n8 Caffa.
Laffa (Melchior). S. Lafa.
* Laffieri (Joh. Jacob), italienischer Bild-bauer/ arbeitete um 1760 zu Paris , wo er Profes-sor-Adjunctus der königl. Academie war. Er verfer-tigte zwo steinerne Statuen, das Wasser und dieLuft, zu Auszierung der Vorderseite an dem neue»Münzhanse. ^Iruanacti lies beuux ^rt8.
— — (Philipp), geschickter Künstler in aller-hand kostbarer Tischlerarbeit, blühete um 1722. zuParis , und ahmte den berühmten Boule nach.
Lag! rari. S. Laliari.
Lagnacci; Spottname von Guido Lanlassi.
* Lagna na oder Lama na (Joh. Baptist),Ebeniste von Alsano, einem Flecken nahe bey Ber-gamo , verfertigte sehr schöne eingelegte Arbeit in derSakristei) der dasigen St. Martinskirche, und starbum 1726. /.etcki'e L» /a /'ckttn-n V. 222.
Lagnaroli. S. Lignaroli.
Lajerano (Ludwig), besoldeter Musivarbeiterder St. Markuskirche zu Venedig , in welcher manvier Figuren von seiner Hand steht, die mit der Jahr-zahl 1299. bezeichnet sind. äuLoc'üro p. 48. 3.
Lailus. S. Laylus.
Laiino (Friedrich), malte in der Kirche St. St.Bernhardus und Blasius zu Mailand die Bekehrungder H. M- Magdalena, und in St. Agatha denMartyrtod dieser Heiligen nebst einigen andern Fi-guren, auffrischen Mörtel. Er lebte um 1722. S.den Art. I. A. pianca. Latnachr.
Lass (Wilhelm). S- Ray.
* Lairo (Ferdinand), geb. zuCasalmonferrato1666, lernte bey seinem Vater Joh. Baptist, derzu-gleich des Carl Cignani Lehrmeister war, und beyM. A. Franceschini, dessen schöne Manier und lieb-liche Färbung er nachahmte. Von ihm siehet manverschiedene Werke zu Bologna ; auch malte er 170/,.nebst seinem Mitschüler, Hyacpnrh Garofalini,das Gewölb der Kirche St. Ankouins zu Brescia in drey Abtheilungen, wobey Matthias Bene-derri die Verzierungen hinzufügte. Er ließ sich zuBrescia haushablich nieder, wo man noch vielevor-treflichc Arbeit von ihm findet. ^E-ieicki.
* — — sFranz), geb. zu Varese im Herzog-Ihum Mailand um 1600, lernte bey Peter FranzMazzucchelli. Obgleich er in dem kräftigen Coloritseinem Lehrmeister nicht gleich kam, übertraf er ihnhingegen in der Zärtlichkeit. Seine Manier gefieldem Herzog Victor Amadeus von Savvyen so wohl,daß er nebst einem starken Gehalt ihn mit dem Rit-terorden St. Mauritius beehrte. Lairo hatte dreyverschiedene Manieren: I» der ersten folgte er seinesLehrmeisters starkem Colorit; die andere, welche erzu Rom annahm, war etwas milder; die drittesetzte er sehr geschickt aus des Paul Veronese undTitians Manieren zusammen; in dieser malte er vor-treftiche Bildnisse, welche für des letztem Arbeit an-gesehen werden. Er starb zu Mailand 167und wardin der Augustiner -Darfüßcrkirche begraben Cotta,Bonaccina, Gregor! u. s. f. haben nach ihm gestochen.
— Sein Sohn Wilhelm malte die Tafts des hohen
Altars in der Kirche St. Margaret!)« zu Casalmon-ferrato und einige andere Arbeit. Er starb aber sehrjung 1682. cki/ueo III. 21.
Laisorro (Amadeus), malte für die KircheSt. Pantaleon alle Scuole pie zu Rom das Dild-niß dieses Heiligen. 7 'ick.
Lalabrese oder Lalavrese (Joh. Peter),Maler zu Rom um ihch, wird von vasari in desLaddeus Zuccheri Lebensbeschreibung angeführt.
— Dann hat Wilhelm Vallet nach einem AloysiusLalabrese das Dildniß des Cardinals Balneo ge-stochen.
— — Bcnname von Marc Lardiso, kJico-luccio della Marrice und den Gebrüdern pren.
Calan.
Lalabresello; Beyname von Franzparise.
Lalaces oder Lalades, antiker Maler,verfertigte kleine Tafeln, aufweichen er komische Ge-genstände vorstellte. ?Ä»ir»x H. XXXV. 0 . iv.
