum xüttn'ce III. 8 r.

* — — (Joh. Baptist) von Bologna war einerder beßten Schüler des Guido Reni , dessen Werkeer sehr genau nachzeichnete und in Kupfer etzte.Seine historischen Gegenstände setzte er nach festenund wohl angebrachten Grundregeln zusammen. Ermalte mit Verstand und Fertigkeit; wußte auch seineFarben besser zu brechen als sein Lehrmeister; diesesalles bemerkt man in etwa Zc>. Kirchengemälden zuBologna und in vielen andern Städten. Er st. 1689.77. I. alt, und ward in der Kirche St. Jacobs be-graben. Cavazza und Lorenzini haben nach ihm inKupfer qeetzt. — Ein anderer I. Baptist Boiog-ium, Jacobs Sohn, verfertigte sehr schöne kleineBilder von Kreide und gebackener Erde. Er gieiigi 7 ä 9 . mit seinem Bruder Franz an den herzogl. Hofnach Modcna, wo er als Bildhauer und General-Ingenieur arbeitete. Er starb daselbst 17b». 62. I.alt, und sein Bruder bekam seine Bedienungen.Fr/Lttm zn'ttr/ce III. 77. u. 82.

— — (Leonhard), Maler von Bologna , blü-hete um 1679. Er arbeitete wenig in seinem Vater-lands, weil er sich meistens außer demselben undvornehmlich zu Mailand aufhielt; hier malte er inder Cathcdralkirch einige Tafeln, welche das Lebendes H Carolus Borromäus abbilden, /»'/nnatrlce III. 8Z.

* Bolomey ( ),berühmter Maler in Haag,verfertigte 1786. ein großes historisches allegorischesund moralisches Bild aufdie von dem Prinzen Statt-halter erlangte Majvrennität, und dessen ersten Ein-tritt in die Versammlung der General-Staaten vonHolland u. s f., welches den Beyfall der beßtenKunstlichter erhielt. Es ist von Bolcy gestochen.

* Lolswerr (Boetius und Scheide), AdamsSöhne. Man halt diesen Adam ohne Grund sch-einen Kupferstecher, weil man auf vielen BlatternB- Adams oder B- A- Bolswerr, oder a. dgl.Zeichen findet, derer sich Boerius bediente, und diein niederländischer Sprache Boerius, AdamsSohn, bedeuten. Die Kupferstiche, welche Scheidenach Rubens, van Dyk, Jordaens u. s. w. verfer-tigte , werden sehr hoch geschätzt, besonders die nachRubens , indem er mit möglichstem Verstände denGeschmack und die große Wirkung seiner Gemäldeauszudrücken wußte. Die Freyheit, womit dieservortrefliche Künstler den Grabstichel führte, die ma-lerische Unordnung der Radirnadel, die er an gehö-rigen Stelle» seiner historischen Blätter mit dem Sti-chel allein nachahmte; die Kunst, womit er, wieVostcrmans, die verschiedenen Massen der Farbenbegreiflich machen konnte, wird immer die Bewun-derung der Kenner erhalten, und macht ihn würdig,unter die kleine Zahl derjenigen vor treflichen Künstlergesetzt zu werden, deren Arbeit allen Göschichtenste-chern zum Muster dienen soll, die ihre Werke ebenso nützlich als angenehm zu machen, und einen gleichdauerhaften und wohlverdienten Ruhm zu erlangensuchen. Einige behaupten, Rubens habe seine Plat-ten ausgebessert, welches nicht unwahrscheinlich ist,weil die ganze Dcnkungsart dieses Meisters in denKupferstichen wunderbar schön ausgedrückt ist DieLandschaften, welche Scheide nach Rubens gectzt,find in cinergroßen Manier gearbeitet. Meistentheils

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findet man davon gute Abdrücke, weil die Plattensehr tief und scharf gegraben sind. — Boerius, desScheide altere, Bruder, undHemrichBolsrverr,waren auch geschickte Kupferstecher, aber in weitgeringerm Grade als der erstere. Ihre Arbeit wirdauf 270. Blatter geschätzt. Sie lebten um i6Z».Lararr.

