Band 
Erster Theil.
Seite
157
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Licrpperini.

Ciapperii, i (Peter Anton) malte das Altar-blatt der Sakristey der Familien Pecci und Saraciniin der Kirche St. Augustinus zu Siena , welchesdas Dildniß des H. Wilhelms vorstellt, /'er«.

* Ciarpi (Baccio, d. i Bartholome), floren-

tinischer Maler, lernte bey Santo Titi. Er verfer-tigte verschiedene Werke, unter welche man denin dem Garten Gethsemane betenden Heilandbey den Kapuzinern in der Kirche der EmpfängnißMaria zu Rom zahlt. Er st. in dieser Stadt 174,.6Z I alt- p. ^g.

* Charrres oder Ciarres. S. den Art.Franz Langlois.

Cibber (Gabriel). S. Gibbons

Libdad (Franz). S. F. de Aranda.

Elbo, genannt II lVIonaco clell' Isole ö'orooder ä'IIereg; Dichter, Geschichtsschreiber, Got-tesgelehrter und Maler, war aus einem vornelMcnGeschlechte zu Genua um 1346. geboren, malte mitsonderbarer Annehmlichkeit in Miniatur, und st.1408. p. g.

— — (Christoph ). S. den Art. Marc Ferre-rio, genannt Agraro.

Lrcc 10 (der Abt), Beyname von Franz Soli-niena.

Eicci 0 tte (Andreas), Bildhauer und Baumei-ster zu Neapel , lernte bey dem jünger,, Masuccio.Er baute für die Familie Pignatelli die zierliche klei-ne Kirche zur Himmelfahrt. Zu Salerno verfertigteer die zwey prächtigen Grabmäler der Königin Mar-garetha und ihres Sohns König Ladislaus, nebstvielen andern vorlrefliche» Werken der Bau- undBildhauerkunst, und st. , 455 . DoEm'ci I. 87.

* Cicciolini (Ludwig), verderbter Namevon Ligoli. S- Cardi.

* Ciceri (Bernhard!,!), geb. zuPavia umi 65 n.lernte bey Carl Sacchi und studirte zu Rom . Ermalte in seinem Vaterlands viel große und kleineTafeln mit einer zarten Manier und gutem Colorit.—Sein Bruder Job. Baptist, Maler, arbeitete fürdie Kirchen St. Agatha und der Carmeliter seiner Ge-burtsstadt. — Joseph, Bernhardins Sohn, arbei-tete zu Pavia für die Kirchen der Verkündigung unddes H. Kreuzes. Larto/r II.

Eiciltü, Bildhauer von Fiesost; arbeitete um1020. zu Florenz , wo man in der Kirche St. Gia-como in Campo Corbolini das Grabmal des RittersLudwig Tornabuoni von seiner Hand sieht. An dem-selben wird das adeliche Wappen in Gestalt einesPferdekopfes als etwas Besonderes angemerkt, wo-mit er vermuthlich anzeigen wollte, daß die Antikenihre Schilde anfänglich von der Gestalt der Pferds-köpfe entlehnt haben. Lottari II. ,60. Man hältdiesen Künstler für den Augelus Siciliano.

Ciciliano (Angelus). S. Siciliano.

* — — (Jacob), vortrcflicher Kunstgießer zuRom , verfertigte aus Bronze dasSacramentgehäusder Kirche St. Maria degli Angel! nach dem Mo-delle des M. A. Bonaroti.

— — (Joseph), genannt polidorin 0, ge-schickter Maler, wird in einem ,544 geschriebenenBriefe angeführt, welcher in der Sammlung vonMalerbriefen V. ,70. zu finden ist.

Cicogna (Hieronymus ), vortrefiicher Stickerund Kriegsbaumeister des X V I. Jahrhunderts, wirdvon vasari in der Lebensbeschreibung des JohannGiocondo Monsignore beyläufig angeführt.

<5 ig 0 gnini c ), Maler von Venedig . Mansieht von ihm aufdem Frohnaltare der Kirche SekteDolori zu Rom einen Leichnam Christi Koma a».trca e »rocier»«. Er ist vermuthlich derjenige AntonCicognini, den Barroli für einen alten Maler vonCremona halt. Dieser arbeitete für die dasige Kirchedes H. Abts Antonius-

Cignaroli. 157

E, ec 0 (Nicolaus), Maler zu Florenz , wird vonvasari unter die Schüler des Dominicus Ghirlan-dajo gezählt.

