Ehrenberg.
cher zu Augspurg, hat sich dadurch Verdienste ge-macht, daß er verschiedene Gemälde nach I. Hein-rich Schoenfeld geetzt, worinn er viel Verstand inNachahmung der Manier seiner Originale zeigte.Ehinger war auch ein guter Tonkünstlcr, und Or-ganist bey der Kirche St. Anna. Er st. 1706. 84.I. alt. von Sterten Brief VIII.
* Ehrenberg (Peter Schubert), malte Land-schaften und Architektur in van Nikkclcns Geschma-cke In der Prämonstratenser -Nonnenkirche von Li-liendael bey Mecheln, sieht man von ihm auf derganzen Hintern Wand einen Tempel von guter Archi-tektur, in welchem die artigen, von L. Francois ge-malte Figuren den H. Norbert, welcher Almosenaustheilt, vorstellen. L. Heckenauer hat nach ihmein Bildniß gestochen.
Ehrenstral; Deyname v. David Alosckner.
* Ehret (Georg Dionysius), von Heidelberg gebürtig, malte mit Wasserfarben auf Pergamentsehr schone Blumen, Pflanzen u. s. w. Er arbeiteteum 1760. zu London . cksLc.
* Eichel (Emanuel), guter Silberkünstler zuAugspurg, lernte bey Johann Mann. Er verfer-tigte kleine Arbeit von Schmuckkastgen, Dosen u a.mit Schildkröten, Perlenmutter u. s. f. eingelegt.Sein größtes Kunststück war ein Schmuckkastgen,worauf die Geschichte Kaiser Carl VI. zu sehen ist,von welchem er eine Beschreibung drucken ließ. Erstarb in seinem Vaterlands 1762. 62. Jahre alt. —"Sein Sohn, Emanuel, ein Kupferstecher, lerntebey I. Daniel Herz, und arbeitete für die Kunst-händler zu Augspurg. Er war besonders in Archi-tecturstücken geschickt. Dieser Künstler war Zeichen-meister despotestantischen Coüegü dieserSradt. vonSrerten Br. IX. X.
* Eichler (Gottfried), Heinrichs Enkel,lernte bey Johann Heiß , und that darauf eine Reisein Italien. Zu Rom studirte er in der Schule desRitters Maratti. Nach einem fast fünfjährigen Auf-enthalt gieng er mit Kupetzky nach Wien , und nachandern fünf Jahren nach Hause. Hier malte er mei-stens Bildnisse, wovon man einige ansehnliche Fami-lienstücke stehet. Daß es ihm aber bloß an Gelegen-heit und nicht an Geschicklichkeil gefehlt habe, histo-rische Gemälde zu verfertigen, zeiget das Altarblattin der Barfüsserkirche, welches das H. Abendmalvorstellt; an diesem schätzt man sowohl das schöneLicht, die westlichen Köpfe, die Perspectiv der lan-gen Tafel, als auch die feine Haltung sehr hoch.Kilian hat dieses Bild in seiner Kupferbibel ange-bracht. Eichler ward 17^2. Director der augspur-gischen Malerakademie und starb 1769. 82. I. alt.Man hat eine Menge Theses in Schwarzkunst vondieses geschickten Mannes Erfindung und Arbeit.Wolfgang, Herz, Vogel, Hayd, n. s. f. haben nachihm inKupfer gestochen. — *Gein Sohn, JohannGottfried, geb. 1715. folgte ihm in seiner Kunst.Er arbeitete in Schwarzkunst, zeichnete auch für andreKupferstecher, und besaß eine große Geschicklichkeitin kleinen Figuren. Erst. 1770. — *zMarrin Gott-fried, dieses letzter» Sohn und Schüler; arbeiteteum ,765. zu Manheim bey Egidins Vereist, vonSrerren Br. IX.X.
— — (Heinrich), geschickter Schreiner vonkippstadt in Meisten gebürtig, arbeitete zu Augsvnrg,wo er die Kanzel der St. Annakirche nach einer west-lichen Bauart verfertigte. Er machte auch in Gesell-schaft mit N. Ellrich schöne Arbeit von Schranken,Schreib- und andern Tischen, Spiegelrahmcn u. s. f.die sie mit Landschaften, Laubwerk und Früchten vonPerlenmutter, Stein, Glas rc. sehr künstlich einzu-legen wußten. Eichler st. 171g. 82. I. alt. vonStetren Brief VIII.
