Band 
Erster Theil.
Seite
178
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1^8 Costanzi.

16. einen sehr schönen Kopf deS Kaisers Nero, aufeinen Demant geschnitten, anführt.— Allein Larl,Johanns. Sohn, der den Vater übertraf, schriebsich selbs die Arbeit zu. Er schnitt auch eine Ledaund einen Kopf des Antinous in eben dergleichenSteine für den König von Portugal. Seine Werkesind weder zu scharf noch geleckt; er zeichnete auchsehr richtig. Seine Bildnisse sind fleischigt, undscheinen wohl zu gleichen; vondieser Art ist des Car-dinal Georg Spinola, in einen Agath-Onyx geschnit-ten , unverbesserlich. Carl war geb. zu Neapel i/o 3 .Pabst Benedict XIII. machte ihn zum Ritter desChristus - und des St. Johann von Lateran-Ordens.— Sein Bruder Thomas arbeitete in gleicher Kunst,kam ihm aber nicht gleich. Erst. 174?- Ihr Vaterlebte noch 175z. 8 g. I. alt. p. 62,

* To stanzt (Placidus), Maler zu Rom , lerntebey Benedict Luti. Er gab schon in seiner frühenJugend Anzeigen seiner Geschicklichkeit, welche ernachher in großen und kleinen Werken sattsam erwies,indem er, nebst Pompejus Battoni, für einen derbeßten italienischen Geschichtsmaler seiner Zeit ge-halten wurde. Er starb um 1760. /Ä5co/r I. 233 .

* — — (Simon), Baumeister zu Rom , wirdvon dem Abt Ttri in Beschreibung der Kirchen St.Carlo a Catinari und St. Croce de Lucchesi angeführt.

Costanzo (Maestro). S. Andreas Tast.

Loste. S. Corre.

* L 0 ster (D-), Kupferstecher in Holland umi 750.

* — — (Lorenz), Buchd-nicker zu Harlemutni-jZo. Er wird für einen der ersten Formschneider ge-halten. Man siehet die Statüe dieses berühmtenMannes auf dem Rathhause seiner Vaterstadt, undeine lateinische Aufschrift über der Thüre seiner ehe-maligen Wohnung. Dessen Allem ungeachtet halleneinige neuere Schriftsteller, als von Heinecken,von Murr u. f. w. das, was von Lorenz wegenErfindung des Formschneidens und des Drückensmit beweglichen Buchstaben ausgegeben wird, fürFabeln, weil man ältere Monumente auszuweisenhat. Alle Holzschnitte die seinen Namen führen,und welche Murr S. r 5 c>. beschreibt, sind unter-schoben, und von neuern gewinnsüchtigen Form-schneidern, Liebhaber zu hintergehen, verfertigt.

1. n3.

— — . (Peter), geb. zu Antwerpen 1614, lerntebey seinem Oheim, Adam Loster, der durch seineNachtstücke bekannt ist. sderer kam frühzeitig nachVenedig , wo er sich verheyrathete. Er malte nebenAnderm den Plafond der Kirche St. Justina. DieserKünstler st. 1702. und ward in vorbemeldter Kirchebegraben. — Von seinen Söhnen machte sich *An-gelus durch seine ausnehmende Geschicklichkeit inder Malerey zu Rom berühmt. L. Vorstcrman hateine Musikgesellschaft von fünfPersonen nach AdamLoster in Kupfer gestochen. Sun,/eutr.

Lost»! (Peter), Papierhändler von Rouen , lerntedas Formschncidcn bey Voutemont. Derselbe schnittnach F. Chauveau's Zeichnung eine Vignette zu derLeichenpredigtF. von Harcourt, Marquis von Beu-vron; ein wohlausgearbeitetes Blakt. 74 r/n 7 /a.'rl. 3 o 6 .

Losrvay (Richard), ein Künstler zu London ,sieng 1770. an, sich in Geschichten und Bildnissenhervorzuthun, die er im Kleinen malte, wobey ersich aber ziemlich stark fremder Arbeit bediente. F.

. Blakmore, Dixon u. s. w. haben nach ihm in Kupfergearbeitet, ^c.

Cosyns ( ), Bildhauer, verfertigte das

Grabmal des Prinzen de la Tour Taxis in der KircheN. D. des Victoires für le Sablon, und sechs Sta-tüen für das Zunfthaus der Becker i» Brüssel . SeineArbeit ist ziemlich richtig und gut ausgeführt. ^0-

tie OsLcaM/ 15 .

