Band 
Erster Theil.
Seite
179
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Cotlini.

sicher königl. Baumeister und Dircctor der Academiert>99 Er folgte seinem Lehrmeister in der Stelle eineserste» Banmeisters und Oberaufsehers der königl.Gebäude, Garten, Künsten und Manufakturen,708. und ward Ritter des St. Michaelordens. Erstarb zu Paris ,7öh. Dieser geschickte Meister com-ponirke mit großer Fertigkeit und Genie; er hatteeine lebhafte Einbildungskraft, welche er durch einereife Beurtheilung mäßigte, durch einen auserlese-nen Geschmack reinigte und durch eine beständige Ar-beit in Uebung unterhielt. Der Säulengang (?e-, ristvle) zu Trianon und andere schöne Werke zuVersailles, Paris , Lyon, Etraßburg, und auchaußer dem Königreiche, sind von seiner Erfindung.Er war der erste, der die Spiegel bey den Einfassun-gen der Camine (Lbambranles) anbrachte. Peterle Pautre bat nach seinen Zeichnungen das Chor derCathedralkirche N. D- Zu Paris und die neuen Ge-bäude und Garten der königl. Abtey zu St. Denisin Kupfer gestochen. — Julius Robert de Corre,Roberts Sohn und Schüler, ward r6gg. Mitglied derAcademie von der zwoten Ordnung, hierauf Gene-ralintendent der königl. Gebäude und Direckor derMedaillenmünze. — Robert de Corre, RobertsGroßvater, war König Ludwig XIII . Baumeister.Lacombe. — De Corre, ein französischer Form-schneider um 1760. wird von Papillon l. oöb. an-geführt.

C 0 tr, »i (Felix). S. Drtini.

C 0 rr 0 n ( ), Bildhauer zu Paris , verfer-

tigte das Grabmal des berühmten Tonknnstlers I.Baptist Lully und seines Schwiegervaters Lambert,welches in der Augustinerkirche der Petits Peres zusehen ist. Er lebte um rüg». Lrice.

Covarrubias. S- Cavarrubias.

Couch er. S. Locher.

Coucy (Robert de), französischer Baumeister,vollendete um 1297. die von Hugo Libergier 1229.angefangene Kirche St. Nicasius zu Rheims . Die-ses Gebäude ist wegen der künstlichen Arbeit und derschönen Proportionen sehr berühmt. Er arbeiteteauch au der Cathedralkirche dieser Stadt, und starbdaselbst iöl 1. RMieu V. 29b.

Coudrap (Franz), Bildhauer, vonVi'llacerfbey Paris gebürtig, ward 1712. Mitglied der königl.Academie dieser Hauptstadt. Er gab ihr bey diesemAnlaß das Bildniß des H. Sebastian von Marmor.Seither trat er in Dienste König August I I. in Polen .— Sein Sohn s)erer, geb. zu Paris 171Z, giengI7go. nach Rom , wo er bis 1749. blieb. Er arbei-tete sieben Jahre in. England und seither zu War-schau . Endlich ward er Professor der Künstleraca-denue zu Dresden , wo er 1770. starb. Man stehetvon feiner Arbeit in der churfürsil. Galerie einigeSiatüen, die man in te s)lars Werke abgezeichnetfindet. cr.Blblloth.dersch.wrssensch Xlll. 128.

Covin und Eadey, zwey Blumenmaler zuParis , werden von d'Argensville unter den Schü-lern des I. Baptist Blain de Fontenay angeführt. La-dep war Mitglied der königl. Academie und arbeiteteaux Gobelins.

* Couler (Anna Phiiibert), Kupferstechern,zu Paris, arbeitete nach Vernet, I. van Goyen ,Bcrghcm u. s. w. Sie ward um 1770. Mitglied derkaiserl. Künstleracadcmie zu Wien .

Coulogne (Conrad de), Goldschmied, undÄorenzwrin, Gießer in Frankreich um 1/,80. Die-sen beyden verdingte König Ludwig XI. sein Grab-mal um ilioo. Thaler (Lrus cl'or.) Er bestimmteselbst dessen Gestalt, Größe und Verzierungen; be-londers verlangte er. daß sein Bildniß ähnlich seynsollte; man bediente sich aber hierzu nicht allein desLebens, sondern auch älterer Bildnisse, weil der Kö-nig damals schon krank, und seine Gesichtüzüge ganzverändert waren. Dieses Grabmal steht in der Kir-che Notre Dame de Clery. II. Z 65 -

Couper (Johann), Miniaturmaler von Lon-don , lernte beyJsaac Olivier. Er kam nach einem

Courtois. 179

kurzen Aufenthalt zu Amsterdam um i66c>. an denschwedischen Hof, arbeitete für die Königin Chri-stina , und wurde für den beßken Dildnißmaler seinerZeit in Wasserfarben gehalten. II. 87.

