L a l a v r e s e.
preußischen Staaten zu verkaufen. Caläu maltegewöhnlich Köpfe nach eigenen Ideen.
Ealavrese. S. Ealabrese.
* ffalcagni (Anton), Bildhauer und Gießervon Recanari, lernte bey Hierouymus Lombardi.Er verfertigte einige Statuen der Pabste für dieStädte der Mark von Ancona in Erzt, und die zwölfApostel für die Kirche zu Loretto in Silber. La/str-rrnccr.800.4. p. II.22Z. — Donn'nrcus tsalcagni,römischer Baumeister, gab um 174». die Zeichnungzu einem Altar in dem Oratorio der Kirche St. Giu-seppe in Campo vaccino. Dick. — Tiberlus Eal-cagni, Anrons Bruder, lernte die Bau-- undBildhauerkünste bey Michel Angelo Bonaroti, derihm sehr gewogen war, und wegen hohen Alterssich seiner Hilfe in Zeichnungen und Modellen zuGebäuden bediente. Tiberius baute auch nach demAngeben seines Lehrmeisters die St. Iohannskirchein der Straße Julia zu Florenz , und arbeitete vielevon Michel Angelo angefangene Bildhaucrstücke vol-lends aus. Er blühete um 1570. Constwi p. 1Z7.
* ffalcar (Johann van), geb. in dem Herzog-thum Eleve, in der Stadt, von welcher er den Na-men tragt, um i 5 oo, lernte zu Venedig beyTitian,dessen Manier er sehr wohl nachahmte. Er malteGeschichte und Bildnisse, und zeichnete auch fast allediejenigen der Künstler in vasari's Ausgabe voni 565 . welche Christoph Coriolano mit vielem Fleißin Holz schnitt. Die vortreflichen anatomischenTabellen des vesalius sollen auch von dieser zweyKünstler Arbeit seyn. Paprllou behauptet, einigeStöcke dieses schönen Werkes seyen von Lalcarselbst in Holz geschnitten, weil ein anderer Form-schneider schwerlich diese Figuren mit solcher Rich-tigkeit in der Zeichnung und den Umrissen hatteschneiden können; welches um so viel glaublicher ist,weil das Dildniß dieses berühmten Arztes von Ti-tian gemalt und in Holz geschnitten ebenfalls fürEalcars Arbeit gehalten wird. Viele Kenner habenniemals die Gemälde des Schülers vor seines Lehr-meisters unterscheiden können. Rubens behielt eineGeburt Christi von ihm bis an seinen Tod. Mansiehet dieses oder ein gleiches Gemald in der kaiscrl.Galerie zu Wien. Dieser Künstler ließ sich zu Neapel haushablich nieder, uud starb daselbst 1646.
cüM /,5 I. 8o.
Calci (Joh. Baptist), Geschichtsmaler vonGenua , bediente sich eines guten Cowrits, schönerGewänder und einer lieblichen Manier Er lebtenoch rM. in ziemlich hohem Alter. M;c.
Ealcostenes. S. Chalcostenes.
Laldana (Anton) von Ancona , arbeitete zuRom . Man zeigt von ihm in der Sakristey derKirche St. Nicolas di Tolentino ein mit vielen Fi-guren angefülltes Gemald, welches eine Geschichtedieses Heiligen vorstellt. Dick.
