Band 
Erster Theil.
Seite
168
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r6g Colonua.

zu rechnen sind. Er arbeitete auch zu Bologna , undstarb dort i 585 . III. 802.

Colonna (Joseph), malte eine Kapelle derKirche St. Dominicus zu Brescia Grau in Grau:Die Figuren sind von Bernhardt» (öandim. Vik-tor e ür Lrsxcia.

— — Mengozzl. S. Mengszzi.

— — (Marchio oder Melchior), Maler zuVenedig , lernte bey Tintoret. Er malte die Tafelder Verkündigung Maria für die Kirche St. Giaco-mo dall Orio. In dem obern Theile dieses Bildessieht man eine schöne Glorie mit der Gottheit undvielen Engeln. Er lebte um 1600.

Coloscro. S. den Art. Peter Dünz.

Colores , Maler von Tejus, ward in einemWettstreit von Timanthes überwunden. ()«ürtrHr-1 ^. II. L. iZ. — Colores, Bildhauer, lerntebey Phidias , welchem er an der Statue des viym-oischen Jupiters arbeiten half. Er verfertigte auchBilder der Welkweisen; einen Schild der Minerva,und eine vortrefliche Statüe des Aesculap aus Elfen-dein /ÄE I.. XXXIV. c. 8 . und I.. XXXV.C. 8 . — Ein anderer Colotes, Bildhauer zu Pa-ros, lernte bey Pastteles. Er verfertigte eine Tafelaus Elfenbein, auf welche man zu Elis die Kro-nen der Ueberwinder in den olympischen Spielen zusetzen pflegte. /Äuxamax X. V.

^ Coltei no (Jacob), Civil - und Kriegsbau-meistcr und Maler von Brescia , verfertigte einigeGemälde in der unterirdischen Kirche St. Faustinomaggiore, die zwar durch Lange der Zeit verzehrtsind; indessen bleibt ihr Gedächtniß in den Schrif-ten des ssozzando aufbehalten. Colteino starb inCandia. Loxn x. hio.

Columba ( ). S. Colornba.

* Colpns (David), Maler zu Amsterdam ,

geb. um röbo. Seine Arbeit besteht meistens inbiblischen Geschichten mit vielen kleinen Figuren,die er mit vieler Zärtlichkeit und Verstand ausarbei-tete. So z. B. das Manna, die Schlagring desFelsens u. s. f. III. 28Z.

* Colyns (Michel), Landschaftsmaler, Kup-ferstecher und Kunsthändler, lebte um i6Z». zu Am-sterdam . Unter seinen Blättern findet man ein gros-ses Blatt, welches die Börse dieser Stadt vorstellt.eTmäe/üm.

Comave (Octav della), einer von des FelixRicci Schülern, malte in seiner Geburtsstadt Ve-rona mit dem Ruhm eines guten Künstlers. Erst. itzöo. X°. 82.

Comendu (Loren;), venetiani'scher Künstler,lernte bey Blasius Falcieri. Er setzte seine Studienzu Bologna fort, und bekam Lust zum Bataillenma-len; daher er sich zu Franz Monti nach Parma be-gab. Coinendu arbeite zu Mailand für den Ba-ron Martini, und stellte auf einer Tafel die Schlachtbey Luzzara vor, welches Bild Ludwig XlV. zumGeschenke bekam, und von ihm sehr wohl aufgenom-men wurde. Dieser Künstler lebte um 1700. ^02:2:0122.

Cometti (Raymund), Wappen - und Orna-mentmaler zu Bologna , lernte bey HieronymusCurti. fskalunxia II. 178.

Lomi (Aurelius). S. Lomi.

* — (Franz), genanntFornarerro, war

von seiner Geburt an stumm. Er zeigte eine Neigungzur Malerey, die er bey Alexander Marchesini undund zu Bologna bey I. Joseph dal Sole lernte Un-ter ihrer Anführung ward er ein guter Maler, wo-von man in seiner Geburtsstadt Verona genügsameProben zeigt. Er lebte um 1716. ^02:2:0 189.

* — (Hieronymus ) von Mvdcna, ein un-zertrennlicher Freund des Anton Begareüi, über-traf viele seiner Zeitgenossen in der Malerey, beson-ders aber in der Perspectiv, von welcher er die Grund-

Compaviva.

regeln vollkommen besaß. Er arbeitete für Päbste,Fürsten und Edle um i 5 /zo. p. 8Z.

