Band 
Erster Theil.
Seite
163
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L leve s.

das Unglück/ seinen einzigen Sohn, welcher in derBildhauerkunst rühmliche Probe» gezeigt hatte, indem Acht und Zwanzigsten seines Alters äufdcr Reisein Italien zu verlieren.

Cleves oder Elivettsis (Heinrich van). S-Cleef.

* Eleyn (Franz), Geschichte- und Grotesken-nialer von Rostock, studirte vier Jahre zu Rom . Ererwarb sich, nebst andern Kenntnissen, in dieserStadt einen guten Geschmack für das Schone undZierliche in Grotesken, worin er es zu einem hohenGrade der Vollkommenheit brachte. Unter der Re-gierung Jacobs I. begab er sich nach England, woer vom Hofe eine Pension genoß, Zeichnungen zuTapezereyen verfertigte, und bey dem König in gros-sen Gunsten stand. Man sieht noch von seiner Ar-beit ein Deckenstück von Grotesken, und Verzierun-gen von Kaminen in Hollands - Hause. Seine Fer-tigkeit in Erfindungen wird sehr gerühmt. Er zeich-nete viel für Maler, Bildhauer und Kupferstecher.P. Lombard und W. Hollar haben nach seinen Zeich-nungen die Figuren des Virgils in der königl. Bib-liothek zu Paris auf 10P Blatter geetzt, und Salomon Savry die ovidischen Verwandlungen auf 17.Blatter. Eleyn hat auch zu Koppenhagen gear-beitet. Er st. i 658 . /Ä/tt'nAlMr.

Ellades. S- den Art. (Ipnipbodorus.

Elpchi; Beynamc von villedor dem jünger,,.

Elrnstert. S. Rlmgfierk.

Elrstbenes; Baumeister zu Eretria um die 100.Olympiade, ist durch seinen Sohn, den Weltwei-sen tPsenedemus bekannt. Xl.

Cli'to, ein Bildhauer, wird von Lenopbon B.Hl.mit Eocratcs von seiner Kunst redend eingeführt.

EIiv elli (Franz). S. Erweckt.

Ek 0 cl' (Claudius und Ricinus ), Kupferstecher,arbeiteten nach H. Golzius, B. Spranger u. s. w.

Elodieitsls oder Elligie nsis; Beynamevon Sebastian de Reggio.

Eloeras, Bildhauer; des Anstocles Vater.

Elori (Prospcr), Musivarbeiter zu Rom , vonwelchem man in der St. Peterskirche einige Werkesiehet, die er nach den Zeichnungen des M. A. Fran-ccschini und N. Ricciolini um ,720. verfertigte. C.Mass! hat nach ihm des Dichters Bernhard PerfettiBildniß gestochen.

Elostermann (I.), geb. zu Hannover , 656 .war ein treflicher Bildnißmaler, der keinem seinerZeitgenossen weichen mußte. Er ward ,69h. in Spa-nien berufen, wo er die Bildnisse des Königs, derKönigin und verschicdner Großen dieses Hofs verfer-tigte. Zu London , wo er lange Zeit arbeitete, unddaselbst starb, malte er das Bildlich der KöniginAnna, in königlichem Ornat und ganzer Statur,für den Pallast Guildhall. Er st. i/rä. Smith,Faithorn, Sherwin u. s. f. haben nach ihm gesto-chen. lll. 189.

* Elouer oder Elower (Albert), PerersNesse und vermuthlich sein Schüler, ein niederlän-discher Kupferstecher, arbeitete z» Rom nach P. Te-rekino u. s. f.. Er verfertigte die Bildnisse zu desLellori Leben der Maler (Rom 1672.). Man gabihm in der Schilderbeuk den Beyuamen Zamzack.Dieser Künstler kam aber seinem Oheim in der Kunstnicht bey.

— — (Franz), genannt Ja»,et, Maler vonTours, arbeitete um lö-jo. zu Paris unter den Re-gierungen Franz!, und Heinrich H. Er malte schöneBildnisse in Oel und Miniatur. Man zeigt von ihmin dem königl. Schlosse zu Fontaiueblcau diejenigenbeyder abgedachter Könige. C. Flipart, I. Mottn,Marcenay ». s. w. haben nach ihm gestochen. Ron-sard spricht in seinen Gedichten sehr rühmlich vonihm. /e/Me» III. 1,8.

