C r i s c u o! o.
Manier Landschaften, welche, ungeachtet sie wedereine Nachahmung der Natur noch der Arbeit berühm-ter Meister sind, dennoch vielen Kennern gefielen.Er lebte um 1740. Dome»/» III. 549.
* Criscuolo (Joh. Angelus), Notarzu Nea-pel , bekam Lust, dieMalercy, die er eine Zeitlang zurKurzweil in Miniatur geübt hatte, nach den Regelnder Kunst bey Marc Cardisco zu lernen. Er malteheimlich eine Anbetung der Weisen, um diese Tafeleiner andern von gleichem Inhalt, welche sein Bru-der Job-Philipp für die Dominicanerkirche verfer-tigt, öffentlich entgegenzusetzen. Man sieht diesesGemäld in der Kirche St. Franz de Paula mit sei-nem Namen und der Jahnahl i 56 i. Aus Antriebseines Lehrmeisters schrieb I. Angelus die Künstler-geschichte des Königreichs Neapel bis auf i 56 g,worzu die Partheylichkeit des G. vasari in seinemWerke Anlaß gab. Dieser Handschrift bediente sichnachher Domenici in seinen. Buche. Criscuolostarb nach 1672. in der Blüthe seiner Jahre. Dome-«ici II. i 54 -
* — — (Joh. Philipp), des I. AngelusBruder, lernte bey Andreas Sabbatini, Peter Buo-nacorsi und I. Bernhard Lama. Von seinen Gemäl-den sieht man bald in allen Kirchen und Pallästen derStadt Neapel und in denselben Gegenden, in wel-chen er sich höchstens angelegen sey» ließ, RaphaelsManier fleißig zu folgen. Eines seiner Gemälde,
w. lches Christus unter den Lehrern vorstellt, ist in
der Kirche der Verkündigung zu Neapel zu sehen: Esist wohl zusammengefetzt, von einer festen Manier;hat schone Charaktere in den Köpfen, und zierlicheGewänder. Er starb um i 58 /j. / 5 . 1 . alt. — SeineTochter Maria Angelica lernte auch bey ihremOheime. Sie verfertigte einige schöne Altarblätkerfür die Kirchen Jesus und Maria, St. Nicolaus aPistosa und Severinus, in welchen sie zuweilenihren Ehemann, den jünger» Joh. Anton d'Amato,übertraf. II. 174. u. 327.
Crises; Baumeister zu Alexandria , blühete im
IV. Jahrhundert, und machte sich durch einenDamm berühmt, welchen er in Dara, einer Stadtin Persicn anlegte, womit er den Fluß Euripc in seinBeth einschloß. Mouaistüri p. 137.
Crispean. S. die Art. von Heinrich palu,danus und L. van den Broeck.
Crisp 0 (Andreas Briosco). S. Riccio.
— — (Franz). S. den Art. p. A. Foglierra.
Crispus. S. Crespi.
Criflallino (Franz). S. den Art. AntonAlignini.
Cristiani (A.), Maler, von welchem man indem pabstlichcn Landpallaste Castel Gandolfo vierBlumcnstücke findet. st'»» es /ta/ie,
V. 426. Er ist vielleicht ein Sohn von ChristianReiner.
— — (Alexander). S. Christian.
Cristo (Peter), Maler zu Antwerpen um 1480.wird von vasari und Guicciardini angeführt.
Cristofano oder Christofori. S. Chri-stofani.
— — (Mariotto di). S. A. Tast.
— — (Michel). S. I. Angelus Romane».
Cristo na (Joseph), geb.zuPavia 1664, lerntebey Bernhard!» Ciceri und siudirte zu Rom . Ermalte kleine historische Tafeln mit einer guten Ma-nier, und brachte darin Landschaften mit angeneh-men und von dem Winde leicht bewegten Bäumen
an. Dieser Künstler arbeitete in seinem Vaterlanderun 1710. Barroli nennt ihn Crastona- (rum-stuti.
Cririas, Bildhauer, lebte in der 83 . Olym-piade zu Athen . Er war des Ptolichus Lehrmeister.
l^. VI. — Ein anderer Cririas, genanntLtesiores, d. i. der Insulaner, war auch Dild-
Croce. i 85
Hauer, und ahmte den berühmten Phidras nach.h.. XXXIV. 0 . 8.
