Band 
Erster Theil.
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131
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Carducco.

königl. Kloster Escurial in Spanien , p. Zs. de laOueme Th. 11 . Br. 3 .

* Carducco (Barkholome), Maler von Flor

renz, lernte bey Vartholome Amanati und FriedrichZucchero; mit diesem gierig er in Spanien und maltein dem Escurial die Mauern der Bibliothek und dieGewölber des Kreuzganges/ wodurch er sich dieGnade des Königs erwarb, der ihn zu seinem Ma-ler annahm. Weil er auch in den Bildhauer - undBaukünsten erfahren war, wurde er zu Erbauung undAuszierung der königl. Pallaste gebraucht. Er maltedas Oratorium der Königin in dem Pallaste zu Ma-drid ; dann eine Abnehmung vom Kreuze für die Kir-che St.Philippus, welches für sein Meisterstück gehal-ten wird. Carducco arbeitete auch mit großem Fleißund Emsigkeit in dem königl, Pastaste, Pardo ge-nannt; er starb aber wahrend dieser Arbeit 1610.Man findet nach ihm ein Blatt in der Galerie Ge-riui. -s8.

* — — (Vincenz), des vorigen Bruder mrd

Schüler. Vartholome berief ihn in Spanien , woer ihn das Gewölb, die Seiten und Ecken der königl.Kapelle zu Pardo mit biblischen Geschichten bema-len ließ vincenz vollendete nach des Bruders Todedie von ihm angefangene Galerie. Er arbeitete auchfür die Kirchen zu Madrid , und schrieb ein Buch vonder Malerey in spanischer Sprache, welches 1634.zu Madrid 4^. gedruckt ist. Dieser Künstler starb da-selbst i 638 . 70. I. alt. bl?, 70.

* Careci (Melchior de), malte in der Pas-sionskirche zu Mailand den betenden H. Carl Bor-romaus. Larto/r I.

Laregari. S. Targa.

Careno- S. Carenno.

Caresana ( ), Bildhauer, zierte um 1718.

die Vorderseite der Kirche St. Christina zu Turin mit den Statüen dieser und der H. Theresia- Ergieng nachher in Spanien . Lm-ioir 1.

* Caresme (Ph.), Maler und Mitglied derkönigl. Academie zu Paris , lebte um 1765. Ermalte Figuren, Thiere u. s. f. worin er des Wa-teau Manier nachahmte. Flipart und andere habennach ihm gestochen. L-oxont/o» etc.

Careres. S. Chares.

Carcer, (Dominicus). S. Carre»,.

* Cariano (Johann), Maler zu Bergamo ,ahmte den Giorgion »ach, und arbeitete um ibso.mit großem Ruhm. Er malte einige Alturblatter inseiner Geburtsstadt. Man sieht von ihm in der Kir-che St. Gotkhard eine mit vielen Heiligen umgebeneH^. Maria; ein Werk von frischem Eolorit und ver-ständiger Zeichnung. Q Boel hareineKreuztragungnach ihn, für des Erzherzogs Leopolds Galerie ge-stochen. KrVo//r I. i 3 o.

Camera (Joh. Pellegrin), Maler zu Bolog-na , arbeitete um 1680 verschiedene Altarblätter füreinige Kirchen in den Gegenden dieser Stadt.si«a xrtt» rre 111. 253 .

— — (Rosalba). S. Carriera.

Carigliano (da); Beyname von BlafiusBerri.

Carini (Fabricius), Baumeister zu Mantua ,der von Cadiol, S. 22. angeführt wird.

. -- — (Marc Anton), Bildhauer, verfertigteeinige Arbeit für die Kirche St. Augustinuö zu Rom .

Cartolanus. S. Coriolano-

Car,s, (Anton), Maler von Genua . — SeinSohn arbeitete zu Rom in der Kirche St. St. Ro-chus und Martinus. /!o»ra «mir« e moste»»«.

Carl Emanuel II,, Herzog vonSavopen,war in der Baukunst so erfahren, daß er den prach-

Ca rlone. izi

tlgen Pallast la Veneria Unweit Turin nach seinereigenen Erfindung und Zeichnung aufführen ließ.ö«rto/i I.