* Lalam ( ), zween Bruder, von welchen
man in den königl. preußischen Schlössern schöneTische von eingelegter Arbeit siehet Sie hielten sichum 1770. zu Potsdam auf. M. Oesterreich.
Lalamech (Andreas), geschickter Bildhauervon Carrara, lernte bey Bartholome Ammanati .Er arbeitete zu Florenz , und verfertigte für das Lci-chengerüste des M. Ä. Bonaroti die Skatüe desFleißes, welcher die Faulheit zu seinen Füßen ge-fangen halt. Andreas lebte um i 56 rj. — LazarusLalamech, sein Neffe und Schüler, verfertigte beygleichem Anlaße zwey Statüen, welche wegen ihrenbesondern Stellungen, Geist und Lebhaftigkeit sehrgerühmt wurden,
* Lalamis, berühmter antiker Silberarbeiter
und Bildhauer. Seine Arbeit wurde zwischen La-lon's und Miron's gesetzt, indem er jenen übertraf,diesem aber weichen mußte. Man bewundert in sei-nen Werken die Zärtlichkeit und Zierlichkeit, besondersin dem unschuldigen Lächeln einer Sosandra. Er ar-beitete in Elfenbein, Gold und Erzt. Dieser Künst-ler zeigte seine Geschicklichkeit vornehmlich in Pfer-den. ) XXXI V. L. 7. u. H. XXX VI. 0.2.
* Lakandra (Joh. Bavtist), geb. zu Ver-teilt i 586 , lernte bey Marcel Provenzale. Er arbei-tete zu Rom , wo er in der Kuppel der St Pcters-kirche die Bilder der vier Kirchenvater nach denZeichnungen von Johann Lanfranco, Andreas Sac-chi, Carl Pellegrini und Franz Romanelli in Mu-sivarbeit verfertigte. Auf gleiche Weise kopirte ernach Joseph Cesari den Erzengel Michael , welchesBild so vortreflich gerielh, daß es eher gemalt alsin Musiv verfertigt zu seyn schien. Lalandra er-fand ein Mittel, die Stifte, welche man zu Ver-fertigung der Musivarbeit gebraucht, durch einenfesten Kitt dauerhafter zu machen, als bisdahin ge-schehen. Man hat abet dieses Mittel in Rom seitdem Anfange des XVlll. Jahrhunderts zu einernoch größer» Vollkommenheit gebracht. Er st. 1644.und ward in der Kirche St. Maria trastevere be-graben, wo man seine Grabschrifl findet, welcheEallerri p. 121. aufgezeichnet hat. /ħco/r H. 22.
Lalandrino oder Lalandrueeio; Bey-nanie von jJozzo di perino.
* Lalandrucei (Hiacynth), Maler von Pa-
lermo , lernte bey Peter del Po und Carl Maratti.Er arbeitete für verschiedene Kirchen zu Rom und zuTurin , welche man mit Vergnügen betrachtet, weilman darin die vortrefliche Manier seines zweytenLehrmeisters wahrnimmt. Er ward in sein Vater-land berufen, um daselbst ein beträchtliches Werkauszuführen, und starb zu Palermo 1727 6r.J. alt.I. Blondeau, B. Fariat, B.THiboust u. s. w. ha-ben »ach ihm gestochen. — Sein Bruder Doinini-cus, und sein Sohn Joh. Baptist, waren seineSchüler. Von diesen letzter» sieht man Gemäldein Oel - und Frescofarben in der Kirche St. Lo-renzo in Borge» zu Rom . C. Maffi, I. B. Sintcsu. s. w- haben nach ihm gestochen, II. 208.
* Lalau (Benjamin), chursächsischcr Hofma-ler, arbeitete zu Leipzig . Er erfand, das punischeoder eleodorische Wachs zu zerlassen, womit mandie zartesten Gemälde mit dem beßten Erfolge ver-fertigen kann: Nachdem dieses Wachs aufgelöst ist,(ohne welches man keinen Gebrauch davon machenkann) laßt sich solches mit allen Gattungen Del oderGummi nebst den beliebigen Farben sehr gut vermi-schen und gebrauchen. Diese Malerey ist nach deck.Erfinders Meinung eben die. welche plinius unke?gcmeldtcm Namen anführt. Die Buchdrucker,Buchbinder, Sattler, Schuster, Tischler u s. w.können dieses Wachs zum Glänzen ihrer Arbeit ge-brauchen. Er gab davon 1772. eine Schrift, underhielt ein Monopolium, dieses Wachs in den königl.