* Lorelle (Johann), Maler von Meaux ,lernte bey Simon Vouet , dem er in seinen Werkenhalf, und arbeitete auch unter Guyot. Lorelle hatte

Cotte.

eine große Kenntniß und eine starke Uebung in Ver-zierungen , und malte Vieles in dem königl Pallasteder Thuilleries. Dann etzte er eine Sammlung von22. Blättern von Ornamenten die 1640. in Folio er-schien. Man hat auch von ihm Blätter nach CiroFerri . Er st. 1676. Fe/Me« IV. 426.

* L 0 relle ( ), Geschichtsmaler, verfertigte

1681. eine Maytafel für die Cathedralkirche zu Paris ,welche die Hochzeit zu Cana abbildete. Man zeigtauch Gemälde von ihm in den königl. Pallästen zuTrianon und Fontainebleau, Er starb zu Paris 2 708.63 . I. alt. B. Picart, Masse u. a. haben nach ihmgestochen.

Lorera (Peter de la), ein Spanier, bautei557. den dritten Hof, Trilingue genannt, indemCollegium des H. Jldefonso zu Alcala. P-A.dela puenre I. 221.

* Lorös (F.), geschickter Bildnißmaler zu Lon-don, arbeitete in Oel und Pastel, und war vornehm-lich in Kinderfigurcn berühmt. Er ward eines derersten Mitglieder der 1769. daselbst neuerrichtctenKönigl. Künstleracademie, und st. 1772. Ardell,Fißher, Watson u. s. f. haben schöne Blätter nachihm in Schwarzkunst gearbeitet. Vi. Biblisch,schöner NAsfensch. IX. 262. und XIV. 60.

* L 0 tig >10 1 a (Franz da) war nach dem Tode des

Niclaus Rondinello der vornehmste Maler zu Naven-na. Man siehet in allen dortigen Kirchen von seinerArbeit, und obwohl er dem Rondinello in der Zeich-nung weichen mußte, übertraf er ihn hingegen im Co-lorit. Er blühete um iöi8. und ward in der Kirche St.Apollonia begraben, in welcher die Tafel des hohenAltars und beyde Seitengemalde von ihm sind. Vonseinem Bruder * Bernhardt» sieht man in einerKapelle der Carmeliterkirche zu Pavia ein Gemäld insechs Abtheilungen, worin man seinen Namen fin-det. III. 2g3.

Lotignola (da); Beyname des Hkerony-tnus Marchesi.

Lorignuola (Joh. Baptist), Bildhauer zu'Rom , von welchem man in der Kirche St. Augustineine Gruppe von Marmor sieht, welche den Heiland,der dem Apostel Petrus die Schlüssel übergiebt, vor-stellt. 77 ti.

* Cotta (D. Jacob), Malerund Kupferstecherzn Bergamo , arbeitete mit einer zierlichen Manier inPaul Veronese's Geschmack. Seine Stärke bestandmeist in kleinen Figuren, von welchen man viele geist-liche Geschichten und artige historische Stücke findet.Auch etzte er mit vielem Fleiße nach Christoph Sto-rers Bildern, die man zu Mailand und zu Bergamo siehet. Lorra trat in den geistlichen Stand und wardPriester. wettere 5« /a /Vttm-rr IV. 5 h.

Lotran (FraterJohann Sanchez), MakervonGranada, lernte bey Blasius dcl Prado. Er maltemit gutem Geschmacke Blumen. Lorran trat in denCartheuserorden, und schilderte in der Kirche undKloster die Geschichten unsers Heilandes. Als Vin-cenz Carducho seinen Ruhm vernahm, reiste er da-hin , diese Arbeit zu besehen und mit dem MeisterFreundschaftzustiften. Larducho bewog durch dasdem Lorran beygelegte Lob den Franz Pachcco, des-sen in seinem Malerbuche mit allen Ehren zu geden-ken. Lorran st. 1627. 66 .1 alt. 65 .

* Lorrard (Peter), Baumeister zu Paris um2620, baute die Kirche de la Mercy und das HotelvonAmelot de Bizeul in der alten Straße desTemple,welches lange Zeit von den holländischen Gesandtenbewohnt wurde, und daher unter dem Namen desHotel äe I^ollanäe bekannt ist. Im I. 1686 hatman eine Sammlung von seinen Werken, die inZeichnungen, Gypswerk, Gchreinerarbeit, Vasenund andern Verzierungen bestehen, in der königl.Druckerey herausgegeben. Er selbst hat einige Vasenradirt. Man findet sein Monogramm bey LhristS. 79. 7) / 0 uäs /

* Lorr^e (Robert de), geb. zu Paris 2676-lernte bey JuliusHardouin Mansard, ward erdenk-