Band 
Erster Theil.
Seite
162
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i6r Clerc.

sten und Fürstinnen in Deutschland verfertigte; stefind wohl gezeichnet, sehr natürlich und von gro-ßer Manier. Sein Colorit gleichet des Rigaud undRubens , nach welchen er fleißig studirt hatte. Ermalte auch mit gutem Erfolge Geschichten, Land-schaften und Blumen. E. C. Heiß hat ein Bildnißnach ihm in Schwarzkunst gearbeitet. — SeinSohn * Joh. Friedrich (der diesen Artikel einge-sandt), ward 1717 in London geboren. Er maltein Miniatur, und arbeitete an dem Hofe des Her-zogen von Zweybrücken. — Isaac le Clerc, Da-vids Bruder, lernte das Siahlschneiden bey seinem

* Vater, welcher an den Casselischen Hof berufenwurde, wo ihm der Sohn in der Stelle eines Hof-niedailleurs gefolgt ist. Er grub schöne Pettschafte,und kopirte mit großem Geschmack antike Köpfe.Dieser Künstler starb um 17^6.

* Clerc (Johann le) von Nancy , lernte zuVenedig bey Carl Saracino Er malte daselbst indem großen Rathssaale den Herzog Heinrich Dausdolo und die Herrschaft, wie sie den Bund der Kreuz-fahrt in das gelobte Land in der St. Marcuskirchebeschwören. Zwanzig Jahre hielt er sich in Italien auf, ahmte seines Lehrmeisters Manier sehr wohlnach, und arbeitete mit großer Fertigkeit. Manflehet auch einige von seinen Bildern in der Jesui-terkirche zu Nancy . le Clerc war Ritter des St.Marcusordens, und st. 16ZZ. 46 I. alt. Man hatvon ihm einige geetzte Blätter; neben andern denTod der H. Jungfrau, nach seinem Lehrmeister, einBlatt, das man sonst irrig dem G. Rcni zuschreibt.Boschini nennt ihn di Chere. ie Comtek ll. 19. —

* Ein andrer Johann le Clerc, von dergleichenFamilie, blühere unter den Regierungen Heinrich 111 .und Heinrich lV. Er machte sich durch seine schöneArbeit in Kupferstichen und Holzschnitten berühmt,von welchen viele nach Johann Cousins Zeichnungensind; vielleicht hat er bey diesem Meister dieZeichen-knnsi erlernt, oder nach seinen Büchern studier. ieClerc hatte das berühmte Buch dieses geschicktenKünstlers von den Ebenmaaßen und Verkürzungenim Verlage. Er selbst verfertigte ein Zeichenbuch«ach zJiclaus Bollert, le Clerc lebte noch 1622.

— (Sebastian le), vortreflicher Zeichnerund Knpferetzer von Metz , erhielt von seinem * Va-ter, einem geschickten Goldschmied, die beßre Unter-weisung zur Zeichenkunst. Mit diesen Anfangen kamer r 6 d 5 . nach Paris , und legte sich mit so gutemErfolg auf das Zeichnen und Kupferetzen, daß dergroße Colbert ihm ein Jahrgeld von ho». Thalernverschaste. Er kam 1672. in die königl. Academie,ward in derselben Professor der Geometrie und Per-spectiv, und starb zu Paris 171s. 77. 1 . alt. Außereiner großen Menge von Zeichnungen und mehr als35 oo. Kupferstichen, kennt man von ihm verschie,Vene Schriften. In seinen Blattern findet maneine eben so angenehme als bewundernswürdige Ver-schiedenheit. Seine Zusammensetzung ist zierlich,seine Arbeit reinlich, die Ausführung leicht, undseine Einbildungskraft verständig, aber lebhaft undschimmernd. Man kann leicht begreifen, daß einmit Etzwasser wohl ausgeführter Kupferstich demGrabstichel weiter nichts übrig laßt, als die Arbeitmit der Radirnadel lieblicher und schätzbarer zu ma-chen. Oeconomie und Verschiedenheit in der Arbeit;einfache, kurze, beherzte und mit Verstand ange-brachte enge Schraffierungen; eine angenehme Un-ordnung, eine gänzliche Vermeidung der Punkten,welche kleinen Werken die Wirkung benehmen unddem guten Geschmacke zuwider sind, eine leichte Be-handlung , eine gelinde und markigte Ausarbeitung —Alles dieses bestimmt den Styl dieses vortreflichenKünstlers. Sein Werk ward aus Marterte'» Ver-lassenschaft um iZuo. Livres verkauft. — Sein älte-ster Sohn, * Sebastian, lernte die Malerey beyBon Boulogne , und ward 1704. Mitglied der königl.Academie. Man findet von seinen öffentlichen Ge-mälden in den Kirche» zu St. Sulpice und in der Ab-iey St. Germain des Präs. Jcaurat hat einigeBlatter nach ihm gestochen. — * Ludwig Augu-stin, Sebastians zweyter Sohn, lernte bey Anton

Eleve.