* Crivellari (Dartholomö), geschickter vene-
tianischer Kupferstecher, arbeitete für Joseph Wag-ners Verlag nach A. Gherardini, A. Liarini, I. B-Tiepolo u. s. w. Er verfertigte um i? 55 . die meistenBlatter »ach den Gemälden des Pallastes zu Bolog-na , der unter dem Namen dell' Institute bekanntist. Er hat auch ein Blatt nach Julius Romano fürdie Galerie zu Berlin gestochen, welches den Titelführt: Omans 8urpris. p. 65 .
°°° Crivelli (Angelus Maria) von Mailand ,war Anfangs ein gemeiner Schildmaler, befliß sichaber nachher aus eigenem Trieb Thiere zu malen,wobey er die Natur zur Lehrmeistcrin gebrauchte,und es hierin zu solcher Vollkommenheit brachte, daßdie vornehmsten Maler sich seiner Arbeit zu ihremUnterricht bedienten. Man sieht von ihm schöneBilder in dem Landpallaste Arconati. Dieser Künst-ler starb um 1760.
» — — (Carl), Maler zu Venedig , lernte beyJacobello Flore, und blühete um r 45 o- Man siehetvon ihm zwey Gemälde in der Kirche St Seba-stian, welche den Fabianus in pabstlichcm Ornate,und die Vermahlung der H. Catharina vorstellen.I. 1g.
— — (Franz), Bildhauer zu Verona um 1660.
Er lernte bey Gabriel Drunelli, und arbeitete Vielesin und außer seiner Geburtsstadt. 149.
— — (Joh. Angelus oder I. Baptist), Bau-meister zu Mailand , arbeitete in dem XVI Jahr-hundert an den Kirchen St. Morilio und Madonnabey St. Celso. /.ataasta.
Cr 0 cchia, von Urbino, hatte zu Rom den Na-men eines guten Malers, da er die Kunst in Ra-phacls Schule erlernt hatte. Er lebte um i 53 o.
* Cr 0 ce (Balthasar), Maler zu Bologna , lerntebey Hannibal Carratciv. Er arbeitete in der SalaClcmenrina des vatikanischen Pallastes, in der Kir-che vvn St. Johann de Lateran und verschiedenenandern berühmten Kirchen zu Rom , welche von demAbt Titl angeführt werden. Daselbst starb er 1628.55 . I. alt. M. Greuther hat nach ihm gearbeitet.
I. 528.
— — (Franz), Baumeister zu Mailand , gabdie Zeichnungen zu der Kirche St. Michele de nuoviSepolcri, und zu dem hohen Altar der Kirche St.Bernhardus. Er lebte in seinem Vaterland um 1729./.atuasta.
— — (FranzSanta), genanntPippo, lerntedie Bildhauerkunst bey seinem Vater Lucas, undverfertigte sehr große Bilder, aber in kleiner Anzahl,weil er in der Jugend starb. Er arbeitete zu Genua um 1660. äa/»ra»i p. 197.
* — — (FranzMariaRizzigenanntda), einerStadt in dem Gebiete von Bergamo , des Hiero-nymus Bruder, lernte bey Johann Dclliuo. Er-matte in der Kirche degli Angeli zu Murano eine wohlausgeführte Tafel, worin die H. H. Maria, Jere-mias, Hicronymus u. s. w- vorgestellt sind; sie istmit der Jahrzahl -607. bezeichnet. Im I. i 5 i 3 .sah' man von ihm eine Auferstehung Christi für dieDominicanerkirche Madonna dcl Rosario. Das Ge-mäld von dem Martyrtode des H. Laureurius, wel-ches man von ihm in der Kirche Et. Francesco dellaVigna zu Venedig siehet, ist von einer besondern undseltenen Schönheit.
* — — (Hieronymus Rizzi, genannt da San-ta), des Franz Maria Bruder, lebte zu den Zei-ten GiorgionS und Titians, um i 53 o. zu Venedig ;dessen ungeachtet malte er noch beständig nach deralten Manier der Bellini, wie man an dem großenSchwibbogen der Kirche St. St. Johann und Paul,in der Kirche St. Julian und in der Schule St.Franciscus sehen kann; aber in seinen letzten Werkenfolgte er, mehr als andere, dem Geschmacke der
A a