Csmin (I ), Kupferstecher, arbeitete mit Clandius Melan, Peter van Ballru, Anna Mariavajani, Cornelius Bloemaerr, Michel sszaralis,Carl Audran, Valerian Regnartius und FriederrichOreurher an den Blättern der Oalloris justi-nlsna zu Rom . G. den Art. Franz Buonainici./ciee p. 5og.

C 0 minellr (Andreas) verfertigte in der Pfarr-kirche St. Maria Zobenico zu Venedig die vordereSeite des hohen Altars mit eingelegter Arbeit vonkostbaren Steinen, und in der Barfnßcrkirche Sr.Francesco delia Vigna die Statüe des H. GerardusSagrcdo, in Lebensgröße. Cominelli baute auchden Pallast Labia , nahe bey der Kirche St. Jere-mias. /frtratto äi

Comind (Johann), Bildhauer von Trcvigo.Man siehet von ihm in der Kirche St. Antonios ,genannt il Santo, zu Padua das Grabmal der edclnFamilie Marchetti, und die Statüe der Rahel miteinem lebendigen und einem todten Kinde, auf demAltare der unschuldigen Kinder in der Kirche St.Justin«. Aoxxettr.

Como (Emanuel), Mi»oritvon Como, sah inseiner Jugend einigen Malern, die in der dasigenDomkirche arbeiteten, mit Lust zu, und lernte dar-auf diese Kunst ohne weitere Unterweisung. Er bil-dete auf große Tafeln und Mauern geistliche Ge-schichten, wie solches in dem Krcuzgangc St. Fran-cesco a Äipa in Rom zu sehen ist Sr 170t. 75. I.alt. ürmrieott'.

— — (Guldo da), ein alter Bildhauer. Manstehet von seiner Arbeit in der Coorherrenkirche St.Bartholomaus einige Stücke von dein LebenslaufeI. C., welche um 1199-verfertigt wurden, undalsein Muster des damals noch herrschenden höchst arm-seligen Geschmacks in der Zcichenkunst dienen kön-net«. Fottn» I. Zo.

— — (Joh- Dominicus da), Architectunna-ler, arbeitete in der Kirche Jesu seiner Geburtsstadt.

II.

* Comodo (Andreas), Maler zu Florenz ,

lernte bey Ludw'g Cardi. Er malte gute Bildnisseund war unvergleichlich in Kopirung berühmter Ge-mälde ; arbeitete aber auch aus eigener Erfindung,wie z. B- das jüngste Gericht, welches eines feinerbeßten Werke ist. Comodo st. ^ 658 . 78. I. alt,und ward mit öffentlichem Gepränge und in Beglei-tung der Mitglieder der Academie in der Kirche St.Ambrosius beerdigt. p. 220.

Comp. S. den Art. lJnksus Gtuber.

Compagni (Dominicus), genannt dalliCamei, Edelsteinschneider von Mailand , lernte beyJohann Bernardi. Er ward durch Verfertigungwohlgleichendcr Bildnisse berühmt. Canrei arbei-tete für den Herzog zu Florenz und für Ludwig Mo-rs , Herzog zu Mailand ; dieses letzten, Bildnißschnitt er in einen blassen Rubin von der Größe einesAchteithalers, mit einer Kunst, welche damals nochfür etwas seltenes gehalten wurde. Dieser Künstlerstarb um 1H90. III. 286.

ssompagno (Scipio), Maler zu Neapel ,lernte bey Angelus Falcone und bey seinem Mit-schüler Galvakor Rosa. Er malte Landschaften undMarinen mit kleinen nach der Natur gezeichnetenFiguren; wandte auch allen Fleiß auf das Zeichnenund Ausarbeiten seltener und schöner Baumstämme.— Sein Bruder Iqnacius malte Geschichte mitgroßen Figuren. Sie blüheten um 1680. Dome-«ici >1l. 2^2.

* Compaqnoni (Sfortia), Maler von Marcerata, war Mitglied der Academie St. Lucas zuRom .

C 0 inpavir> a; ein Scherzname von I. Weyer-

mann.