* Bolrrafio (Joh. Anton), Maler zu Mai-land , lernte bey Leonhard da Vince. Er verfertigteum i 5 no. für die Kirche Misericordia außer der StadtBologna die sehr fleißig gemalte Tafel, welche dieH. Maria mit dem Kindlei» Jesus, St. Johannesden Täufer und St. Sebastian vorstellt; unten stehtdas Bild dessen, der dieses Stück malen ließ, mitden Namen, Jahrzahl und Lehrmeister des Malers./Hai i III. 11.

Bolz (Johann). S. Bol.

— — (Valentin), Maler von Rufach , einemStädtchen im Elsaß , schrieb ein Büchlein, welchesverschiedcneMale, und zuerst in Frankfurt am Mayn1662. 8°. gedruckt ist : Jllummierbuch, alle Far-ben zu machen und zuzubereiten. — Ei» ge-schickter Bildhauer, genannt der böse Bolz, arbei,tcte um 1620. zu Nürnberg . Sandrarr l. 200.

Bolzoni oder Bolsont (Andreas),Kup-ferstecher von Fcrrara, arbeitete um 1720. nach I.Pasolini, D. M. Fratta u. s. w. Man hat von ihmdas Bildniß des mailändischen Bildhauers, AndreasFerreri, einige Heiligenbilder u. s. f. ( 7 a»äe/l»ü.

Born (Peter), Maler, ward 1 56 ». in die Künst-lergesellschaft zuAntwerpen aufgenommen. Erhalteden Ruhm eines geschickten Landschaftmalers inWasserfarben, /-ttcamxr I. 1 ',7.

* Lombards (Ludwig), Baumeister, nachdessen Zeichnung der Pallast Grimani bey der St.Paulskirche zu Venedig erbaut ist. Man findet davoneinen Abriß in des L. EarlLvariis Sammlung./Strato är

— — oder Bombarda ( ) verfertigte

die Stuccaturarbeit in einem Saale des St Marcus-pallasies zu Venedig , nach denZeichnungen des Pal-ladio. DrmauM p. 69.

Lombasari (Franz), Maler von Bologna ,arbeitete in den Landhäusern der Familien Magnaniund Malvasia in den Gegenden dieser Stadt Fastalle Friesen und Kamine i» den Zimmern des erstemsind von ihm auf frischen Kalk gemalt, ^-it-

tr/ce III. 2»ö.

* Bombelli (Sebastian), geb zu lldine in

Friaui r 6 Z 5 , lernte zn Bologna bey Guercino . Erfolgte zu Venedig des Paul Caliari Manier, undwürde in Geschichten ein großer Meister gewordenseyn, wenn er sich nicht dem Dildnißmalcn gewidmethatte. In diesen ward er so vortrcflich, daß er an dieHöfe zu Wien, München, Braunschweig, Florenz ,Mantua , Parma u. s. f. berufen wurde. Seine hetz-ten Gemälde wurden durch einen Firniß verdorben,den er dazu brauchte; er verderbte auch sogar mitscmer unglücklichen Erfindung viele alte Bilder.Bombelli lebte noch »7;!». P. Angeletti, Ponzio,Pizzati, Luciani und andere Kupferstecher habennach ihm gearbeitet, /H. UI. 267.

Born berge (Daniel 1, Maler und Kunst-liebhaber von Antwerpen , arbeitete um S2».;uVc-ucdig, und wird von Sandrarr l. 2j6. angeführt.

B 0 mbicci (Franz), S. den Art. F. A- MBernabe, seines Schülers.

B 0 mb 0, ist der Name eines Formschneiders,welchen man auf einigen Blättern von JohannSambucs Sinnbildern findet, die i 566 Jzu Ant-werpen gedruckt sind. /Ä7ÜÜ0/-1 62».

Bombologno oder Bonbolo gns, wirdvon einigen für einenderälresten Maler zu Bologna gehalten, der aber, nach Malvasia's Meynung, umdie Mitte desX V.Jahrhunderts lebte; dieses schließt