Vielleicht ist hier, oder bey Samuel und Alexan-der Cooper, ein Irrthum in demTaufnamen; denndie meisten übrigen Umstände sind einander so ähn-lich, baß man vermuthen kann, sie betreffen diegleiche» Personen.

Couper od.Coupre (Samuel).ZG.Looper.

C 0 tipler ( ), Baumeister und Mitglied der

königl. Academie zu Paris , schrieb um 172a eineAbhandlung von Gewölben,, welche den Memoircsgedachter Academie einverleibt ist. A ^rrwüre.

Court (Cornelius). S. Cort.

* Courtin (Jacob), Maler vonSensin Bur-gund , lernte bey dem jünger» Ludwig de Doulognc.In 1710. kam er als Mitglied in die königl. Academiezu Paris Er malte für die dasige Cathedralkirchedie Auferweckung des Eutychus ,707. Es ist diesesdas letzte sogenannte Maigemäld, welches die Ge-sellschaft der Goldschmiede dahin schenkte. Mansiehet viele halbe Figuren, meistens in spanischemHabit, welche I. Baptist Poilly und andere nachseinen Gemälden gestochen haben. Erst. 1762. 6r<e-rm p. 228.

* Courtois (Jacob), genanntBourgignon,geb. zu St. Hypolite in Burgund 1612, lernte bey sei-nem Vater * Johann, und besaß ausnehmende Ta-lente. Die genaue Freundschaft, welche er zu Rom mit Guido Reni , Albani, P. von Cortona, Bam-boccio und andern berühmten Künstlern schloß, warihm sehr nützlich. Er sah die Feldschlacht Constantindes Großen, welche Julius Romanus in dem Vati-kan gemalt hatte, und ward von derselben so einge-nommen, daß er sich entschloß, diese Art Malereyvorzüglich zu studieren; zu solchem Ende zog er dreyJahre einer Armee Nach, und zeichnete Feldlager,Marsche, Belagerungen und Scharmützel, Allesnach der Natur. M- A. Cerquozzi sah seine Bilder,bewunderte und rühmte sie gegen jedermann, ob ergleich selbst dergleichen malte. Courtoisheyrathctezu Siena die Tochter des florentinischen Malers,Horaz Viviani ; aber seine Eifersucht' bracht' ihn inden Verdacht, er habe seine Ehefrau vergiftet. Umnun einer ernsthaften Untersuchung zu entgehen, be-gab er sich in den Jesuiterorden, und zierte dasHaus, welches ihn ausgenommen hatte, mit einigenschönen Gemälden. Man findet in seinen Werkenein erhabenes Genie und eine erstaunliche Lebhaftig-keit. Seine Compositionen sind voller Stärke undHerzhaftigkeit, welche von einem frischen und glän-zenden Colorit unterstützt sind. Seine vornehmstenWerke sind zu Rom , wo er wegen seinen Talentenbey dem Ade! in hohem Ansehen stand. Er st. 1676.Dieser Künstler hat einige von seinen Erfindungenmit dem gleichen Geist, den man in seinen Gemäldenbemerkt, in Kupfer gectzt. P. Clouct, G-Audra»,Birkard, Pond u s. f. haben nach ihm gearbeitet.

* — — (PeterFranzH französischer Kupferste-cher , starb um 1760. zu Paris in blühendem Alter. Erarbeitete nach St. Anbin und Andern. K,75mi8uppl.

* - — (Wilhelm), genannt.Bourgnignon,lernte bey seinem Vater Johann, und zu Rom beyPeter Beretini. Seine Bilder letzten ihn in großesAnsehen, und seine Werke waren sehr begehrt. Erbehandelte seine historischenGemälde mit vieler Kunst.Pabst Alexander VII. war mit der für ihn verfertig-ten Arbeit so vergnügt, daß er ihn mit einer güldenenKette samt seinem Bildniß auf einer Schaumünzebeschenkte. Courtois zeichnete richtiger als seinLehrmeister; aber man bemerkt weniger Feuer in sei-nen Werken als in des Beretini. Die seinjgen sindmeistens zu Rom ; und in großen Unternehmungenhalf ihm sein Bruder Jacob. Wilhelm starb znRom 1679. hi. I alt. Er etzre auch nach Lintorel,P. Veronesc, N. Poussin n. s. f. Hingegen haben

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