* Caldara (Polydor), genannt da Earra-vaggio, eine Stadt, wo er um geboren ist.Er diente Anfangs den Schülern Raphaels, die indem Vatican arbeiteten, als Mäurcr, bekam aberLust, selbst ein Maler zu werden; zu solchem Endeerrichtete er mitMaturino eincgenaueFreundschaft,welche so wohl ausschlug, daß sie lange Zeit gemein-sam arbeiteten; sie beflissen sich besonders, in ihrenWerken allerhand seltene Alterthümer von Krügen,Gefäßen, Statuen, Laubwerken, Kleidern, Waf-fen u. s. f. anzubringen. Als Rom 1H27. ausgeplün-dert wurde, flüchtete sich Polpdor nach Palermo ,wo er mit seiner treflichen Arbeit auf frischen MörtelEhre und Reichthum erwarb, des letztem aber samtdem Leben durch seinen Knecht i 543 . beraubt undin der Hauptkirche zu Messina begraben wurde. Die-ser Künstler verfertigte wenig Stafeleygemälde; dergrößte Theil seiner Werke ist i» Fresco gemalt; aucharbeitete er sehr vieles in einer Art Malerei), welchedie Italiener Sgrafiro nennen. Er hatte einen sehrgroßen und überaus richtigen Geschmack in der Zeich-nung. Mau bemerkt in seinen Köpft» herzhafte und
Caliari. 119
edle Ausdrucke; seine Gewänder sind wohl gefallet,und sein Pinsel ist markigt. Man kan ihn für deneinzigen aus der römischen Schule halten, welcherdie Nothwendigkeit des Helldunkels eingesehen, ernahm hierüber sichere Grundsätze an, und befolgtesie. Und in der That, die großen Massen von Lichtund Schatten, die man in seinen Werken findet,zeigen deutlich an, daß er den Begriff hatte: DieAugen haben diese Ruhe nöthig, um die Gemäldemit Bequemlichkeit zu betrachten Dieses ist abernur von seinen Werken in Helldunkel zu verstehen,worin er alle andere Künstler übertraf, dahingegenseine mit Farben gemalten Arbeiten ziemlich schlechtgeriethen. Seine Landschaften sind besonders inhohem Werth. Fast alle seine Bilder sind mit Ver-lauf der Zeit mit Kalk ausgelöscht worden, oderdurch Veränderung der Gebäude zu Grund gegan-gen; von einigen wenigen siehet man noch elendeUcberreste. Einen Theil davon findet man in Kup-ferstichen , von denen er etliche selbst geetzt hat; aberauch diese fangen an selten zu werden. Marterrebesaß sein Kupferwcrk in 2«u. Stücken. Die Anbe-tung der Hirten, eine Zeichnung von polxdor, wardum 5 oo. Livres verkauft. DÜM-r III. 297.
ffalegari (Sanctus und seine Söhne Antonund Alexander), berühmte Bildhauer zu Brescia um die Mitte des XVIll. Jahrhunderts, arbeite-ten für die meisten Kirchen ihrer Geburtsstadt in Holz,Stucco , Marmor». s. f. S. den Art. perer Dürr;.Dckckn'e etc. äi ck^eLcia.
*CaIegarr'no ( ), genannt Caizolajo,
weil er Anfangs ein Schuster war; er lernte hernachdie Malerey bey den Dossi von Ferrara, seinen Mit-bürgern. Calegarrno malte die Tafel des hohen Al-tars in der St. Iohannskirche, und die Kapelle Vil-lafuori in der Kirche St. Franciscus zu Ferrara ,und lebte um ihßo- S. den Art. Ea'igarerro.
M'ür p. 122.
Calenbach svon), Beyname von MartinSchön.
* Lalendario (Philipp), berühmter Bild-hauer und Baumeister, lebte um rZ 5 j. Er bauteauf Befehl der Republik Venedig die prächtigen Ga-lerien, welche den St. Marcusplatz umgeben undauf Marmorsäulen ruhen. Diese samt der Vild-hauerarbeit, mit welcher er verschiedene Gebäudezierte, brachten ihm eine reichliche Belohnung undsogar die Befrenudung des Doge Marin Falcierizuwege. L§uack»r ck. VIII. 0. 5 i.
Calense (Cesar), aus der Provinz Lecce ge-bürtig , malte in der Küche St. Joh. Baptista zuNeapel das Altarblatt einer Kapelle, welches denLeichnam Christi auf dem Schooße seiner Mutterliegend vorstellt Dieses Bild ist von guter Zeich-nung, lieblichem Colorit, vorrreflichcm Ausdruckeder Leidenschaften, und schöner Uebereinstimmungaller Theile. Er wird von Doniem'ft l l. SZ. un-ter den Künstlern des XV l. Jahrhunderts angeführt.
Caleon. S. Ea'loii.
Caleschros. S- den Art. Anristares.
" Ealia ei (Benedict), des ältern Ga.beielsSohn, wurde durch die Werke, welche er in demgroßen Rathssaale des herzog!. Pallasies zu Venedig gemalt hatte, sehr berühmt. Er war ein arbeitsa-mer und bescheidener Mann, der seinen BruderPaul denjenigen Ruhm ruhig genießen ließ, den erfür sich selbst hatte erlangen können, wenn er sichfür den Urheber einiger von seinen Gemälden ange-geben hätte. Seine Manier ist des Paul seiner soähnlich, daß man ihre Werke nicht wohl unterschei-den kann. Dieser Künstler war in der Architekturvortrefiich, auch in historische» Bildern und demColoritwohl geübt. Die schönen Archireckurstücke,weiche die Werke seines Bruders zieren, können aus-ser Zweifel ibm zugeschrieben werden. Er st r 5 c, 8 .6u. I. alt. Da-: - 0 Xc>. 58 .
--- — — (Carl), genannt Carlstts, PaulsSohn und Schüler, malte schon im Siebenzehnten