Coccapani. ivz

Elouer (Peter), geschickter Kupferstecher vonAntwerpen , blühete um die Mitte des XVk l.Jahr-hunderts Nachdem er die Grundsätze seiner Kunstim Vaterland erlernt hatte, gicng er nach Italien ,wo er mit Spicrre und Bloemaerk arbeitete, und da-durch mehrere Geschicklichkeit erlangte. Alsdannkehrte er nach Flandern zurück, und st. 62 I. alt.Man hat von ihm viele große historische Blätter nachW. Eourtois, Rubens , Vandyk u. s. f. VaE.

*El 0 vr 0 (Don Julius), genannt Macedo, geb.zu Grisone in Slavonien ,998 lernte bey JuliusRoman» und Hicronvmus da i Libri. Seine Nei-gung gieng auf die Miniatur, in welcher er die höch-ste Stufe erreichte, und für die größten Monarchenarbeitete. Man halt für sein Meisterstück ein Bre-vier, welches er , 5 /, 6 . für den Kardinal AlexanderFarnese malte, und nun in der Galerie des Königsbeyder Sicilien gezeigt wird. Dieses vortrcflicheWerk istwohl gezeichnet, und so schön gemalt, als esimmer ein Meister hatte thun können. Ueberhauptist der Geschmack ganz ungezwungen und angenehm;besonders findet man darin einige Figuren, welchedes Michelangelo Styl nahe kommen, ohne daßman jedoch etwas von seiner seltsamen Frechheitund Ausschweifungen darin bemerkt. Alle Gemäldesind mit grotesken Verzierungen eingefaßt, worindas Colorik dem allgemeinen Tone des Stückes mitvieler Schönheit n»d Harmonie entspricht. AlbertDürer hielt dieses Künstlers Arbeit so hoch, daß erdarnach in Kupfer stach. Bey Anlaß der Plünde-rung von Rom trat Elovio in den geistlichen Stand,dessen er aber hernach ausVorspruch des CardinalsGrimani wieder entlassen wurde. Er st. ,678. zuRom und ward in der Kirche St. Pietro in Vincoiibegraben. Ph. Thomaßin, D- Mantuana. A. Dü-rer , Soyo und C- Cort haben ungefähr 12 Blätternach ihm in Kupfer gebracht, /^üEi III. 8H9.

* Ll 0 rves (D.) englischer Kupferstecher, arbei-tete um 1770. nach Stubbs, E. Hemskerk, I. Colletu. s. w«

*Eluffe (Peter de la), geschickter niederländi-scher Kupferstecher, arbeitete um i 5 ^,o. zu Paris nachM- Roux u. s. f. G- den Art. Augusts,r Joris.6anüc//itti. Man meint, er sey p. Elouer; aber siedifferiren beynahe ein ganzes Jahrhundert von ein-ander.

Clupt (Adrian), von Alcmaer, perer, einesWappenmalers Sohn, lernte bey Anton vanMontrfort, und ward ein guter Bildnissemaler. St. 1604.Sandrartl. 267.— Ein andrer Peter Elupr, Bild-nißmaler, wird unter M. I. Mirevclts Schüler ge-zahlt.

* Enejus , ein antiker Edelsicinschneider, grubden Kopf eines jungen Herkules sehr schön in einenSaphir, welcher mit seinem Namen bezeichnet ist.Kto§cü 20.

E 0 ares. S. Eores.

* LoblenZ (Hermann ) , Kupferstecher um1070. Er ist vermuthlich H. Mucker. 6orrL//chi.

E 0 ccapanl (Johann), Baumeister von Mai-land , verfertigte Zeichnungen von einigen durch ihnerfundenen Maschinen, besonders derjenigen welchezu Bewegung schwerer Lasten und Wasserleitungendienlich sind. Er war auch öffentlicher Lehrer derPhilosophie, Mathematik, Geometrie und Geogra-phie ; als ein solcher ward er in das Cohlcgium derSapienz gen Rom berufen, welches er aber wegenAlters und aus Liebe zur Ruhe verbat. Er si. in sei-nem Vaterlande 16P9. 67. I. alt. La/üimlctt 8ec.6. XS. I2v.

— — (Siegmund), Maler und Baumeister zuFlorenz , lernte bey Ludwig Cardi. Seine erste öf-fentliche Arbeit war eine Altartafel für die KircheS- Pontianus zu Lucca . Er gieng ,61«. mit seinemLehrmeister gen Rom. und war ihm bey seiner Ar-beit in der paulinischen Kapelle der Kirche S. MariaMaggiore behilflich. Als ein erfahrner BaumeisterX 2