Coyzevox die Bildhauerkunst. — * Benedick v'uclaus, sein dritter Sohn, war in der Mathematikund Zeichenkunst so wohl erfahren, daß er anderedarin unterweisen konnte; erwarb 1721. Professorder Perspectiv in der königl. Academie, und 17Z5.in der Tapetenfabrik aux Gobelins. St. 176b. —Man findet in dem Art. G. D- Anton einen Bild-hauer, Namens le Clerc, der vielleicht abgedachterLudwig Aug. seyn möchte,

Clerici (Robert), Pcrspectivmaler von Par-ma, lernte bey Ferdinand Galli-Bibiena.

— — (Thomas), Maler zu Genua , lerntebey Franz Merano. Er verfertigte nebst vielen Pri-vatgemalden auch vier Tafeln für die Kirchen seinerGeburtsstadt. Eiertet st. 1657 an der Pest 20. 1 . alt.Xo/ir'Mrr p. 200.

— — ( ), königl. Stuccator, arbeitete

mit vielem Ruhm in Frankreich . Man zählt unterseine beßten Merke die Kapelle der Marquise vonPompadour in der Kirche der Kapuziiierinncn zuParis , welche 1760. vollendet wurde.

Clerco (Don Julius). S. Clovto.

Clerion. S. Clatrton.

Clerique (Heinrich). S. Llerck.

* Clertsseau (Carl Ludwig , sehr geschickterfranzösischer Baumeister und Pcrspectivmaler, hatteeinen ungemeincu Geschmack und vorrrcflichc Kennt-niß dieser Künste. Er untersuchte und zeichnete äus-serst genau alle antiken Gebäude durch ganz Italien ,und hielt sich um 176 s zu Rom auf, wo er mit demRitter R. Adams, von Edlmburg gebürtig, diePlätze zu einem Parlamentshause zu London und zueiner Malerakademie in Venedig zeichnete. Clerts-seau malte antike Aussichten und Arabesken in Ra-phaels Geschmack. Nach einer Abwesenheit vonzwanzig Jahren gieng er nach Paris zurück. Um177». hielt er sich zu London auf, wo er zum Mit-glied der königl. Academie angenommen wurde. D.C»nego hat »ach seinen Zeichnungen 12. Dlattervonden berühmtesten antiken Monumenten in Italien ge-stochen , welche alles übertreffen, was man vondieser Art bisher kannte. Winkel manns Al-legorie S. u. iZr.

* Clerk ( ), Dildnißmalcr, arbeitete >696.

zu Berlin , wo er als Professor der Academie einePension von 800. Rthlr. genoß. E. Hainzelmann,I. Sandrart u. s. w. haben nach ihm gearbeitet.

Llesias, Deliades, Lesbokles, ptchodt-cus, s)rodc>rus, Scymnus, ein Schüler desCritias, und Straronicus; alles antike Bildhauer,werden von pltnius unter die berühmten Künstlergezählt; doch gedenkt er keines von ihren Werken,l.. XXXIV. c. 8.

Clesid es, griechischer Maler, lebte um H. N.Z700. Plliiius erzählt von ihm: Er habe aus Ra-che gegen die Königin Strakonice , des AntiochnsGemahlin, die ihn durch Verachtung beleidigt hatte,diese Fürstin in einer unchrbarcn Handlung mit einemFischer abgebildet und dieses Gemäld öffentlich zuEpheftis ausgesetzt. Allein Stratonice,^ anstatt sichdarüber zu erzürnen, bewunderte die künstliche Ar-beit, begnadigte und belohnte den Maler, verbotauch dieses Gemäld von dem Orte wo es ausgestelltwar, wegzunehmen. C/ürE st. XXXV. C. n.

Clesilochus. S- Cresilochus.

* Cleve (Cornelius van), Bildhauer zu Paris ,lernte bey Franz Anguyer. Er studirte fünf Jahrezu Rom und zwey Jahre zu Venedig. Zu Paris ar-beitete er nach seiner Zurückkunst für die königl. Pal-laste und Gärten. Er bekam eine Wohnung undWerkstatt im Louvre, ward Director und Rector derAcademie, und st. 1700 88 . 1 . alt. Man stehet vonihm in dem königl Garten der Thuilleries eine Grup-pe, welche die Vereinigung der beyden Flüsse Loire nnd Löstet abbildet; in der Jnvalidenkirche ein Bas-relief, das Begräbniß Christi; und in dem Gartenzu Versailles einen Löwen der einen Wolf zerreißt,van Eleve war auch ein treflicher Maler. Erhalte