126 Canard.
* Canard oder Canerree (Joseph), Bild-hauer zu Rom , arbeitete für die Kirche St. MariaMagdalcua u. s. w. S- den Art. Perer Lracci.Ao-ira autira e
Canaveri. S. Canevari.
Cancellari (Franz), Bildhauer, von wel-chem man über der Thüre des GcrichtSsaals der Zehni» dem St. Marcuspallaste zu Venedig drey Sta-tuen siehet, welche die Religion, die Gerechtigkeitund höchste Gewalt vorstellen. p. 228. b.
* Candieo ist die italienische Uebcrsetzung vonperers de wirre Familiennamen. Man findetsie auf den meisten Kupferstichen nach der Arbeitdieses Meisters.
* Cane (Cal del), Maler von Gallerata un-weit Mailand , lernte bey Melchior Gillardini. Erkopirle die in Montevarallo befindlichen Werke desPeter Franz Mazzucchelli, dessen Manier er nach-her in seinen eigenen Erfindungen nachahmte. Mansiehet von seinen Gemälden in verschiedenen Kir-chen zu Mailand Er malte schöne Landschaften undThiere. Wegen seines Familiennamens bezeichneteer seine Bilder mit einem Hunde, Carl st. 1688.70. I. alt. — Er hinterließ einen Sohn, welchersich ebenfalls in der Malerey übte. 6rm,-ie»tr.
— — (Octavian ). Von diesem Künstler flehetman in dem Sveisesaal des Dominicancrklosters zuTrino in dem Herzogthum Montferrat eine GeburtChristi, die er laut einer lateinischen Unterschriftihhi. malte. Larto// I.
* Caneau ( ), ein Künstler zu Paris um
17.40, stellte in seinen Gemälden Vorfalle des bür-gerlichen Lebens vor. Balcchou, le Bas u. s. f. habennach seinen Werken gestochen, chllmansckl llesdeaux
Canepl'na (P. Mariusda), Kapuziner, bauteum 1700. mit I. B- Memcucci die Kirche St.Carlo al Corso vollends aus. Sie ward schon 1612.von Honorius Luughi angefangen, und von sei-nem Sohn Martin und von perer Bererinofortgesetzt, 7 'iii.
* Caneri (Anshclm) von Verona , lernte beyJohann Carotto. Er ward ein geschickter Maler,dessen Arbeit sich Paul ssaliari in seinen großenWerken bediente, welches aber seinem Ruhme nach-theilig war, indem alles unter Pauls Namen ver-fertigt wurde, Caneri arbeitete um r 56 o, zu Vin-eenza, zu Venedig u. s. w. Er wird von Temanza in des Palladio Lebensbeschreibung angezogen.
/ÄLLV iW. iZ.
Carrerias, antiker Bildhauer, verfertigte dieStatüeder Göttin Diana zuEphesus- Man vermu-thet, daß dieses blos der Beyname eines unbekann-ten Künstlers sey. Ha/mari r/Ämmme Lxerci-ratiorrn p. 8r6>
* CaneVarl, Cannevari od. Canavari
(Anton), geb. zu Rom 1681, baute die Kirche delleStimmate, ein sehr gemeines Werk, voller Fehler,und nachdem er die Kirche St. St. Johannes undPaulus erneuert und einige Risse für die Kirche St.Johann von Lateran und die St- Pcterskirche verfer-tigt hatte, die aber nicht ausgeführt wurden, gienger in Portugal , wo er aber noch unglücklicher war;denn er legre eine Wasserleitung an, worein keinWasser laufen wollte; daher er sich eilends wegbcrgeben mußte. Er kam endlich nach Neapel ; da-selbst baute er den königl. Pallast von Porti« undden Seggio an der neuen Pforte bey St. Joseph,die aber beyde auch wenig Gutes enthalten. Uebri-gcns war er ein sehr ehrlicher Mann, und starb zuNeapel in hohem Alter. p. 41h.
Lang>'an0 (P. Anshclm), Thcatiner, vonweichem man in der Kirche der H. H. Apostel zuNcapei den hohen Altar von Marmor mit vergol-detem Er;t geziert siehet Die Säulen des Taber-nakels sind von Jaspis, und dieser ist mit kostbaren
Cano de Aeevalo.
Steinen Und Statuen garni'rt. ck'rr» /o-a»-
for'§ e» /ta/ie VI. 286.
