Band 
Erster Theil.
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96
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96 Bottani.

welches die Versöhnung Jacobs und Esau abbildet,und einem Frescogcmalde gleichet; aber die Kopfesind voller Grazie und Empfindung. Er starb zu Mai-land 1644. 2 i. I. alt. Kox,?'Mrr p. 161.

Bott aus (Joseph), einCremonescr, siudwtezu Florenz bey einem mittelmäßigen Maler. Er gicng1740. nach Rom , wo er für einen der beßten Künst-ler gehalten wurde. In seinen historischen Gemäldenist das Costum nicht allzuwohl beobachtet, aber seinColorit ist sehr schön. Kenner ziehen ihn seinem Zeit-genossen , P. H. Dattoni, vor. Er malte in einerKapelle der Kirche St. Andreas delle Frattc ein gros-ses Ovalstück, welches die H. Anna abbildet Die-ser Künstler war 1769. Director der kaiserl. Acade-mie zu Mantua . N- Guttierez hat nach ihm gestochen.W.

Borrars. S. Lourtars.

Borreri (Niclaus). S. Böller,.

Bott, (Dlasius). S. Lerri.

* — — (Franz), Maler zu Florenz , lerntebey seinem Vater Hsacyurh und bey Simon Pig-uoni, den er genau nachahmte. Die Annehmlichlei-ten seiner Farben und seiner edeln Empfindungenverschaften ihm Gelegenheit, diele Talente in vielenKirchen und Pallästen anzuwenden. Es kamen auchvon seinen Gemälden in verschiedene enncrtbirgischeLander. Borri starb in seinem Vaterlands 1710.70. I. alt. /ÄLL, I. 4h.

— — oder Botto (Marc Anton), ein edler

Genueser, lernte die Zeichenkunst bey I. Dernhar-din Ansaloue. Er that eine Reise in Frankreich , woer die Kunst, in gefärbtes Wachs zu posslren, er-lernte Nach seiner Heimkunft machte er mik J. Ste-phan Borro Bekanntschaft, und beyde gaben ein-ander gute Anleitung. Bott, verfertigte kleine Bild-nisse, Blumen u. s. w. die man mit Bewunderungbetrachtet. Er st. i6j8. 76. I. alt. p. 164.

— — (Rinald), Frcscomaler zu Florenz , wareiner der beßten Schüler des Jacob Chiavistelli. Ermalte mit gutem Verstand Architecturen in Kirchen,Pallästen und Privathäuscrn, wobey er sich meistensder Gesellschaft des Lore»; Moro, eines Früchte -Blumen- Thiere- und Figurcnmalers bediente. Sielebten um das Ende des X V 1 l. Jahrhunderts.

Borticelli; Deyname von Alex. Filipepi.

Bottigliero (Matthäus), Bildhauer zuNeapel , lernte bey Loren; Vaccaro. Er verfertigteviele Arbeit für die Hauptkirche zu Salcrno, und fürverschiedene Kirchen zu Neapel . Dieser Künstler blü-hete um 1700. Damtniri 111. 477.

Borro ( ), einer der ältesten Künstler zu

Turin . Man sieht von seiner Bildhauerarbeit in Hol;in den dasigcn Kirchen St. Dominicus und St. Ro-chus. Äai'to/r.

Bottoni (Alexander), Maler, war ein Mit-glied der Academie St. Lucas zu Rom . Guarlenrisagt nichts mehrers von ihm.

— — (PompejusHieronymus). S.Barroni.

*Bottschild (Samuel ), Geschichtsmalervon Sangershausen in Thüringen , ward erster Hof-maler, Jnspcctor der churfürstl. Bildergalerie undDirector der Academie zu Dresden . Er hatte ein er-habenes Genie; seine Compositioncn sind von gutemund edelm Styl. Einige Deckcnstücke in dem Pallastedes großen churfürstl. Gartens zu Dresden sind vonseiner Hand. Man sieht auch von ihm in der St.Martinskirche zu Halberstadt ein großes Gemäld, dieAbnehmung vom Kreuze. Er st. 1707. Man hat vonihm an die 70. wohlradirte Blätter, die 1692. inFolio unter dem Titel: Opera vsris kistorics,poetiea et icoriolotziea erschienen.OeLcKMxnlII. 98.— Einer von seinen Vorfahren hat 1620. die ganzeKirche zu Sangershausen mit Gemälden geziert.

