Band 
Erster Theil.
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214
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214 Ebermayr.

Ebermayr (Joh. Erhard), Maler von Nürn-berg , lernte bey Michel Kestncr und bey JohannMurrer. Unter seine öffentlichen Gemälde zahlt maneine Abnehmung vom Kreuze, in der Barfüßerkirchezu Nürnberg . Er arbeitete eine Zeitlang an demSachsen - Weißcnfelsischen Hofe, und ff in seinerGeburtsstadt 1692. 22. I. alt. Ddppelmayr S.248.

* Ebert ( ), Maler z» Berlin , arbeitetekleine Stücke auf Kupferplatten. Dabey war er eintreflicher Mechaniker und ein Mann von ungemeinlustigen satyrischcn Einfällen; ein wahrer Aesop vonFigur und Geist, der dem Könige und den Großendes Hofes manche Wahrheit lachend gesagt. Der-selbe starb um 1727. ziemlich alt. Vlachr. vonRünstl. 1. 29.

Echion, berühmter Maler, blühete in der 107.Olympiade. Zu seinen Zeiten kannte man nur vie-rerlei) Farben, nämlich die weisse, die gelbe, dierothe und die schwarze. Von seinen Gemälden nenntman einen Jupiter, eine Comödie, eine Tragödie,eine Scmiramis, welche aus einer Dienstmagd zurKönigin geworden, und eine Verlobte die wegenihrer schamhaften Gebehrden vor allen andern weib-lichen Figuren kcnnbar war. Echion wird auch un-ter die Bildhauer gezählt. I.. XXXV. 6.

7. u. 10.

Echo; Beyname von Ll. A- Sevin.

Eckarr (Joh. Gottfried), geschickter Miniatur-maler von Augspurg, war zugleich ein treflicher Ton-künstler, womit er sich zu Paris um 1761. sehr be-liebt und berühmt machte, von Srerren Br. X.

Eckhard (Modestin), Maler von Kempten inSchwaben , arbeitete in Diensten Markgraf Carls,Heermeisters des Johanniterordens. Dann schabteer auch in Schwarzkunst, wovon er verschiedeneBlätter in Berlin gab, und st. daselbst um 1768. 8g.I. alt. Nachr. v. Lunstl. I. 29.

Eckhour oder Eckour. S. Ekhout.

Eckius (Johann Major ), eincr von den erstenFormschneidern, wird von Papillon 1. iZ 4 - an-geführt.

* Eck ste i n. S. den Art. (6. B. Eoey, sei-nes Schülers.

* Ecma» (Edouard), treflicher französischerFormschneidc>,blühete um 1620 und kopirte sehr vielevon CallotS Blättern. Die Fernungen seiner Holz-schnitte sind mit so großer Feinheit ausgearbeitet,daß man darin» fast unsichtbare Figuren entdeckt,und nichts Zärleres in Holz scheu kann. Ecmanarbeitete auch nach Ludwig Busink's und AbrahamBosse's Zeichnungen. Sein Werk wird auf 102.Blatter geschätzt. /'--Mon 1. 296.

* Edelinck (Gerard>, berühmter Kupferste-cher von Antwerpen, lernte bey Cornelius Galle undFranz Poilly. Er arbeitete zu Paris , wo er könig-licher Kupferstecher und akademischer Rath wurde.Er st. 1707. 56 . 1 . alt im königlichen Hotel des Go-belins, wo er eine Wohnung hatte. Dieser Künstlerverwandte alle Feinheiten seines Grabstichels dar-auf, die vornehmsten Theile eines Kopfes auszu-drücken, und auch sogar das Cristallin der Augennachzuahmen. Er bediente sich der Biegsamkeit sei-ner Schrafirungcn, das Genaue, die Wirkung und dieUebereinstimmung seiner Gegenstände auf das Zier-lichste hervorzubringen. Alle seine Blätter sind soviele Meisterstücke; man findet in denselben eine be-wundernswürdige Reinlichkeit des Stichs, desSchmelzes und der Farbe. Er war in Geschichtensowohl als in Bildnissen gleich vortreflich. Man hatvon ihm eine H. Familie nach Raphael; die Familiedes Darius und die büßende Maria Magdalena nachle Brun, welche die Bewunderung der Kenner höch-stens verdienen. Er selbst betrachtete das BildnißPhilipps de Champagne als den Triumph seinesGrabstichels. Sein aus 420. Bl- bestehendes Werkward aus Mariette's Verlasseuschaft um 962. Livresin verschiedenen Artikeln verkauft, worunter obgc«dachte M. Magdalena allein mit 222. Livres bezahlt

E h i n g e r.

wurde. — Dann waren noch drey andere Kupferste-cher seines Geschlechts. * Johann sein Bruder,starb sehr jung. — Ludwig und * Vkiclaus; die-ser letztere war Gerards Sohn, studirte um 1712 zuRom und arbeitete einige Zeit zu Venedig ; er lebtenoch zu Paris 1762. ^acomöe.

