156 Chririllo.
vermuthlich ein Deutscher, wie das Wort Alls,welches auf Chrieger folgt, anzuzeigen scheint.Man findet den Namen dieses Künstlers auf einemgroßen Holzschnitte, welcher das Seetreffen beyLe-pante vorstellt. Dieses ist ein westliches Stück; mansiehet darin mehr als 3 on. Kriegsschiffe und Galeern;die Anzahl der Fechtenden ist wohl angeordnet undmit großer Feinheit ausgeführt. Das fürchterlicheGewühl der verbrannten und zu Grunde gehendenSchiffe und Galeeren ist unvergleichlich darin vorge-stellt. Dieser Holzschnitt ist auf zwey Stöcke gear-beitet, und stellt eine ovale Cartouche von ungefehr2^ breit und 16" hoch vor; er ist zu Venedig i5/2.gedruckt. Papillon I 247. haltet die Zeichnung die-ses Stücks für Tlttans Arbeit.
Chririllo (Protasius), Maler zu Mailand ,lernte bey Peter und Hypolithus Donzello zu Nea-pel . Dort sieht man von ihm in der Kirche St. Chri-stophs das Blatt des hohen Altars samt den Seitensstücken. Er arbeitete auch in seiner Geburtsstadt umi§6o, starb aber nicht lange nach seiner Heimkunft.DoEnicr I. 167.
Cbrlsorheinis und Eurhelidas, Bild-hauer von Argos, werden von pausanias I>. VIII.angeführt.
* Christ (Joh. Friedrich), geb. zu Coburg 1701, warb Professor der Dichtkunst zu Leipzigs Erübte sich im Kupfcretzen und sammelte eine beträcht-liche Anzahl von alten, besonders deutschen Blat-tern, die ihm den Anlaß verschaften, die Mono-gramme der Maler, Kupferstecher u. s. f. zu sam-meln .und mit Auslegungen bekannt zu machen. Erst. r/hh. Unter seinen hinterlassenen Schriften sollsich eine Geschichte der neuern Malerey befinden.
* — — (Joseph), Maler, geb. zu Winter-stetten in Schwaben 1702 , setzte sich zu Augspurg.Erarbeitete in Ocl und auf nassen Kalk, und zeich-nete Vieles für die Verleger. Von Sterken Br. X.
Christi (Ascan de i), vortreflicher Bild-fchnitzler in Elfenbein, wurde vornehmlich durchKruzifixe berühmt, von welchen er obigen Beynamcnbekam Er lebte um 1624. zu Venedig . /Liäo(/rll.267.
Christian (Alexander), geschickter Mauer-meister von Jnspruck, ward 1698. von dem Fürsten Joh. Adam von Lichtenstein nach Wien berufen, sei-nen prächtigen Pallast in dieser Stadt nach den Zeich-nungen dcS Abts Dominien» Marrinelli aufzu-führen, welches er zum beßkcn Vergnügen diesesFürsten verrichtete, der ihn auch dafür sehr groß-müthig belohnte. ^rrntr p. 141.
Christians. S- Franz Aranda.
Christo. S. Cristo.
* Chrisrofano, Maler zu Bologna , lernte
bey Franco. Er arbeitete bey den Celestinern undin der Kirche St. Maria Mezzaratta um i 58 o. Ei-nige schrieben ihm Modena andere aber Ferrara als sein Vaterland zu. vasari l. i 65 . meldet vonihm: Er habe mit Galasso von Ferrara und mitJacob und Simon da Bologna in gedachter Kir-che Mezzaratta gearbeit. Christofano habe für seinenTheil die biblischen Geschichten von der ErschaffungAdams an bis auf den Tod Moses gemalt, und dieseArbeit sey 1404. vollendet worden, I. 20.
* — — (Fabius), ausPalestrina in der MarkAncona gebürtig, verfertigte um i68n. zu Rom einige Musivarbeit in den Kirchen dieser Stadt,nach den Cartons von Peter Beretini und AndreasSacchi. — Sein Sohn *perer Paul, arbeitetein gleicher Kunst in den Kirchen von St. Peter undSt. Johann von Lateran. Man findet ein Verzeich-nis von seinen Schülern in dem Art. I. BaptistBrughi. ^ano/r ll. 35 .
— — (Michel). S. den Art. I. AngelusRomans.