Bovadilla (Hieronymus ), Maler von Anli-gnerra, lernte bey Franz Zurbaran. Er war in Vor-

B 0 u ch e r.

stellung kleiner Figuren bey allen Kunstverständigenbeliebt, richtete aber seine Gemälde mit einem Fir-nisse sehr übel zu. Bovadilla sammelte ein vortrcf-liches und kostbares Kunstcabinct von Gemälden,Zeichnungen, Kupferstichen und Bildhauerarbeit derberühmtesten alten und neuern Künstler, welchesnach seinem Tod in hohem Preise verkauft wurde.Er starb zu Scvilla um ,680. 60. I. alt. /^e/a^coX°. 166.

* Bouchaidon (Edmus), einer der größtenfranzösischen Bildhauer und Baumeister, geb. zuChaumont in Bassigny 1698, lernte bey seinem Va-ter, und zu Paris bey demjüngern Coustoux. Bou-chardongicng als königl.Pensionairnach Rom, woer das Brustbild Pabst Clemens Xil. und für seinenKönig eine Kopie des schlafenden Fauns in demPallaste Barberini verfertigte. Er zeichnete daselbstdie schönsten Ueberrcste der griechischen und römi-schen Bau- und Bildhauerkunst; studirte auch nachRaphael und Dominichino. Nach seiner Zurückkauftnach Paris kam er 1722. in die kömgl. Academie,ward Professor-Adjunctus 174h und wirklicher Pro-fessor 1746. Er st. 1762. Eines seiner schönste» Werkeist der prächtige Brunn in der Straße Grenelle, wo-von man einen Abriß und Beschreibung in der Vo-Z'SFS pittorssque ös karis findet; er besteht aussieben großen Bildern und vier Basreliefs. Man be-wundert a» denselben vornehmlich die Richtigkeit unddas Zierliche der Anlage; die vollkommne Ueberein-stimmung aller Theile, welche dem ganzen Werkedie von M. A. Bonaroti so sehr angepriesene und vonihm selbst so wohlbedachte Regel der Piramidalge-stalt giebet. Ein anderes nicht weniger berühmtesWerk von seiner Erfindung ist die vortrefliche Ritter,statüe König Ludwig XV., welche 1762. z„ Paris an dem Ende des Gartens der Lhuilleries aufgerich-tet wurde. Allein, dabey seinem Absterben das Mo-dell des Fußgestells noch nicht gänzlich fertig war,schlug er einige Tage zuvor zu Ausführung seinesEntwurfs den I. B. Pigalle vor. Man findet auchvon seiner Arbeit in den königl. Garte» zu Versailles und zu Ehoisy, auch in dem Garien deö LusthausesGrosbois. Caylus, I. I. Preißler, Sornique,Soubeyran, St. Aubin, Charpentier, Huquieru. s. f. haben nach seinen Werken in Kupfer gearbei-tet. Marierre besaß mehr als 425. Blatternach dieses Künstlers Zeichnungen, und von diesenletzter« eine große Anzahl, die zufolge seines Cala-logue um 12292. Livres 12. Sous verkauft wurden.— * Ein jüngerer Bruder Bouchardons arbeiteteals Bildhauer in Diensten des Königs von Schweden und starb zu Slokholm in blühenden Jahren.

* Boucher (Franz), Maler von Paris , lerntebey Franz le Moine. Er besaß eine vorzügliche Gerschicklichkeit in Vorstellung ovidischer Fabeln, undin Schäfer- und Liebesgeschichlen, daher er derMaler der Mollust und der Grazien genanntund mit Franz Albani verglichen wird. Er arbeitetein Oel, Paste! und Miniatur. Boucher war Direk-ter der Lapezerey-Manufactur aux Gobelins; er kamin die königl. Academie 1724- ward Professvr-Ad-junckus 172h. und würklichcr Professor 1744. Nachdem Absterben Carl Dauloo'S ernannte ihn der König1762 zu seinem.erste» Hofmaler. Er st 1770. 66. 1 .alt. Man ficht viele von seinen Bildern in den Pal-lästcn zu Versailles , Marly, Fonrainebleau undBelleoue; man hat auch von ihm einige sehr artiggectzte Blatter von seiner eigenen Erfindung. Vielegeschickte Kupferstecher haben ihren Grabstichel nachseinen Gemälden geübt, und sein Kupferwerk isteines der zahlreichste» unter den neuern Meistern. —Er hinterließ einen * Sohn, der gleiche Kunst übte.BVurce /itteEr-e.

* — — (Johann), Maler zu Bourges , dessen

weder /elibien noch de piles gedenken , da er dochviele» andern Künstlern vorzuziehen ist. Er arbeitetebeständig in seiner Vaterstadt, wo man Bilder vonihm findet, die aller Achtung würdig find, unterwelchen ein St Sebastian sich sehr wohl sehen läßt.Er lebte um 1620. Man hat fünfgeetzte Blätter vondiesem Meister. p. 2,