Edelmann von Utrecht (der), Beynamevon Johann Griffier.

Edema (Gerald), Frieslandischer Landschafts-maler, lernte bey Aldert van Everdingen, und thateine Reise in Westindien , um die dasigen Gegendennach der Natur zu schildern. Diese bestanden meistin ungeheuern Bergen, Felsen und Schrofen. Erbesaß eine gute Färbung, vortrefliche Behandlungdes Pinsels und verständige Haltung. Edema kamum 1670. in England, wo er 1700. 48 . I. alt starb.

III. 256 .

* Edesia (Andrino d'), Maler zu Pavia , lebteum 1210. zugleich mit Giotko von Florenz . Mansiehet noch verschiedene alte Altarblattcr in den Kir-chen seiner Geburtsstadt, die ihm zugeschrieben wer-den. Er wird von Lomazzo S. 55 . angeführt.

* Edwards (E.), Geschichtsmaler in Englandum 1770. 1 . Hallhat ein PaarsehrschöneBlätter, dieGeschichte seines Vaterlands betreffend, gestochen.

Eeckhour. S. Ekhour.

Eerste (der), Bentname von Wilhelm vanIngen.

Eervrugt, d. i. Ehrfurcht; Bentname vonJost Momper.

Estell (Paul), deutscher Bildhauer, geb. 1691.lernte bey Balthasar Permoser . Man steht zu Dur-lach ein sehr schönes Grabmal von seiner Arbeit.Seither ließ er sich zu Manheim haushablich nieder.Hagedorn S. ) 34 . vergleicht diesen Künstler inAusdrückung der Leidenschaften mit dem GrafenRotari.

Egenolf (Christian), Buchdrucker und Form-schneider zu Frankfurt am Mayn um i 5 Z 6 . S. denArt. Hans Been.

Egesias, antiker Bildhauer, arbeitete in derharken toscanischen Manier. h. XII.

L. 10.

Estgers (B-), ein geschickter aber ivenigbe-kanmer Bildhauer, verfertigte um 1686. die Statüender Churfürsten von Brandenburg in Marmor. Manfindet sie in einem Säle des königlichen Pallastes zuBerlin , und sie sind mit seinem Namen bezeichnet.Beschreib, v. Berlin S. 56 o.

Eginera. S. Aeginera.

Esti »1 hard, oder Einbard, Carl des Gros-sen Kanzler, war zwar klein von Gestalt, aber, we-gen seiner Gelehrtheit und Erfahrung in der Bau-kunst , dennoch der Große Eginhard genannt.Der Kaiser gab ihm die Aufsicht über seinen Pallastzu Aachen. Bon Kaiser Ludwig bekam er die AbteyFontenelle , die er nach sieben Jahren aufgab, unddas Kloster Seligeust.adt baute, in welchem er umdas Jahr 842. starb. AruunL.

Eginolff (Christian). S. H. Been.

* Estm 0 nr (Justus van), Maler von Leyden,

reiste frühzeitig und kam in Frankreich , wo er inDiensten der Könige Ludwig Xlll. und XIV. arbei-tete ; er war auch einer der zwölfAcltesten der damalsneulich errichteten Malerakademie 1648. Egmonkarbeitete Vieles unter der Aufsicht von Simon Vouet .Er malte große und kleine historische Bilder, undwar bey Hofe wohl angesehn. Man weiß nicht,was ihn bewog nach Antwerpen zu gehen, wo er1674. 7i- I alt starb. R. Nanteuil, N. Pithau,I. Morin, W. Hondius u. s. f. haben ungefähr 27.Blätter nach ihm gestochen. II. 71.

Egrer. S. den Art. Lauser.

* Ehinger (Gabriel), Maler und Kupferste-