Band 
Erster Theil.
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146
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146 Cayot.

diese Entdeckung von dem Prinzen S- Scvero zu Nearpelerhalten. DieserHerrsiarbzu Paris i/OZ./Z.J.alt. S. den Art. S Gevero. /a F>a»ce lltcr-al,-«.

Cayor (Augustin), Bildhauer von Paris , lerntebey Johann Jouvenet und bey Stephan le Hongre,bey welchem er bis an dessen Tod verblieb. Er ge-wann zwey Jahre nach einander den beßten Preis inder Academie und sollte als königl. Pensionair nachRom reisen; aber er wollte — lieber zu Hause blei-ben, begab sich zu Anton Coyzevox, und arbeiteteunter ihm i/j. Jahre mit vielem Ruhm Cayor vcr- ^fertigte aus eigener Erfindung für den königl. Gar,ren der Thuilleries die Stalüen zweyer Jagdnym-phen , und nach seinen Modellen wurden die zweyanbetenden Engel, welche vor dem hohen Altar inder Cathedralkirche auf Wolken knieend vorgestelltsind, aus Bley gegossen und verguldet Er kam indie Academie 1711. und st. 1722. 55 . I. alt. t-ua-

Eazakl. S. Casall.

Cazes (Patricias). S. Capes.

* — — (Peter Jacob), geb. zu Paris 1676.lernte bey Renat Houasse und Bon Boulogne. Erward einer von den beßten Malern seinerzeit, ob-gleich er nicht zu Rom studirt hatte. Die Zusam-mensetzungen dieses Künstlers sind groß und wohlgedacht; man bemerkt in denselben ein glücklichesGenie, erhabene Ideen, weite und in schöne Fal-ten gelegte Kleidungen, eine sehr richtige Zeichnungund einen guten Ton der Farbe. Wenn es H. Ge-schichten betraf, stellte er dieselben mit einem männ-lichen und majestätischen Styl vor; in weltlichen Ge-schichten und Fabeln findet man sehr angenehmeKöpfe. Sein Nacktes ist natürlich und seine Kindersind zart. Er malte meistens historische Bilder, be-sonders Altartafcln, welche man sowohl in den Pro-vinzen als zu Paris in großer Anzahl sieht. Als etwasSeltenes merkt man von ihm an, daß er in großenund kleinen Gemälden gleich stark war. Man kenntvon ihm einige, die nach seinem Tode auf einen sehrhohen Preis gestiegen sind. Der Marquis d'Ar-gens erzählt in seinem L-came» c-ltlane §. XX VlI.eine Anecdote, welche die Bescheidenheit sowohl alsdas schlechte Glück dieses treflichen Künstlers sehrwohl charaktcrisirt. Er war Rector und Directorder königl. Academie, und starb zu Paris 1754 N-Cochin hak »ach seinen Zeichnungen 52 . Vignettenund eben so viel Anfangsbuchstabe», welche zur Ge-schichte von Languedot dienen, gestochen. Drcvet,Desplaceü, S-Vallce u. s. f. haben auch nach ihmgearbeitet. ä'>/-;qEvr//c.

* Cazzaniga (Paul) malte für eine Kapelleder Kirche St. Eclsus zu Mailand dieses und desH. Nazarus Martyrtvd, auch eine Tafel für die Kir-che St. Rocco alla Torre. Er lebte um iligo. /.a-tnasta. — Eben dieser Schriftsteller schreibt einem* Franz Anron Cazzanlga den Marlyrtod der H.Eatharina in einer Kapelle der Kirche St. MariaBcltradc zu.

Cecca von Floren; war, »eben seiner Wissen-schaft in der Kriegsbaukunst, auch sehr geschickt zuErfindung von allerhand Maschinen, welche beyfeycrlichen Anlägen, besonders an den AuffahrtS-nnd St. Johannsfesten in den Kirchen zu Floren;aufgerichtet wurden. Er ward bey Belagerung einerFestung i 4 gg. /,i. I. alt, durch einen Armbrust-schuß getödkct, und in der Kirche St. Picri Sche-raggio zu Floren; begraben, i II.

* Ceccarell, (A. F.), Kupferstecher, verfer-tigte neben Andern, 1746. ein Marienbild, genanntMadonna delle Verthige di Monte S. Cavino, inToscana. 6üi«ciM'«l.

Ceccarini oder Ceccherln, (Sebastian),Geschichtsmaler zu Rom , von welchem man einigeAltarblatter in den Kirchen dieser Stadt antust. 7)t,.