* Carl (Peter), geb. zu Helling, einem Dorfeunweit Nürnberg i 5 ji. Er baute die Flcischbrückedieser Stadt, welche 97. Fuß lang ist, aus einen,einzigen sehr flachen Bogen besteht, und daher auchfür ein Meisterstück, gehalten wird. Er arbeitetemit großem Ruhm an dem churpfälzischen Hofe zuHeidelberg , wo er 1617. starb. — * Sein SohnJohann, geb, zu Nürnberg 1678. baute die H.Geistskirche zu Regensvurg, und verfertigte für dendamaligen schwedischen Generalissimus, PfalzgrafCarl Gustav, einen 34. Fuß hohen künstlich einge-richteten Parnaß, welcher nach Schweden gesandt,und bey dem Einzug des Pfalzgrafen als König inSchweden, in Stockholm jur Schau ausgestelltwurde. Johann st. , 665 . Doppelmayr S. 2,3.

und 200.

Carlemaderne. S. C. Maderm.

Carle rio (Anshelm), ausländischer Maler,von welchem man ehemals Frescobilder an den aus-wendigen Mauern zweyer Dürgershäuser zu Verona sah, welche Geschichten und Andres in Friesen vor-stellten. S0LL0 p. 272.

Carleero; Beyname von Carl Caliari.

* Carlevariis (Lucas), genannt daCaZe-nobio, Maler von Udine , hatte keinen gewissen Lehr-meister, sondern studirte bald da bald dort Ermalte ziemlich gute kleine Bilder, welche Meervorteund Landschaften mit Figuren vorstellten Lucasetzte eine Sammlung von 100. Prospekten der StadtVenedig , die er ,706. herausgab, und st. 1,29.64.1 . alt. — Seine Tochter lernte bey Rosalba Car-rtera, und malte Miniatur und Pastel.

* Carlier (Johann), Maler von Lüttich ,lernte bey Barcholome Flamael von weichem manvorgiebt, daß er aus Eifersucht über die Geschick-lichkeit seines Schülers die Pinsel ins Feuer ge-schmissen und nicht mehr habe arbeiten wollen Car-licr malte den Martyrtod des H. Dionystus für dieKirche dieses Heiligen, und den H. Joseph für dieKirche der Empfänglich Mariä; zwey Bilder, diewegen dem schönen Colorit alles Ruhms würdig sind.

11. 22g,

— — (Martin), Bildhauer, vonPienne inderPicardie gebürtig, arbeitete gegen das Ende desX V II. Jahrhunderts zu Paris , wo er Professor derkönigl. Academie war. Man siehet von ihm in denkönigl. Gärten zu Versailles die Muse Urania ; denauf einer Matraze schlafenden Hermaphrodit, unddie unter dem Namen PapyriuS und seiner Mutterbekannte Gruppe ; diese drey letztem Stücke sindnach Antiken kopirt 6rmrie»ti.

* Carlier, (Albert), geb. zu Rom 1672, lerntebey Joseph dc Marchis und Andreas Pozzo. Er maltesehr schöne Architecturstücke, die er mit angenehmenHistorien von wohlgezeichnet und schön colorirtenFiguren staffirke.

* Carl in, ( ), Minorit von Siena , malte

ein Altarblatt für die Kapelle St Franciscus in derKirche seines Ordens St. Darrolomeo all Jsola zuRom . Trtr. — * Augustin Carl,,,, war 1774.Mitglied der königl. Malerakademie zu London . S.das Verzeichuiß der Künstlerbildnisse.

Carlisle (die Gräfin von) radirte einige Blät-ter nach Rembrand, S Rosa, G. Reni und andernberühmten Malern. Lueü,».

Carlomarar. S. Mararr,.

* Cartone (Bernhard), Josephs Sohn,verfertigte die Statüe der H. Maria Magdaleno fürdie Kapelle der Empfänglich in der Kirche Jesus zuGenua , und für die Kapelle St. Stephanus dieStatüe dieses Heiligen. Er war auch in allen Gat-tungen der Malerey, vornehmlich aber in großenund kleinen Bildnissen geübt. Cartone ward an den

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