Band 
Erster Theil.
Seite
183
JPEG-Download
 

Ereil.

Creil (Claudius du), Chorherr der Congrega-tion von St.Genevieve zu Paris ; baute die KircheSt« Catherina iu der Straße St. Antoine. Er warin der guten Baukunst sehr erfahren, welches manaus seinen schönest Zeichnungen sehenkann, diemanjederzeit mit guten» Erfolg ausführte, ausgenommendiejenigen, welche er für das Louvre verfertigt hatte.Man fand des du Ereil Entwurf von so äusserer-deutlicher Pracht, daß der große Colbert es nichtrath-sam hielt, ihn wegen der darzu erforderlichen all-zugroßen Unkosten auszuführen. Dieser Baumeisterst. 1708. Arrce.

Lrema (Ferdinand da), Maler zu Verona um1718. lernte bey Santo Prunari. Er übte sich imGeschichtsmalen, und fand man bey damals nochjungen Jahren in seinen Zusammensetzungen, Zeich-nung und Colorit die Arbeit eines erfahrnen Künst-lers. Xo. 1^2.

— — (da), Beyname des Carl Urbi'no.

* Cremer (Julius), genannt Croma, Malerzu Ferrara , lernte bey Dominicus Mona. Er ar-beitete in seinem Vaterlands Vieles für Kirche» undPrivatpersonen »räch der Manier seines Lehrmeisters.Cremer starb 1682. p. -28:

Cremona (von). Man findet verschiedeneKünstler, die diesen Bcynainen getragen haben, als:1) Andreas, Medailleur zu Nom um r.sj"- S.Moliner, und den Art. I. ZZ. Cainbi. Mau hatvon ihm Schaumünzen von den Päpsten EugeniusI V. bis auf Pius II. 2) Anron da Cremona ,oder Cremonensis; wird unter den Formschueidernangeführt. Mgu hat von ihm einen Mutius Scä-vola, der seine Hand über eine Feuerpfanne hält./Äp/Ko» I. p 1Z7. Es ist vielleicht Ä. Campt.3 ) Bernhard, Kupferstecher; arbeitete nach MarcLorbido u. s. f. 4 ) Jeremias- lernte bey PhilippBruneleschi. Er verfertigte schöne Werke von Erztsind ein größes Stück von Marmor für die Oliveta-nerkirche St. Laurentius zu Cremona . Man hatihm auch das Grabmal des Bartholomö Coleone,eines berühmten Kriegshelden, welches in einerkleinen Kirche zu Bergamo gesehen wird, zugeschrie-ben ; allein man findet an demselben den Namen I.Anron A'nadei, eines geschickten Bildhauers vonPadua. III. 5 ÜZ. 9 ) Vticlans; malte in

der Kirche St-Maria Magdalcna zu Bologna dieAbnehmung Christi vom Kreuz, i 5 i 8 . y«

689 . 6) " Simon, vortreflicher Maler um i 885 .verfertigte ein Altarblatt für die Kirche St« Laurcn-tius zu Neapel , in welchem et die Geschichte vor-stellte, wie St. Lndovicus, Bischof von Toulouse ,seinem Bruder Robert die neapolitanische Kroneüberreicht; beyde Bildnisse sind nach dem Leben ge-malt. 6rra--r'c»tt' p. Zg6. 7) Sophonisba Angus-ciola führte auch den Beynamen ihrer Geburtssiadt.

Cremonese (Joseph), Maler, von welchemman in einer Kapelle der Kirche St. Denedicts zuFerrara eine Tafel siehet, die den H. Marcus vor-stellt. Dieses Bild ist sehr schön; die Schatten sindvon den Lichtern deutlich unterschieden, und gleicheneinigermaßen des M. A. Merigi Geschmacke. In-dessen ist es so fleißig ausgearbeitet, und so gelinde-daß es scheint, die Wirkung müsse etwas darunterleiden. Die Färbung ist gut. OocLm II. igh.

— — Beyname von Franz Bafii und Lac-rantius Gambara,

Cremoni (Bcrnhardin und Stephan) Gebrü-der, und s)erer Cremoni, ihre Nefe, Bildhauerund Baumeister von Mailand ; arbeiteten für dieKirchen zu Siena . ^ecci.

Crem 0 nini (Joh.Baptist), Maler von Ccnto;wurde wegen seinem Verdienste zum Bürger zu Bo-logna angenommen. Er malle mit einer verständi-gen und hurtigen Manier Figuren, Perspektive, Fri-st« , u. s. f. Cremonini war auch ein geschickterBaumeister in allerhand Maschinen, Rennbahnenund Schaubühnen. Er arbeitete zu Bologna, Parma ,Modcna und Mirandola . Man rühmt sowohl seineFertigkeit und Meisterhafti'gkeit in Erfindungen und

Crespi. tgz

Gemälden, als seine Billigkeit in Ansehung derPreise. Er st. 1610. Ma/Em I. 297.