Liesa (Jacob), vonVicenza, malte dasZimmcrder Sternwarte zu Padna auf frischen Kalk, nachdem Angeben des dasigen Professors der Astronomie,Abt Toaldo. Ao^etti.

Ciezar (Michel Hieronymus), Maler zu Gra-nada, lernte bey Alonso Cano . Man sieht von seinerArbeit in dem Kloster del Angel, und in dem Spirtale del Corpus seiner Geburksstadt Er st in hohemAlter ,677. Sein Sohn Joseph , malte Blumen,Früchte und Landschaften mit Wasserfarben; er ar-beitete aber auch bisweilen in Oel. Carl II. Königin Spanien »ahm ihn zu seinem Hofmaler an; ergenoß aber diese Ehre nicht lange, und st. 1696.40I. alt, /^e/arco 164. und ,91.

Lifrondi. S- Scifrondi.

* Clgnani (Carl), vortrefiicher Maler vonBologna , lernte bey I. Baptist Cairo und Franz Al-bani, welchem er in seinen Werken an die Hand gieng.Er malte mit einer prächtigen, wohlausgedrücktcn,zarten, angenehmen und starken Manier, die maneinen Auszug der Werke des Correggio , Titiansund der Carracci nennen kann. Daher ward er füreinen der beßten Künstler in Europa gehalten, undman findet von seinen Bildern in den vornehmstenGalerien großer Herren. Seine schönste und größteArbeit ist das Gewölb der Kirche St. Maria delFuoco zuForli, mit welcher er viele Jahre zubrachte,und in demselben die Krönung der H. Maria vor-stellte; in diesem Werke bewundert man die Schön-heit seines Genies und die Vortreflichkeit seiner Ta-lente. Der Herzog von Parma erhob ihn in denGrafenstand, und Pabst Clemens Xl. hatte eine be-sondere Achtung für diesen Künstler, den er unerach-tet seiner Abwesenheit zum beständigen Haupte derneuerlichrcte» Acadcmia Clementina zu Bologna er-nannte. Er st. zu Forli ,7,9. 9, I. alt. Cignaniwar richtig in der Zeichnung, angenehm im Cvlorlr,zierlich in der Zusammensetzung. Er malte mit gro-ßer Fertigkeit, kleidete seine Figuren mit Autem Ge-schmack, und drückte die Leidenschaften kräftig aus;vielleicht arbeitete er seine Werke nur allzufleißigaus, welches ihn verhinderte, die gehörige Lebhaf-tigkeit darin anzubringen. Marienbilder und halbeFiguren malte er vorzüglich schön. Mit aller sei-ner Geschicklichkeit aber mußte cr das Ungemachdes Neides erfahren, der indessen seine Verdienstemehr bekanntmachte, als zernichtete. Man hatnn-gefähr 5 o Blätter nach ihm, unter welchen I M.Liolard sieben für den englischen Consul Smith zuVenedig verfertigte. — * Felix Cignani, CarlsSohn, geb. ,660. Er malte einige Bilder für öffent-liche Gebäude seiner Geburksstadt Bologna , unterwelchen das Altarblatt der Kapelle Malvasia in derKirche della Carita als ein schönes und geistreichesGemäld beschrieben wird. Man findet auch von»km in der Galerie zu Düsseldorf ein sehr großesStück, welches die Himmelfahrt Christi vorstellt.Er st. ,72 s. — ' Paul Cignani, dieses letzter,,Sohn, geb. 1709. lernte die Kunst bey seinem Groß-vater und Vater.

Cignardi (Martin), malte zwey Altarblätterund einige Figuren Grau in Grau in dem OratorioSt. Catharina zu Mailand ,

* Cignaroli (Joh. Bettino oder Baptist),Maler von Salo an dem Garda-See , lernte bey An-ton Aureggio und Anton Calza, und arbeitete zuVe-rona. Man sieht in der St. Martinskirche zu Alsano,einem Flecken nahe bey Bergamo , drey schöne Bil-der von seiner Hand, Das Altarblatt stellt den Toddes H. Josephus vor; es ist für die Wahrheit desAusdruckes, die Richtigkeit der Zeichnung und dasColorit vortreflich; zur Rechte» ist eine büßendeMaria Magdalena , und zur Linken eine H Agatha.Für diese Stücke wurden ihm i 5 u Zechinen bezahlt.Seine erste Manier war schlecht, besonders im Colo-rit; nachher verbesserter,' sie nach den Werken des

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