164 Coccejus Auctus.
schrieb er Anmerkungen über die Einschließung desFlusses Arno in einen Kanal, welche er mit erfor-derlichen Zeichnungen versah, und die von dem be-rühmten Galilaei gutgeheißen wurden. Neben an-dern Baumeistern verfertigte er einen Riß für dieVorderseite der Domkirchc zu Florenz ; dann bauteer zwey Kapellen in dem Dom zu Siena , und ver-fertigte die darin befindlichen Gemälde. Erst. r>V,2.61I. alt. B, Curti hat nach ihm i 6 j 4 - seines Lehr-meisters und Coccapani eignes Bildniß gcetzt. 6rm-
rüc-rtr.
* LoccejusAuctus, vortreflicher Baumeisterin Italien , welcher verschiedene Werke angab, dieAgrippa um Neapel herum bauen ließ ; unter diesezählt man die unterirdischen Straßen, welche vonbemcldter Stadt bis nach Pozzuoli , und von demSee, der von den Alten Averuus genannt wurde, bisnach Cuma gehen. Der Tempel, den Calfurniusdem Augustus zu Ehren zu Pozzuoli aufbauen ließ,ist von seiner Erfindung. Er dient heut zu Tage zurHauptkirche dieser Stadt.
LoccherI, genannt di Michele, Maler, lerntebey Michel Ghirlandajo, und arbeitete um i 565 . zuFlorenz . -Fttm-al. i ji.
Locchr sAlexander), vermuthlich PhilippsSohn, ein Musivarbeiter zu Rom , lieferte 1768-zwey dergleichen Stücke, nach Raphael und Ma-ratti, für den König in Preußen, die VH- Dester-rerch N". 270. und 171. beschreibt Ob er aber mitLocci, einem Bildhauer, der kW. 6Z. und 6j. ange-führt ist, der gleiche sey, ist kaum zu glauben.
— — (Octavius), venctianischer Maler. ver-fertigte für die Kirche S Basso daselbst eine Ta-fel, welche die Vermahlung der H. Caiharina ab-bildet. DannA/m.
— — (Philipp), Musivarbeiter, uudSchülerdes Peter Paul Christoph«»», blühete zu Rom um1720. Er zierte eine Kapelle in der St. Petcrs-kirche nach den Cartons des M. A. Franceschini mirfeiner Kunst. S. den Art.J. B- Brughi. '/itr.
Locci. S- Alexander Locchi.
Loccie. S- Loxie.
<5 0 c ci 0 1 1 ni ( ), Groteskenmaler zu Rom
um 17jo.arbeitete indem pabstlichcnGartcnpallasteauf Moi'tecavallo.
Loccoranre (Lconhard), vortreflicher Archi-tectur- Pcrfpcctiv- Landschaften - und Seemalcr zuNeapel , von welchem man in dem königlichen Bal-laste zwey mit dergleichen Bildern ausgczierte Zim-mer sieht. Er blühete um I7gn. Domcnicr III. 566 .
L 0 cl) e r x ( ), Baumeister , war 1699. Mit-glied der königl. Academie zu Paris , von der zwey-ten Ordnung.
* Locher, Loget oder Loucher (JosephAnton), niederländischer Kupferstecher, lebte imX VII. Jahrhundert. Er arbeitete mit dem Grab-stichel nach Rubens und verschiedenen andern Mei-stern. Man hält für sein beßtes Blatt: Die Zeit,welche die Arbeit krönt, und die Faulheit bestraft,nach Raphael.
* C 0 chi >, (Carl Niclaus), rFiclausen Sohn, einPariser, übte die Malerey bis in sein zwey und zwan-zigstes Jahr, welches ihm zu Erlernung des Kupfer-stechens Vieles half. Man findet in seinen BlätternGeist, Keckheit, Harmonie und Genauheit, welchedas Vortrcfliche solcher Arbeit ausmachen. Seinevornehmsten Stücke sind Rebecca, vrt. Basilius,und der Ursprung des Feuers nach F. le Mei-ne; Jacob und Laban nach Rcstout; die Bauernhoch-zeit nachWateau, und die Sammlung der Gemäldein der Jnvalidenkirche, welche er mit vieler mühsa-mer Sorgfalt und einer anhaltenden Arbeit von zehnJahren endlich mit glücklichem Erfolg zu Standegebracht. Er henrathete Magdalena Horrhe-mels , unter deren Namen man einige gute Kupfer-stiche findet. Sie arbeitete auch an den Platten ih-
C 0 d d e.