Lang rast (Lucas). S. Cambiafi.
Cani (, . . de), Landschaftsmaler, arbeiteteum 1660. zu Paris , und wird von Felibien IV.(,26. angeführt.
Caniana. S. Cagnana.
* Canini (Joh. Angelus), Maler zu Rom ,geb. 1617, lernte bey Dominicus Zampieri und An-ton Barbalonga. Er malte für die Kirche St. Mar-tins in Monte zwey Tafeln: Die H Dreyfaltigkeitund den Martyrtod des H. Stephanus vorstellend,und für die Königin Christina vierhistorischeSlücke.Als ein gelehrter Antiquar sammelte er die Bildnisseberühmter Männer des Alterthums, die er nachEratüen, Brustbildern, Basreliefs, Medailles,geschnittnen Steinen u. s. f. zeichnete, und mit Aus-legungen herauszugeben vorhatte, starb aber ivkii.ehe sein Buch erscheinen konnte, welches erst iWg.geschahe. Die Figuren sind von S. Picard und W.Ballet gestochen. Es ward auch 17Z1. italienischund französisch nach des de Eherneres Nebenfetzüng zu Amsterdam von neuem aufgelegt. C- Bloe-ckaert, F. Poilly u. s. f. haben nach ihm gestochen.— Sein Bruder * Marc. Anron, Bildhauer,lernte bey Lorenz Bcrnini. Er verfertigte nebenAiidetm die marmornen Kinder an beyden Seitender vornehmsten Kapelle in der Kirche St. Augurstinus zu Rom . /ħco/r II. 11.4.
Canizzars (Vincenz), Maler aus Calabrien ,lernte zu Neapel bey Franz de Mauro und zu Rombey P. H Baltoni. Er siudirte ferner auf der Aka-demie zu Parma - wo er ichO. den ersten Preis er-hielt. Sein Bild stellte die Verklarung Christi vor,und ward in Austheilung der Figuren, im gutenGeschmacke des Colorits, besonders aber in einerwohlstudirten Manier, die äußersten Theile seinerFiguren und die Leidenschaften lebhaft auszudrücken,alles Lobs würdig befunden.
* Eari lasst (Guido), genannt Eagnacci we-gen seinem unförmlichen Gesichte. Er war von Cassteldurante oder vonSt.Archaugelo unweit Riminogebürtig, lernte bey Guido Rcni, und so lang erin Mischung der Farben bey der Manier seines Lehr-meisters blieb, konnte er für einen geschickten Schü-ler desselben gehalten werden; als er aber mit einemstärkcrnColorit arbeiten wollte,verdunkelte er dadurcheinigermaßen seinen Ruhm Er begab sich nachWien , wo er 168t. 80. I. alt starb. Der Groß-hcrzog von Toscana , der Churfürst von der Pfalz ,der Herzog von Orleaus u. s. f. besitzen von seinenGemälden. I. Baprista Costa schrieb einige Nach-richten von dem Namen, Vaterlande, Leben undWerken dieses Künstlers. S. den Art. Benedicrda Rl'imno. Mr/vüma II, 145.
* Cannoi (Franz), vortrefflicher Bildschnitz-ler, arbeitete um 1710. zu Amsterdam , und wirdvon Uffenbach III. 6,7. angemerkt. S. die Art.F. Bossius und Francis.
* Cano (Alonso), Maler, BildhauerundBau-
meister, aus einem adelichen Geschlechte zu Grana-da , lernte bey seinem Vater Michel, bey FranzPacheco und bey Johann del Castillo. Er malte inseinem Vier und Zwanzigsten ein Altarblatt für dieHauptkirche der Stadt Nebrya, und verfertigte fürgleichen Ort drey Statuen, die von den größtenMeistern bewundert wurden. In i6Z8. ward erzum Oberaufseher der kvnigl. Gebäude und zum Ca-binetmaler angenommen Sein vornehmstes Bildist die Empfänglich Mariä i» der Hauptkirche zu Gra-nada auf dem hohen Altar, für welches 4000. Dnp-lonen geboten wurden Er starb in dieser Stadtihch. ungefähr ?ü. I. alt. deR 1O2.
— — de Avevalo (Johann),geb. zu Valdemoro, vier Meilen von Madrid ist)», malte ge-wöhnlich Feuerschirme mit Wasserfarben, worin eralir seine Zeitgenossen übertraf. Dann aber auch