C o ri o c ch i.
die Kapelle St. Maria del Rosario in seiner Geburts-stadt. Eairo starb zu Madrid 1696. blo. ,gz.
Eanocchi (Johann), Kupferstecher von Flo-reuz, arbeitete vieles in das Dizionario Enciclo-pedico, das zu Lucca erschien, und in die lZiblio-toca teutrale von Diodari. ünnäe/ü'-rr I. Zgi.
Eanonica (Gregorius), Baumeister zu Rom ,lernte bey Jacob Barozio. Er verfertigte die Zeich-nungen zu dem prächtigen Pallaste Caffarclli, derauf dem Hügel des Capitols angefangen, aber nichtvollendet wurde. 7 fti.
Canossa (Horaz ), Ornamentsmaler, lebteum 1620. zu Bologna . Er wird von Malvafia II.Z91. angeführt.
— (Joh. Baptist), vortreflicher Form-schneider und Kupferstecher zu Bologna , lernte dieZeichcnkuust bey Johann Diani. Seine Holzschnittesind sehr zart, und man findet darin überaus kleineFiguren, die so reinlich als Kupferstiche behandeltsind. Er zeichnete meisterhaft, arbeitete mit demGrabstichel in Kupfer, und schnitt Eiegel. Erstarb17^7. — SeineTochter, Maria Earharina, arbei-tete auch gar sauber in Holzschnitten, und heyrakheteden Kupferstecher Alexander Scarselli.xittrr'rs III. s5<-.
* isanor (P. C. ), geschickter Kupferstecher zuLondon , lebte um 1740. Man kennt von ihm ver-schiedene sehr artige Landschaften u. s. f. nach vanGoyen , Cl. Lorrain, C. Dughet, S. Scott rc.Dann vier Ansichten von den Gegenden von Fles-singen nach Pillement. Die nach R. Paton gesto-chene Seeschlacht in dem Hafen zu Ludwigsburg inAmerika ist ein vortrcfliches Blatt.
* Eanozio (Loren;), Maler und Bildhauerzu Padua , von welchem man wenig Gemälde siehet,weil er mehr Lust zu der Bildhauerkunst bezeigte,wie man an den Chorstühlen der Kirche St. Antoniussehen kann. Man bemerkt in dieser Arbeit den er-habenen Verstand des Künstlers.. Er st. iä?o. undward in bemeldtcr Kirche begraben, wo man seinMonument siehet. /ftcko//? 1 . 72.
Eaiiozzl (Joh.Marc), vortreflicher Künstlerin eingelegter Arbeit, mit welcher er das Chor derKirche St. Franciscus della Vigna zu Venedig zierte.
ä'anLomno p 119. n.
* Eantagalliiia (Remigius), Maler und
Kupfcrstctzer von Florenz , studirte in der Schule derCarracci , und lernte das Kupferetzen mit seinen bey-den Brudern, Anton und Joh. Iran;, bey Ju-lius Parigi. Remigius arbeitete mit den Carracci und Jacob Callot. Er zeichnete mit der Feder sehrschöne Landschaften, und radirte theils nach seineneigenen Erfindungen, theils nach den Zeichnungendes Parigi, Perspektive, Schaubühnen und Land-schaften. Auch war er ein guter ^ricgsbaumeistcr,und starb um 1620. p. 1Z7.
* Eanrarelli (Joseph), von Bologna , gab,nach Zeichnungen von D. M. Fratta, die Blätterzu einer Via crucis . Dann die Geschichte des Ber-roldo rc. auf 20. Blättern; die Bildnisse einiger Hei-ligen u. s. w.