* Chrisrofle (Joseph), Maler von-Verdun ,ernte bey Bon Boulogne . Von seiner Arbeit findet
Ciaprno.
man in der Cathedralkirche U. L. F. zu Paris diewunderbare Speisung mit fünfBrodtcn, und in derAbteykirche St. Germain des Prös wie Paulus und Barnabas die Opfer zu Lystra ausschlagen. Erward Professor der königl. Akademie und st. 1748.
— Chtlstofle, Baumeister, war 174«,. Mit-glied der Academie zu Paris .
Chryses; der Name eines antiken Edelstein-schneiders, den man auf einem Agakh-Onir, deraber nichts Wichtiges enthält, eingegraben findet.Lecrier 4 ch^»tiLr«rHD.V 1 I.'I'ab. 23 . bl^.4.
Chrysippon. S. Cherstphron.
Chuttiguera ( ), spanischer Baumei-
ster, baute um den Anfang des XVlll. Jahrhun-derts die verschiedenen Vorderseiten des kleinen Ho-spithals; die von St. Sebastian; die ehemalige ander Tabaksniederlage, desgleichen die am Horel derLeibgarden, und viele andere in- und außerhalbMadrid , welche alle Mißgeburten seiner ausschwei-fenden Phantasie sind; eines Mannes, dcrdazuge-boren war, alle Arten von Ungerrimtheiten an denöffentlichen Werken einzuführen, und der, was nochmehr dabey zu bewundern ist, eben hierdurch sich dengrößten Beyfall erwarb. P.Adelapuenrel. i jo.
Chidone. S. Gchidone.
* Ciabilli (Johann) übte Anfangs die bürger-liche und Kriegsbaukunst, lernte aber hernach dieMalerey bey Simon Pignoni. In seinem Vater-lande zu Florenz sieht man von ihm Geschichten undLandschaften in verschiedenen Größen für einige Pal-läste und Privathauser; auch öffentliche Werke fürdasigc Kirchen. Er st. r? 46 . 58 . I. alt.
'r. 1l. p. i. p. 29.
Ciagnone (Paul) malte 1689. ein Altarbattund die Wände des Oratoriums von St. Mariadella Carita zu Bologna , und stellte darauf die Le-bensgeschichten der H. Maria vor. /tzw. III. 20.
* Ciamberlano (Lucas), Rechtsgelehrter,
Maler und Kupferstecher von Urbino , arbeitete um1610. zu Rom nach seinen eigenen Erfindungen undnach den Werken RaphaelS, A- Pomerancio, I.Palms, Polydor von Carravaggio, F. Zucchero,G. Reni, Ch Albcrti^ O. Gatti, I-Martini, H.Casti u. s. f. Man hält ihn auch für einen Form-schneider in Helldunkel. Sein Werk wird auf 5 Zi.Blatter geschätzt, p. Z5.
* CiamfaniNl (Benedict), Schüler des Bars
tholome della Porta, genannt di St. Marso. Die-ser hinterließ ihm und seinen Mitschülern alle seineZeichnungen und Gemälde durch testamentliche Ver-ordnung. III. 4 >-
* C > aminghk (Franz). S. den Art. F. M.C- Ghi'ngi, seines Schülers.
* Ciampelli (Augustin oder Justin), Malervon Florenz , lernte bey Eanto Titi. Er arbeitetein Diensten Pabst Clemens VIII. in dem vaticam-schen Pallaste St. Johann von Lateran und an ver-schiedenen andern Orten. Man zahlt bis auf vierzigöffentliche Gemälde, die er in Oel und Fresco ver-fertigte, in welchen man richtige Zeichnung, klugeErfindung und gutes Colorit findet. Er war Ober-aufseher des Kirchenbaucs zu St. Peter, und starb164». 62. I. alt. Von seinen Gemälden hinterließer ein Buch, worin dieselben mit größtem Fleiß ge-zeichnet waren. Sein Altarblatt in der St. Peters-kirche, 1629. gemalt, ward mit Zoo. Thalern be-zahlt. Ph. Thomassln, V. Regnartius, A Vicenstino u. s. f. haben nach ihm gestochen. LaZ/iom p. 206.
Cianferli (Joseph), türkischer Sclave inDiensten des Ritter Matthias Prcti, bezeigte Lustund Fähigkeit, seines Herrn Kunst zu lernen, derihn darin liebreich unterwies und so weit brachte,daß er desselben Gemälde kopiren konnte. Er lebteUM 1690. Domeurcr III. 583 .
Ciapino. S. Amon Carola.