i64 Crespi.
stinus, und zu St. Victor St. Paul den Cinsidlervon zwey Engeln emporgetragen. MM<> ^io, cn-t/»o II. s^g.
* Lrespi (Joh. Baptist), genannt Cerano,war der Sohn eines * Malers, von welchem mauin der berühmten Galerie Settala zu Mailand einigesehr fleißig ausgeführte historische Gemälde sieht. —Man zeigt auch daselbst Bilder von seiner Tochter.Joh. Baptist verbesserte seine Talente in der Male-rey, Baukunst und Perspectiv durch den beständigenUmgang mit den beßten Künstlern zu Rom und zuVenedig . Man sieht in dem herzogl. Pallaste zuMailand vortrefliche Proben seines lebhaften Ver-standes , womit er sich bey den vornehmsten Personenbeliebt machte, und zu vielen Werken gebrauchtwurde, welche man mit großem Vergnügen hin undwieder in dieser Stadt betrachten kann. Cerano ar-beitete auch in der Bildhauerkunst. Er st. i 6 Z 3 .76. 1 .alt. Torre S- n. giebt ihm nur 65 . I. Lnarrcntr.
* — — (Joseph Maria), genannt Gpag-nuolo, Maler zu Bologna , lernte bey AngelusMichel Toni und Dominicus Maria Canuki. Die-ser letztere unterwies ihn so wohl, daß er mit einerzierlichen Zeichnung und einem starken Colorit Ita-lien und Deutschland bedienen, auch verschiedeneseltsame Einfälle in Kupfer etzen konnte. Als einerder besten Maler zu Bologna hatte Crespi Gelegen-heit, sehr viele Arbeit für Liebhaber zu verfertigen.Seine vornehmsten und meisten Bilder bestehen inGeschichten von kleinen Figuren. Pabst BenedictXIV. der ihn schon als Erzbischof zu Bologna zuseinem Maler angenommen hatte, bestätigte ihn nachseiner Erhöhung in dieser Stelle, übersandte ihm dasEhristusordenskreuz, und erklärte ihn durch ein Dip-lom zum Comes Palatinus . Eine lebhafte und rei-zende Einbildungskraft giebt seinen Gemälden einebesondere Anmuth; seine Figuren sind leuchtend undhervorstehend; seine Charaktere rührend und abwech-selnd; seine Zeichnung ist richtig. Er st. i/s/. 82.I. alt. Neben seinen eigenen Blättern hat man auchverschiedene andere nach ihm von L. Mattioli , I.Camerata und andern Künstlern.— Crespi halte dreySöhne: Anron, Ferdinand und Ludwig *Dererste verfertigte einige Gemälde für die Kirchen zuBologna . — Ferdinand ward ein geschickter Mi-niaturmaler. Er trat in den Franciscancrordcn,und st. 1/54 — * Ludwig erhielt -7/18. von ob-gcmcldtem Pabst eine Chorherrenstelle bey der Col-legiatskirche St. Maria maggiore zu Bologna , undward desselben geheimer Kaplan. Er malte verschie-dene Tafeln für die Kirchen zu Bologna . Man fin-det einige lesenswürdige Briefe von diesem geschick-ten und in der Künstlergeschichte sehr erfahrnenMann in der Sammln,ig von Malerbriefen.Auch gab er eine» dritten Theil zu des C. Malvafia.
jvittr/ce, der 1769. gedruckt ist- Fe/Limr/nttrice III. 201.
* Crespy (L.), ziemlich mittelmäßiger fran-zösischer Kupferstecher, starb um den Anfang desX VIII. Jahrhunderts. Man hat von ihm eine großeKreuzabnehmung nach C- Cignani. Er hat auch nachWateau, C. le Brun und andern Meistern gearbei-tet. S. den Art- Sebastian Anroine.
Cressane ( ), Bildhauer, von welchem
man ehemals in dem berühmten Cabinet von Braam-camp viele in gebackener Erde verfertigte kleine Figu-ren fah.
* Cresti (Dominicus), Maler von Florenz ,
ist vornehmlich unter seinem Beynamcn, Passignä-no, bekannt. Er lernte bey Baptist Naldini undFriedrich Zucchcro, ward auch in seiner Kunst vor-treflich. Man stehet von ihm in der St. Peterskirche zu Rom drey große Gemälde, nämlich: Die Ge-schichte des Apostels Thomas, die Darstellung imTempel, und die Kreuzigung des Apostels Petrus ,welche ihm den Christus-Ritterorden zuwege brachte,passignano starb zu Florenz 1608. 8c». I alt, undhinterließ ein kostbares Cabinet von Medaillen Zeich-nungen und Antiquitäten. S. den Art. Andreasdel Bello. ^«§ro II. öl.