* — — (Joseph), genannt Wollust, Malervon Braunschweig » lernte bey seinem * Vater undstudirte zu Rom . Er malte mit gutem VerständeBildnisse in Pastel und Oel. Dieser Künstler lebteum 17^0. I. I. Hayd hat nach ihm in Kupfer ge-arbeitet. — Von Tobias Eichler, vielleicht des obi-
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gen Sohn, siehet man sein und seiner Familie Bild-nisse in der Kunstgalerie zu Saljdahium. tTrm»
E i ck (Hubert van). S. Eyk.
* Eigtrved (Niclaus). S. den Art. G. D-Anron.
* Einrart (Georg Cbristovh), der ältere, geb.zu Regenspurg ikoä. Er malte Bildnisse, Land-schaften und Küchenstücke in Oel, arbeitete auch inMiniatur. Eine schöne Ehrenpforte, welche er aufden Einzug Kaiser Ferdinand IV. mit großen emble-matischen Figuren auszierte, erwarb ihm großes Lob.Nach Papillon hat dieser Künstler auch in Hol; ge-schnitten. Er st. 166Z. Neben nachfolgendem hin-terließ er noch zwey Söhne, Matthäus und Chri-stoph, die er in seinen Künsten unterwiesen hatte.Sandrart l. Z75.
* — — (Georg Christoph), des obigen Sohn,lernte auch bey Jacob Sandrart. Er war ein imZeichnen, Malen, Emailliren, Kupferstechcn undRadieren westlich geübter Künstler, und arbeitete;»Nürnberg , wo er 1700. 67. I. alt starb. — SeineTochter, Maria Clara, geb. zu Nürnberg , malteBilder, Blumen, Vögel u s. f. Sie radirte selbsteinige antike Figuren, und ließ auch einige weiblicheFiguren, die sie in verschiedenen Stellungen nachAntiken gezeichnet hatte, von Andern stechen; dannwar sie in der Astronomie ebenfalls wohl erfahren.Diese Künstlerin heyrathele den berühmten Altorfisschcn Professor Physices Heinrich Müller, undstarb daselbst 1707. Doppelmayr S 207. n. 26g.
Einden (Hubert van den). S. Es'nden.
Eisen(Franz), Geschiehtsmalcr vonValencien-nes gebürtig, ward aber zu Brüssel erzogen. Er ar-beitete um i75n. zu Paris , und war Mitglied derAcademie von St. Luc. Man hat von ihm Christus,der dem Apostel Petrus die Schüssel anvertraut, nachRubens radiert. Dcferk, Chevillet, Tardieu undAndre dann haben nach ihm gearbeitet. — SeinSohn * Carl, Zeichner, hat verschiedene kleineBlatter von seiner Erfindung geetzt. Er zeichnetesehr Vieles und mit einer geistreichen Manier für dieKupferstecher. Dieser Künstler gab auch 1767. eineAnweisung zum Zeichnen mit der Kreide in 12. Blät-tern.
* Eisenhout (Anton), Maler und geschickterKupferstecher von Varnburg, arbeitete um ihgo. zuRom , wo er M. Mercati's Metallokhcca mit ver-schiedenen schönen Kupferstichen zierte. Dieses Werkblieb bis 1717. »»gedruckt. S. p. XXIX gedach-ten Buchs. Eisenhout arbeitete auch nach F. Zuc-chero, u. s. w. Christ giebt sein Monogramm S.17h. nennt ihn aber Eisenhart.
* Eisen mann ( ), Kupferstecher, arbei-
tete in Schwarzknnst.
* Eismann (Carl Brisighella genannt), Ma-ler von Venedig , ward von seinem Lehrmeister,* Job. Anton Eismann , einem Landschaftsmalervon Salzburg (der sich zu Verona haushablich nie-derließ, und dort 1698. 6 s I alt starb) an Sohns-statt angenommen. ZAnfigbella malte in seinesLehrmeisters Manier Landschaften, Perspcctive,See- und Fcldschlachten, zu Verona . Dieser Künst-ler soll eine Beschreibung von allen Gemälden in denKirchen;» Ferrara , bis auf 170 s verfertigt haben,welche aber, so viel man weiß, nicht gedruckt ist./Äo-La X^. 128. Man siehet in der churfürsilichenGalerie zu Dresden zwey Bataillcnstückc von einemEisenmann, der im XV i!. Jahrhundert zu Nürn-bergsoll gearbeitet haben; ob esabcrder oberwähnceJoh. Anton sey, kann man nicht für gewiß sagen.
Eißler ( Jeremias ), Bildhauer zu Nürnberg ,lernte bey Georg Schweiggern. Er arbeitete inHolz, Wachs, Gips u. s. f. Derselbe starb in sei-nem Vaterlande 1702. Oi. I. alt. DoppelmayrS. 2H6.
— — (Joh.Leonhard), hat zehn Sammlun-gen von Verzierungen und Laubwerk, jede von ti.