Ceccaro (Loren;), ein besoldeter Musivarbeister der St. Marcuskirche zu Venedig , von welchem

Celio.

man in derselben verschiedene Stücke findet. Er lebteum das Ende des XVI. Jahrhunderts. Xa,rLor«ro.

Ceccha Dieronymus della), ein Florentiner,lernte bey Baccio Cellini, und verfertigte schöne Ar-beit von eingelegtem Elfenbein für den Herzog vonToscana gegen das Ende des XVI. Jahrhunderts.

II. 47g.

Cecchi (Philipp), Maler zu Florenz , lerntebey Anton Dom. Gabbiani. Er malte ein Altar-blatt für die Klosterkirche degli Angeli. Cecchi ar-beitete wenig, weiterkurzeZeit lebte. Lü<§/o,-stp.68.

Cechlni (Anton), Maler zu Venedig , verfer-tigte viele Gemälde für Privatpersonen, und für denSpithal della Piela die Auferstehung Christi. Erwar einer von denen, welche nach dem damaligenGeschmack, aus eigener Erfindung, und, ohne dieNatur dabey zu Rathe zu ziehen, arbeiteten. Erlebte um 1660. 6rm,-r'e-itr.

Cecchi ni (Joh. Baptist), geschickter Kupfer-stecher zu Florenz , wo er 1749. geb. ist, lernte dieZeichnung bey Franz Conti, und das Stechen beyFerdinand Gregori. Er verfertigte die meisten Künst-lerbildnisseder aus zwölf Quartbanden bestehenden:8 erio cie^II Ilornini i piu illustri nolla pittura,Loultura e arcbitettura. Der erste ist 1769, nndund der letzte ,775. zu Florenz gedruckt. Ceechinlarbeitete auch nach H. Carraccio, F. Vanni u. s.w.

I. ZgZ.

* Cecchlno, genannt del Fcate, Maler zuFlorenz , lernte bey Baccio della Porta, von wel-chem er gemeldten Dennamen bekam Er arbeitetemit Benedict Clamfarim', Gabriel Rusticchio undPaul plstolese, seinen Mitschülern, /Han III. 4,.

-- — Beyname von Franz Rossl.

Cecco-Bravo ; Beyname von Franz VNsn-telarici.

Cegllo. S. Coetto.

Celllard ( ), ein englischer Maler, war

vornehmlich wegen seiner Geschicklichkeit, eine sehrkleine und leserliche Schrift mit Pinseln zu machen,berühmt. Er wird von ZZuddeus in dem Art.Gpannucchlo angeführt.

Cekorvlr; (Simon). S. Lekorvlrz.

Celbensls (Stcphanus). S. Colbenschlag.

Celer und Geverus, antike Baumeister,welche aus Befehl des Kaisers Nero den berühmtengöldcnen Pallast zu Rom bauten. Mo«a/cü»r p. 118.

* Celestl (Andreas), Maler zu Venedig , lerntebey Matthäus Ponzone und suchte sich eine gute Ma-nier von zierlichen Entwürfen, edeln Gewändern,flicssenden Falten, erhebendem Colorik, hellen Schlag-lichtern, angenehmen Lagen und leichten Lüften zu-wege zu bringen. Er war der herzhafteste Colorist ausder venetianischen Schule. Mit diesen vorkreflichenTalenten malte Celestl in seinem Vaterlande und inandern Städten große und kleine Tafeln, welche denKennern wohl gefielen. Er ward in den Ritterstanderhoben, und st. i7c,li. hg. I. alt. Diele von seinenBildern findet man in den Kirchen ;u Drescia. Manhat ungefähr 12. Blatter nach seinen Erfindungen

* Cello (Caspar), Maler zu Rom , lernte beyNiclaus Circignano. Er zeichnete die meisten anti-ken und neuern Statuen, welche Heinrich Golziusnachher gestochen. Cello malte große Werke in Delnnd Fresco, die man in verschiedenen Kirchen seinesVaterlandes sieht. Er bekam den Christusordcn, dersonst für Horaz Borgiani bestimmt war. Man hatvon ihm eine sehr selten gewordene Schrift: Anzeigeder öffentlichen Gemälde zu Rom, zu Neapel 1OZ8.in 12°. gedruckt. Er st. 1640. 69. 1 - alt, und wardin der Kirche St. Maria del Popolo begraben, woman seine Grabschrift findet, die Nemelz S. i 38 .anzeigt. Außer gemeldtem H. Golzius haben auch