Criscuolo.
* Creeelod. Crerey (Andreas), Geschichte.Maler, von welchem man ziemlich gute Stücke in denKirchen und Klöster n zu Lyon sehen kann. K- Audranhat nach ihm gearbeitet. Er ist vermuthlich eben der,von welchem man Holzschnitte im Helldunkel nachRaphael hat. Dc§crrM'cm ris /a rie /.i/o».
* Creri (Donat), geb.zu Cremona 1671, ward
zu Bologna , in seinem Vaterland, erzogen. Erlernte bey seinem Vater Joseph, bey Georg Rapa-rino und bey Loren; Pasinelli. Donar ward eingroßer Zeichner, ein geistreicher und hurtiger Malervon fruchtbarer Erfindung und gutem Geschmack,wie man solches an den vielen Bildern die man inden Pallasten und Häusern zu Bologna findet, sehenkann. In dem Zeichnen, da er ohne einigen Entwurfseine malerischen Einfälle blos mit der Feder zu Pa-pier brachte und ausarbeitete, war er »»gemein be-rühmt; sie wurden für die Kunstcabinette sehr starkgesucht, und man sieht viele davon bey den Grafenvon Fava. Donar ist nach Cochin's Urtheil einziemlich feiner Zeichner; seine Gewänder sind gut,wiewohl etwas scharf, und gleichen zu sehr dem Lasst:Aber er ist ein schwacher Colorist; seine Mitteltinkcnfind gewöhnlich allzuschrvach, und geben den Ge-genständen nicht die erfoderliche Rundung; dahersind seine Grau in Grau gemalten Stücke besser alsseine Gemälde. Er malte auch zuweilen Zicra-then in frischen Kalk; man sieht die Kirche St St.Vitalis und Agricola auf diese Art von ihm. Creriward von dem Cardinal Ruffo, Legaten zu Bologna ,zum Ritter gemacht, und starb zu Bologna 1747.76. I. alt. Eine Darstellung im Tempel hat er selbstgeetzt, und L. Mattioli einen englischen Gruß undeine Himmelfahrt Mariä nach ihm. — Seine Toch-ter Hersilia zeichnete ausgleiche Manier wie ihr Va-ter. II. 98.
— " (Joseph), Dskiars Vater, wird vonAscoso in Beschreibung der Kirche St St. Vitaleund Agricola zu Bologna als Frescomaler angeführt.
Crevalcore (Peter Maria da), ein sowohlmit dem Degen als mit dem Pinsel beherzter Maler.Mit dem ersten verfocht er seinen Lehrmeister Diony-fius Calvart, als er den Friedrich Zucchero (der vonfeiner Arbeit übel redete) herausfoderte. Dieserbrave Zeichner malte so fertig und stark in seine»öffentlichen Werken zu Bologna , daß man darin denöfter» Umgang mit den Carracci leicht verspürenkann. Er blühele um i 58 o. Ma/unna 1. 2Z8.
— — (da); Beyname von Anron Leonelli.
Crevoli (Peter Niclaus), Kupferstecher, ar-beitete »ach P. P. Rubens , N. Poussin u. f. w.
* Coeur; (Martin Friedrich), Kammerrathund königl. Baumeister unter der Regierung Fried-rich 1 . von welchem sowohl in als außer der StadtBerlin verschiedene Gebäude aufgeführt wurden.Beschreibung von Berlin S. 58 o.
"Creukzberger (Paul), einer der altendeutschen Fvrmschneider, von welchem ChristS- 55 ,. das Monogramm anführt.
* Creuyfelder (Johann), Maler zu Nürn-berg , lernte lögö. bey Niclaus Juvcnrl. EineProbeseiner Kunst findet man in der dasigcn Et. Sebalds-kirche an einem Gemälde, welches die Erschaffungder Welt abbildet. Er st. 16Z6. Lucas Kilian hatnach ihm gearbeitet. Doppelmayr S. 222.
Cribello. S. Grupello.
* Cricolini (Anton) , Geschichtsinaler zuRom , lernte bey I. Baptist Lenardi, und verfertigteviele' Arbeit für die Kirchen dieser Stadt. Er lebteum 1700. /ÄLco/r II. 2gst
Crinier» (Paul), Bildhauer zu Rom , wirdvon Pasteri S.2i 1. unter des Ritters Algardi Schü-ler gezählt.
Criscuolo (Cajetan), Maler zu Neapel , lerntebey Paul de Matteis, Er malte mit einer eigenen