Creo (Christoph), Maler, von welchem manin der Kirche St. Paulus, genannt G.Paolino allaRegola, zu Rom eine Tafel findet, welche die H.Rosalia vorstellt. Dti.

* Crepu ( ) ein Wallon ; war in seiner Ju-

gend Lieutenant in spanischen Diensten. Erst in'sei-nem Vierzigsten kam er als ein abgedankter Officiergen Antwerpen , und legte sich ohne einige Unterwei-sung auf das Blumenmalen, worinn er in kurzerZeit alle seine Landesleute übertraf. Seine Blumensind durchsichtig, zierlich gezeichnet - wohl colorirt,meisterhaft gemalt, und von guter Haltung. DieserKünstler blühete um den Anfang des X VIII. Jahr-hunderts. f/'VrM-MMM III, 2Z9.

Crepy. S. Crespy.

Cres, antiker Bildhauer; verfertigte in Erztdie Statue des Waldgotkes Pan.

I.. IV. 0 . 12.

* Crescencr (Joh. Baptist), von adelicherFamilie zu Rom ; lernte bey Christoph Rvncalti,und malte mit einem guten Geschmacke. Er ver-gönnte fremden Künstlern in seinem Hause zu studi-ren- und half ihnen mit Farben, Tüchern, Model-len , u. s. f. Pabst Paul V. machte ihn zum Ober-ausseher der pauliuischen Capelle, auch aller Bau-und Malerwerke, die Unter seiner Regierung verfer-tigt wurden. Crescenci gierig mit dem KardinalZappata in Spanien , wo er die Zeichnungen zu derkönigl. Begräbnis' in dem Klöster Escurial und demPallaste Buenretiro verfertigte, und von dem Kö-nige zum Ritter von St.Jago gemacht wurde. Ermalte gewöhnlich Blumen und Früchte, mit welchener einige Zimmer seines Pallastes zu Rom auf fri-schen Kalk zierte. Crescencr st. um 1660.

11 j.

Crescenz» ( . . de i), Landschaftsmaler zuRom ; lernte bey Caspar Düghet. S. den Art.Gnofri. — Crescenz» ist auch der Beyname desLarrholomö Cavarozzi.

* Crescione (Joh. Philipp), Maler zu Nea-pel ; lernte bey Marc Cardisco Er arbeitete mitfeinem Vetter Ceonhard Castellani um i 5 jo. Mo-EmVr ll. rOj.

Cresilas , antiker Bildhauer; verfertigte dieStarüe eines tödtlich verwunderen Menschen, anwelchem man bemerken konnte, wie viele Zeit zumLeben ihm noch übrig blicb. 0. XXXI V. 0 . 8 .

Cresipbon. S« Chersiphron .

* Cresp» (Benedict), genannt Bustino, Ma-ler von Como; arbeitete zu Bologna mit einer star-ken und zierlichen Manier« — Sein Sohn AnronMaria, von dem Vater wohl unterwiesen, arbei-tete mit gleichem Ruhm: Er verordnete aus seinemVermögen einige milde Stiftungen, und hinterließseine Kunstsachen dem Peter Bianchi, der auch denBeynamen Buftino annahm. I. B. Coriolanushat Nach ihm geetzt.

— (Daniel), Maler von Mailand ; lerntebey I. Baptist Crespi und bey Julius Cesar Procac-cini. Seine Werke in Ocl und Fresco auf Mauernund Tücher, in Bildnissen und Geschichten für öf-fentliche und Privatgebäude sind sehr zahlreich, wor-aus man richtig schließen kann, daß er ein hurtigerund wohlgeübter Maler gewesen, indem er vor er-reichten dreißig Jahren i 63 u. an der Pest starb.Daniel arbeitete mit einer »»gemeinen Einbildungs-kraft, und mit einer kühnen Erfindung, so daß oftselbst die Anlage und die Composikion darunter litten,und seine Zeichnung öfters unrichtig ward. Aber allediese Fehler werden durch einen treflichen Geschmack,durch eine sehr schöne, breite und markigte Manier,und endlich durch eine starke, angenehme und rei-ßende Färbung, reichlich ersetzt. Man findet vonseinen schönsten Werken in Mailand ; neben andernin der Kirche St. Marcus eine Taufe des H. Augu:

t