res Ehemanns, und st. 1767. 8i I. alt. Lochinselbst st. 175s. 66 I. alt. /Zancü'e Larckmr II. 225.—Sein Sohn * Larl kJiclaus, berühmter Zeichner uudKupferstecher, studirte unter Johann Rcstout. Erward Ritter des S. Michael-Ordens, Bewahrer derZeichnungen des königl Kabinets, und Secretairder königl. Maleracavcmie zu Paris . Er machte17^6. mit dem Marquis dc Marigny eine Reise nachItalien , wo er die berühmtesten Werke der Maler-Bau- und Bildhauerkunst beobachtete, und davon1757. Anmerkungen in drey.Duodezbänden gab.Allein die Italiener finden Vieles daran auszusetzen,und bezichtigen dieses Werk des Leichtsinnes u. s. f.Man hat auch von Lochin eine Sammlung von eini-gen kleinen Abhandlungen, die Kunst betreffend.Seine Blätter bestehen in einer Menge sehr artigerkleiner Stücke, in Vignetten für Bücher, einerziemlich zahlreichen Sammlung von Bildnissen inMedaillonsformat, in verschiedenen Festivitäten,Grabmälern u. s. f. Alles von seiner Erfindung.Er unternahm mit I. Ph. leBas die prächtige Aus-gabe von den Meerhäfen in Frankreich nach Vcuret.Ionibert hat 177c». einen Catalog von seinem K»rpferwerke herausgegeben. — rJaralis oder rJi-claus Lochin, Kupferstecher von Troyes in Cham-pagne, arbeitete um ,670. zu Paris nach F. Chau-veau, A. Dürer, Rembrand, Callot , Vandcrmeiilcnu- s. f. Der Abt von Marolles besaß 5»6 Blättervon seiner Arbeit. —- " Er hatte einen Bruder,der Landschaften malte, sich zu Venedig setzte, unddie durchreisenden königl. Pensionärs beherbergte.Derselbe hatte mit dem berühmten Bildhauer vonEleve zu Rom studirt. In der L- L. Purina Na-t-elü.-, «eb c-ti« findet man verschiedene Kupferstichemit Vlaralis Lochin und Vk R. Lochin bezeichnet,welche vermuthlich diese zwey Bruder find.
* L 0 ck (Matthias und Hieronymns), Gebrü-der, von Antwerpen gebürtig ziNatthias war einvortreflicher Landschaftsmaler, und verbesserte hie-rin seine Manier, die er aus Italien in sein Vater-land zurückgebracht. Er wußte die Natur wohlnachzuahmen und angenehme Veränderungen anzu-bringen, malte auch in Oel- und Wasserfarben. Erst. i 565 . — Hieronvmus verließ die Malerey,und erwählte den Kunsthandel, durch den er sich be-reicherte. Er etzke sehr wohl in Kupfer; zwölf Land-schaften. die er nach seinem Bruder geetzt, werdenstark gesucht; er hat auch Landschaften von seinereignen Erfindung in Kupfer gebracht. Seine Letz-ten Blätter sind eine Lage von kleinen Landschaftennack dem alten Breughcl, und sein Werk ist sehrzahlreich, besonders nach M. Hemskerken rc. Erwar auch ein ziemlich guter Maler. Dieser Künstlerst- 167» Lbrist hak sein Zeichen p. icjö. 214 264.angeführt. i)c5camx>5 I. 95.— * Ein Maler die-ses Namens war um 1760. Zeichcnineistcr der öffent-lichen Schule zu Brügge .
Lockrer, Lockisien oder Locxie (Mi-chel). S. Loxcie.
Locq (Wilhelm le), Bildhauer, welcher indem Art. P. F. Verberden angeführt wird. Ver-muthlich find die Statüen St. Jacob und S. Pe-trus in der Pfarrkirche St. Jacob, und ein Theildes Calvarienbcrges in der Dominikanerkirche zuAntwerpen , von seiner Hand. Die Beschreibungdieser Stadt nennt den Künstler von bemcldten Stü-cken : Lockx. — Nach einem Maler, genannt leLocq, hat der jüngere C. N. Cochin 1780. eine H.Margaretha geetzt.
* Loda oder Lodi (Benedict), Maler von
Ferrara , lernte bey Johann Bellino. Er verfertigtenach dessen Manier viele Gemälde, welche in denHäusern seiner Mitbürger, und zu Rimini , wo ersich lange Zeit aufhielt, zu finden sind. Er st. umi 52 n. und hinterließ einen Sohn * Barrholome,der sich in gleicher Kunst übte. II. 4Z6.
Lodagora (Viviani). S. den Art. Viviani-Bodozzo
Lodde (Peter), ein vermuthlich holländischer