* Eanrarini (Simon), Maler von Pesaro ,lernte bey Joh. Jacob Pandolfi , Claudius Ridolfiund Guido Reni Er ward in dem Colorit und imKupferetzen sehr erfahren, weswegen er hochmüthigund gegen seinen Lehrmeister aufrührerisch wurde.Eanrarini studirte zu Rom nach Raphael, richtetenach seiner Zurückkauft nach Bologna eine Zeichen-schule auf, und verfertigte sehr schöne Gemälde. Erward nach Mantua berufen, des Herzogs Bildnißzu malen, konnte aber, ungeachtet aller angewand-ten Mühe, keine Aehnlichkeit herausbringen, wel-cher Unfall ihn dergestalt rührte, daß er auf seinerHeimreise zu Verona ZU. I. alt starb, wo er i6(,8.in der dortigen Augustinerkirche begraben liegt. EineH. Familie in der Kirche zu Barbaziano ist ein sehrschönes Gemäld von seiner Hand; vortrefiich gear-
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Leitet, zierlich in Gewändern und von guter, wie-wohl etwas grauer Farbe Loth und seine Töch-ter von gleichem Meister und in gleicher Kirche,ein nicht minder trcfljches Stück, ist wohl gezeich-net. in einer kecken und wohl ausgedrückten Manierausgeführt, und hat schöne Kopfe. Canrarch.i etzteohngefähr Zu. Blätter, die in dem Geschmacke, indem Geist und der Manier, mit welcher sie ausge-führt sind, des Guido Arbeit so nahe kommen, daßes oft schwer hält, ihre Werke von einander zu un-terscheiden. Er hat nach L Carracci, P. Veroneseund nach seinen eigenen Erfindungen gearbeitet. A.Scacciati hat ein Nymphenfest nach ihm geetzt.Ma/rmn'n II.
Canrelll - Lavazza (Angelique), Malerinzu Bologna , von welcher man verschiedene histori-sche Werke siehet, die in der Jelsina pirrrice III.282. angeführt werden.
Canteratne (Margarecha). S. den Art.Nulnnrr varin.
Canrer-sani (Joseph), Kupferstecher zu Bo-logna , arbeitete nach E. Girant, F. Solimena, D.M. Fratta nnd nach seinen eigenen Zeichnungen.
Canrharus, antiker Bildhauer von Sycion,lernte bey Eukychus. ^?tüsE«§ b. X.
* Eaiiti (Johann), ein geschickter Feldschlach-ten- und Landschaftsmaler von Parma, arbei-tete mit solcher Fertigkeit, daß man ihm, ohne denSchwindel zu kriegen, kaum zusehen konnte Mansiehet auch von ihm historische Gemälde in den Kir-chen St. Gervasius und St. Maria della Carita zuMantua , wo er starb, in der Kirche St Ambrosiusbeerdigt und mit einer Grabschrift beehrt wurde.(Äck'o/s.
Eanrianl (Joh. Baptist). S. (anziam.
itanro (Hieronymns del), genannt pomo,Bildhauer von Genua , lernte bey I. B. Croce undDominicus Bissone. Er verfertigte sehr schöne undlobenswürdige Arbeit, würde auch derselben nochmehrere zu Grande gebracht haben, wenn er nichtdurch ein wollüstiges Leben seine Tage verkürzt hätte,welches er vor der 1627. entstandenen Pest endigte.Kopranr p. 198.
Eantofoli (Genevieve), Malerin zu Bolog-na , lernte bey Elisabeth Sirani. Von kleinen Ge-mälden begab sie sich auf das Großmalen und ver-fertigte Altarblättcr für die Kirche» St. Procolo,St. Maria della Morte, St. Giacomo u. a. mehr.Sie st. 1O72. /''e.Gtta pittiüre IIl. 72.
Eantone (Franz Thomas), von Udine inFriaul gebürtig, malte Figuren und Landschaften.Er arbeitete zu Wien , wo er 172 s 27. I. alt starb.- Sem Sohn, * Joh. Gabriel, geb. zu Wien 1710. malte Figuren und Pferde, mit welchen er desJosephs Dri'enr Landschaften staffinc In demvon Martin von Meytcuö gemalten Bildnisse desPrinzen Carls von Lothringen ist die aufdem Grundangebrachte Felsschlucht von Eanrone gemalt. Erst. 1722. ftfaFLäoi» p. 222.
— — ( Peter Franz), Baumeister zu Genua umikso. Er wird von Kopram E. 336 . angeführt.S. den Art. Joh. Angelus Jaicone.
«tanconi (Catharina ,, eine edle Mailänderin,machte sich in der Zeichnung und in der Stickerei), inwelcher sie die Bilder auf beydeu Seite» des Tuchsgleich gut ausarbeitete, berühmt. Sie arbeitete fürPhilipp II. König in Spanien , die Jnfantin Jsa-bella, seine Tochter, den Herzog von Braunschweig ,den Großherzog zu Floren; u. f. f. Sie brachte esin ihrer Kunst so weit, daß sie Bildnisse nach demLeben verfertigte, die eher gemalt als gestickt zu seynscheinen. Diese Künstlerin lebte um 1290 Sie wareineZeitgenossin der Töchter des Pellcgriu Pellegrini,und vielleicht eine Scywester der Lidovma rc. Lo-MS2L2 x. 162.